Mo, 15:25 Uhr
15.12.2025
Erstmalig in Deutschland
Spatenstich für Eisenbahn-Tunnelanlage für den Ernstfall
Spatenstich für Eisenbahn-Tunnelübungsanlage für die Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (TLFKS) in Crossen an der Elster. Bauminister Steffen Schütz und Innenminister Georg Maier begingen 15. Dezember gemeinsam mit Planern, Bauleuten, Kameradinnen und Kameraden den feierlichen Spatenstich für den Bau einer Tunnelübungsanlage...
Spatenstich für Eisenbahn-Tunnelübungsanlage für die Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (TLFKS) in Crossen an der Elster (Foto: Benjamin Schmidt (TMDI))
Die Anlage ist die erste Ihrer Art in Deutschland, zukünftig werden Kameradinnen und Kameraden aus ganz Deutschland in der TLFKS in Crossen an der Elster perfekte Übungsbedingungen vorfinden. Die Anlage ist nötig geworden, da die bisherigen Trainingsmöglichkeiten in der Schweiz limitiert, teuer und zeitaufwendig waren. In die Tunnelübungsanlage werden rund 34 Mio. Euro investiert. Baubeginn für die Tunnelübungsanlage soll 2026 sein, die Fertigstellung ist für 2028 geplant.
Bauminister Steffen Schütz zum heutigen Spatenstich: "Wir bauen in Thüringen die erste Tunnelübungsanlage für Schienenverkehr in Deutschland überhaupt. Damit bekommen die Kameradinnen und Kameraden der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule exzellente Trainingsbedingungen, mehr noch, wir können damit bundesweit eine Ausbildung anbieten, die in Deutschland einzigartig ist. Gerade in weltpolitischen Krisenzeiten brauchen Feuerwehr und Katastrophenschutz moderne und realitätsnahe Ausbildungsmöglichkeiten. Die Investition von rund 34 Mio. Euro ist gut angelegtes Geld in die Sicherheit unserer Bürger."
Innenminister Georg Maier ergänzt: "Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Die neue Eisenbahntunnelübungsanlage wird den Rettungskräften die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten in einer fast realen Umgebung zu trainieren. So werden sie für den Ernstfall, der hoffentlich nie eintritt, bestens gerüstet. Bisher mussten unsere Kameradinnen und Kameraden zur Tunnel-Ausbildung den weiten und teuren Weg in die Schweiz antreten. Mit der Tunnel-Ausbildung in Thüringen wird es für alle Beteiligten einfacher. Und ja, die Anlage in Crossen wird auch ein Magnet für andere Feuerwehren aus ganz Deutschland werden."
Der Bau der Tunnelübungsanlage in Crossen reiht sich in die ganze Serie von hohen Investitionen für die TLFKS ein: Im Großprojekt TLFKS 2.0 Bad Köstritz sind ein Parkhaus, neue Schulungs- und Unterkunftsräume, die Sanierung der Mensa und vieles mehr vorgesehen. Für den Bau des Übungstunnels gibt es kaum Vergleichsobjekte, damit ist er ein Unikat und zählt mit seiner Einzigartigkeit zu den bedeutenden und technisch anspruchsvollsten Bauten des Landes.
Hintergrund:
Mit der Schnellbahnstrecke Ebensfeld - Leipzig durch den Thüringer Wald entstanden 25 Eisenbahntunnel, darunter der Blessbergtunnel mit einer Länge von 8,3 km. Er ist damit einer der zehn längsten Eisenbahntunnel Deutschlands. Die modernen Thüringer Tunnel verfügen zwar über umfangreiche bauliche Rettungsvorkehrungen wie zum Beispiel mit Straßenfahrzeugen befahrbare Gleise, Wendestellen, Rettungsstollen, Lüftungsschächte, umfangreiche Überwachungs- und Alarmierungssysteme und vieles mehr. Gleichwohl ist auch der organisatorische Brandschutz entscheidend - und dieser muss geübt und trainiert werden. Die neue Tunnelübungsanlage wird mit einem verschiebbaren Hitzeschild ausgestattet und ist somit für die Übung von Heißbrandszenarien bestens geeignet.
Autor: emw
Spatenstich für Eisenbahn-Tunnelübungsanlage für die Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (TLFKS) in Crossen an der Elster (Foto: Benjamin Schmidt (TMDI))
Die Anlage ist die erste Ihrer Art in Deutschland, zukünftig werden Kameradinnen und Kameraden aus ganz Deutschland in der TLFKS in Crossen an der Elster perfekte Übungsbedingungen vorfinden. Die Anlage ist nötig geworden, da die bisherigen Trainingsmöglichkeiten in der Schweiz limitiert, teuer und zeitaufwendig waren. In die Tunnelübungsanlage werden rund 34 Mio. Euro investiert. Baubeginn für die Tunnelübungsanlage soll 2026 sein, die Fertigstellung ist für 2028 geplant.
Bauminister Steffen Schütz zum heutigen Spatenstich: "Wir bauen in Thüringen die erste Tunnelübungsanlage für Schienenverkehr in Deutschland überhaupt. Damit bekommen die Kameradinnen und Kameraden der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule exzellente Trainingsbedingungen, mehr noch, wir können damit bundesweit eine Ausbildung anbieten, die in Deutschland einzigartig ist. Gerade in weltpolitischen Krisenzeiten brauchen Feuerwehr und Katastrophenschutz moderne und realitätsnahe Ausbildungsmöglichkeiten. Die Investition von rund 34 Mio. Euro ist gut angelegtes Geld in die Sicherheit unserer Bürger."
Innenminister Georg Maier ergänzt: "Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Die neue Eisenbahntunnelübungsanlage wird den Rettungskräften die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten in einer fast realen Umgebung zu trainieren. So werden sie für den Ernstfall, der hoffentlich nie eintritt, bestens gerüstet. Bisher mussten unsere Kameradinnen und Kameraden zur Tunnel-Ausbildung den weiten und teuren Weg in die Schweiz antreten. Mit der Tunnel-Ausbildung in Thüringen wird es für alle Beteiligten einfacher. Und ja, die Anlage in Crossen wird auch ein Magnet für andere Feuerwehren aus ganz Deutschland werden."
Der Bau der Tunnelübungsanlage in Crossen reiht sich in die ganze Serie von hohen Investitionen für die TLFKS ein: Im Großprojekt TLFKS 2.0 Bad Köstritz sind ein Parkhaus, neue Schulungs- und Unterkunftsräume, die Sanierung der Mensa und vieles mehr vorgesehen. Für den Bau des Übungstunnels gibt es kaum Vergleichsobjekte, damit ist er ein Unikat und zählt mit seiner Einzigartigkeit zu den bedeutenden und technisch anspruchsvollsten Bauten des Landes.
Hintergrund:
Mit der Schnellbahnstrecke Ebensfeld - Leipzig durch den Thüringer Wald entstanden 25 Eisenbahntunnel, darunter der Blessbergtunnel mit einer Länge von 8,3 km. Er ist damit einer der zehn längsten Eisenbahntunnel Deutschlands. Die modernen Thüringer Tunnel verfügen zwar über umfangreiche bauliche Rettungsvorkehrungen wie zum Beispiel mit Straßenfahrzeugen befahrbare Gleise, Wendestellen, Rettungsstollen, Lüftungsschächte, umfangreiche Überwachungs- und Alarmierungssysteme und vieles mehr. Gleichwohl ist auch der organisatorische Brandschutz entscheidend - und dieser muss geübt und trainiert werden. Die neue Tunnelübungsanlage wird mit einem verschiebbaren Hitzeschild ausgestattet und ist somit für die Übung von Heißbrandszenarien bestens geeignet.


