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Fr, 20:24 Uhr
12.12.2025
Arbeitstreffen zwischen Seniorenwerk un ThAEP

Ausländische Pflegefachkräfte gewinnen

Bei einem gemeinsamen Arbeitstreffen sind der Geschäftsführer des Seniorenwerks, Christian Döring, die Vorstandsvorsitzende der Thüringer Agentur für Europäische Programme (ThAEP), Liliana Hrytsyshyn sowie weitere ukrainische Vertreter aus Verwaltung und Praxis zusammengekommen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze in der Fachkräftesicherung der Pflege zu beraten...

Arbeitstreffen des Seniorenwerk-Geschäftsführers Christian Döring (6. v.l.n.r.) mit der Vorstandsvorsitzenden der Thüringer Agentur für Europäische Programme e.V. (ThAEP), Dipl.-Ing. Liliana Hrytsyshyn (5.v.l.n.r.) sowie weiteren ukrainischen Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Praxis zum Austausch über gemeinsame Projekte und zukünftige Kooperationen (Foto: Seniorenwerk) Arbeitstreffen des Seniorenwerk-Geschäftsführers Christian Döring (6. v.l.n.r.) mit der Vorstandsvorsitzenden der Thüringer Agentur für Europäische Programme e.V. (ThAEP), Dipl.-Ing. Liliana Hrytsyshyn (5.v.l.n.r.) sowie weiteren ukrainischen Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Praxis zum Austausch über gemeinsame Projekte und zukünftige Kooperationen (Foto: Seniorenwerk)
Das Seniorenwerk ist bundesweit in drei Bundesländern tätig – Thüringen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz – und setzt seit mehreren Jahren erfolgreich auf die Integration internationaler Pflegefachkräfte, zum Beispiel Vietnam und China und jetzt insbesondere auch aus der Ukraine. Hintergrund ist der deutschlandweit wachsende Mangel an qualifizierten Pflegekräften, der die Einrichtungen zunehmend vor große Herausforderungen stellt.

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Aktuell sind bereits insgesamt 12 ukrainische Pflegefachkräfte im Seniorenwerk tätig. Ein Teil von ihnen ist bereits als Fachkraft in Deutschland anerkannt; bei anderen läuft das Anerkennungsverfahren. Ukrainische Pflegefachkräfte bringen eine vierjährige Ausbildung, ausgeprägte Kompetenzen in der medizinischen Behandlungspflege und Deutschkenntnisse auf B2-Niveau mit – ideale Voraussetzungen für eine schnelle Integration in die bestehenden Versorgungsabläufe.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenwerk und der Thüringer Agentur für Europäische Programme erfolgt entlang klarer Zuständigkeiten:
  • Die Thüringer Agentur für Europäische Programme übernimmt die Vermittlung, die Kontaktanbahnung und die enge Begleitung der Anerkennungsverfahren.
  • Das Seniorenwerk verantwortet umfassende Integrationsleistungen, darunter Wohnungssuche, Begleitung bei Behördengängen sowie fachliche Praxisanleitung in den Einrichtungen.

Einrichtungsleitung und Mitarbeiter vor Ort leisten hierbei wertvolle Unterstützung. So betont die Einrichtungsleitung des Asternhofs in Ellrich, Nadin Hertwig: „Fachlich übernehmen unsere Praxisanleiter die Anleitung, aber darüber hinaus stehen bei uns die unterschiedlichsten Mitarbeiter unterstützend zur Verfügung. Die Integration ist immer eine Teamaufgabe.“

Auch der Geschäftsführer des Seniorenwerks, Christian Döring, unterstreicht die klare Haltung des Trägers zur fairen Beschäftigung: „Bei uns gilt vom ersten Tag an das gleiche Lohnprinzip. Die neuen Kollegen werden zunächst als Pflegeassistenz eingestuft – und nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens selbstverständlich als Pflegefachkraft vergütet. Das Verfahren dauert je nach Ausgangslage sechs Monate bis zu einem Jahr.“

Als anerkannter Partner im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) arbeitet das Seniorenwerk seit Jahren erfolgreich mit den europäischen und regionalen Strukturen zusammen. Die Vorstandsvorsitzende der Thüringer Agentur für Europäische Programme, Liliana Hrytsyshyn, hob die Bedeutung dieser Partnerschaft hervor: „Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenwerk zeigt, wie erfolgreiche Fachkräftegewinnung heute gelingen kann: verlässlich, wertschätzend und mit klaren Integrationsstrukturen. Wir begleiten diese Prozesse eng und sehen darin ein Modell für viele weitere Einrichtungen.“

Mit Blick auf die kommenden Jahre zieht das Seniorenwerk eine positive Bilanz und gibt einen klaren Ausblick. „Im Jahr 2024 ist das Seniorenwerk mit 15 ukrainischen Pflegefachkräften gestartet. In den nächsten ein bis drei Jahren sollen weitere 15 bis 20 Fachkräfte gewonnen und auf die bundesweiten Einrichtungen verteilt werden“, so Döring. Dabei ist nicht nur der Einsatz von Pflegefachkräften vorgesehen, sondern perspektivisch auch die Gewinnung internationaler Fachkräfte in weiteren Bereichen wie Hauswirtschaft, Küche und Cafébetrieb denkbar, um die Einrichtungen ganzheitlich zu stärken.

Das Arbeitstreffen verdeutlichte erneut, dass nachhaltige Fachkräftegewinnung nur durch partnerschaftliches Handeln gelingt – und dass internationale Pflegefachkräfte einen wertvollen Beitrag für die Versorgung älterer Menschen leisten.

Weitere Informationen zur Thüringer Agentur für Europäische Programme (ThAEP): www.thaep.de, zum Europäischen Sozialfonds (ESF) in Thüringen: www.esf-thueringen.de sowie zum Seniorenwerk unter: www.seniorenwerk.de
Autor: psg

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Kommentare
BerndLuky
12.12.2025, 21:38 Uhr
Die unbequeme Wahrheit
Dabei stellt sich die Frage: Wer pflegt dann die Menschen in ihren Herkunftsländern – oder wollen wir diese gleich mit abwerben?
P.Burkhardt
13.12.2025, 00:33 Uhr
Klasse !
Wir brauchen Menschen, die bereit sind, diese herausfordernde Arbeit (jeder, der mal gepflegt hat, weiß was ich meine) zu leisten !

Diese Menschen tragen zur Entlastung der Pflegemisere in Deutschland bei.

und Bernd... Ihre Sorge um das Ausland in allen Ehren... (ich polemisiere jetzt und bediene mich drastischer, vielleicht nicht ganz woker Bezeichnungen - würde das so FSK16 einschätzen) aber standen Sie nicht bisher immer für "Deutschland, Deutschland über Alles" ...oder so ähnlich ? Sie sollten doch froh sein, dass hier ausländische (ich distanziere mich ausdrücklich von dieser Bezeichnung) Untermenschen die Herrenrasse (ja, leider gibt es immer noch Typen, die sich dafür halten) pflegen, oder ?

@Bernd... So haben Sie das (hoffentlich) wahrscheinlich nicht gemeint, wie ich das hier überzeichnend darstelle... aber vielleicht konnte ich Ihnen aufzeigen, wie das, was Sie da schreiben am Ende verstanden wird.

Sprache ist eine Waffe ! Je nachdem, wie ein Inhalt formuliert wird, kann er Menschen bewegen oder nicht. Die AFD hat das erkannt, die demokratischen Parteien wohl bisher nicht !
BerndLuky
13.12.2025, 07:24 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
Kritiker86
13.12.2025, 08:18 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert.
A.kriecher
13.12.2025, 09:44 Uhr
Falscher Ansatz....
.....einfach lächerlich. Ich empfehle ein paar Monate Praktikum, mit den gleichen Pflichten/Aufgabenpensum wie Fachkräfte, dann werden wir sehen, wie die sich nach einen anderen Job sehnen.
Ändert die Arbeitsbedingungen in der Pflege und schon haben wir kein Fachkräfteproblem.
Mike Oxlong
13.12.2025, 18:18 Uhr
Lächerlich….
… ist hier einzig Ihr Kommentar, lieber Herr A.Kriecher. Vielleicht versuchen Sie ja demnächst mal den Artikel erst zu lesen bevor Sie kommentieren.

Klar, ein paar Monate Praktikum sind sicher sinnvoll für Menschen, die eine vierjährige Ausbildung in diesem Berufszweig absolviert haben. Die wissen bestimmt gar nicht was auf sie zukommt…

Eine Hauptursache für die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege ist der Mangel an Fachkräften. Die Anerkennung und Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland ist eine logische Maßnahme um eben diesem entgegenzuwirken.

Auch eine (wie auch immer das funktionieren soll) direkte Änderung der Arbeitsbedingungen ändert leider nichts an demographischen Veränderungen. Ohne eine Kompensation durch Fachkräfte aus dem Ausland wird sich auch mit den tollsten Arbeitsbedingungen nicht viel an dieser Situation ändern.

Insgesamt ein sehr guter Ansatzpunkt des Arbeitstreffens. Ich hoffe es wird Früchte tragen.
A.kriecher
14.12.2025, 08:06 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wir wissen es nicht.
A.kriecher
15.12.2025, 07:14 Uhr
Lächerlich...
.....das Praktikum empfahl ich für die, die so schön in die Kamera schauen und nicht für die ukrainischen Fachkräfte.
Für die ausländischen Fachkräfte ist es meist nur eine Zwischenstation.
Deren Meinung nach einer Weile ist meist, ich bin doch nicht bekloppt, das sind doch keine Arbeitsbedingungen, und Tschüß oder krank.
So läuft das in der

























Ihr wisst es nicht........aber andere.
Mike Oxlong
15.12.2025, 09:19 Uhr
Dann tut es mir leid
Dann habe ich Sie wohl fehlinterpretiert, Herr A.Kriecher. Das tut mir leid.

Ihren Zorn auf die Männer und Frauen auf dem Foto verstehe ich dennoch nicht. Deren Anliegen ist es doch die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern.
Auch ob die Herr- und Frauschaften nicht vielleicht sogar schonmal ein Pflegepraktikum absolviert haben können Sie eigentlich auch nicht wissen.
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