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Fr, 19:51 Uhr
12.12.2025
Norbert Lammerts Wunschpartner:

Lieber “Die Linke” als die AfD

Der seit diesem Jahr als CDU-Bundestagsabgeordneter die Nordthüringer Region vertretende David Gregosz bringt in den “politischen Laden” ein wenig mehr Schwung als der nun in den Ruhestand gegangene Manfred Grund. Am Donnerstagabend hatte er einen profunden Kenner der Berliner Szenerie zu den "Nordhäuser Gesprächen" eingeladen. Es sollte interessant werden…

Norbert Lammert zu Gast bei der CDU in Nordhausen (Foto: nnz) Norbert Lammert zu Gast bei der CDU in Nordhausen (Foto: nnz)
Gesprächsort war die pro Vita Akademie, der Einladung gefolgt war Norbert Lammert. 77 Jahre alt, katholisch, 37 Jahre Bundestagsabgeordneter, zwölf Jahre Präsident des Bundestages. Seit 2018 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, für die auch Gregosz einige Jahre in der Welt unterwegs war.

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Wer sich ein wenig interessehalber am Rand des politischen Terrains bewegt, der wird Lammert als einen souveränen Leiter der Sitzungen des “hohen Hauses” gekannt haben, der nicht nur die deutschen Sprache liebt, sondern so manchen wichtigen Menschen in diesem Gremium entweder auf die Geschäftsordnung oder in die Schranken des guten Benehmens verwies.

Die Vorfreude auf Norbert Lammert war groß. Aber in seinem Vortrag widmete er sich dem Populismus. Der Bochumer, der dem eigenen Bekenntnis zufolge bereits viermal in Nordhausen zu Besuch war, referierte über “Brüche, Umbrüche und Aufbrüche”. Das, was die Ostdeutschen initiiert und ganz Deutschland von 1989 bis 1991 möglich machte, das sei die “spektakulärste Veränderung”, gewesen, die durchaus als “welthistorische Zäsur” betrachtet werden konnte. Die Bürger der DDR brachten sozusagen den Stein in Rollen, der den Sozialismus in Europa pulverisierte.

Die Welt schien damals für den Kapitalismus und die Demokratie mehr als in Ordnung. Siegeszug von Rügen bis Varna. Doch was ist daraus geworden? Wo stehen wir heute? In Europa und in der Welt? Lammert sprach es aus: “Die UNO zählt aktuell 193 Mitglieder, jedoch nur zwei Dutzend davon seien Demokratien. Sie repräsentieren gerade mal zehn Prozent der Weltbevölkerung. Für den Vortragenden sind zum Beispiel Indien und die USA nicht mehr voll funktionsfähige Demokratien. Noch schlimmer: führende Politiker seien Populisten - zum Beispiel Orban, Milei, Modi oder Erdogan.

Allerdings: man müsse mit diesem Führern, mit diesen Ländern Beziehungen pflegen, Handel treiben und nicht in Angst und Sorge verfallen. Wichtig sei für Prof. Dr. Lammert die “Balance zwischen Gelassenheit und Entschlossenheit” zu wahren. Für Deutschland heißt das, die Zunahme der Wechselwähler zu konstatieren, die Wähler der AfD und des BSW als Wähler gegen die Mitte zu benennen, sie und die von ihnen gewählten Parteien nicht beschimpfen, sondern sich mit ihnen auseinandersetzen. Das gelte übrigens nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere europäische Staaten.

China und USA und 27 Zwerge
Diese saloppe Beschreibung des Status Quo erzwinge aus Sicht des erfahrenen Politikers förmlich die Schaffung einer europäischen Armee und geordnete, für alle EU-Länder gleichermaßen geltende Regelsysteme. Noch immer sei es schwer bis unmöglich, derartige Regeln zu vereinbaren und - vor allem - sie einzuhalten.

In der anschließenden Fragerunde stand - erwartungsgemäß - die Partei im Mittelpunkt, mit der niemand aus der CDU in Berlin oder in Erfurt irgendetwas zu tun haben will. An der Basis, ja, da ist das anders. Wie also weiter zwischen CDU und AfD wollte das Auditorium wissen? Und da kam der erste bemerkenswerte Satz von Lammert: Ja, die Linke mit ihrer SED-PDS-Vergangenheit, die ist auf dem Weg in das demokratische System, die AfD hingegen bewege sich immer mehr aus diesem System heraus.

Die zweite Antwort folgte sogleich auf die Frage, ob denn noch der Nichtvereinbarkeitsbeschluss in Richtung AfD und Linke für die CDU gelte? Entweder, so Lammert, wage die CDU eine Minderheitsregierung oder sie muss den Anschluss auf der linken Seite suchen, weil die “heutige Linke grundlegende Regularien unserer Gesellschaft akzeptiert und mitträgt.”

Kurze Stille im Publikum: Nachfrage: Im Programm der Linken stehe doch der Sozialismus als Ziel und die Überwindung des Kapitalismus? Antwort: “Herr Ramelow will den Sozialismus nicht, Frau Wagenknecht aber schon!”

Immer engagiert in der Diskussion mit dem Publikum (Foto: nnz) Immer engagiert in der Diskussion mit dem Publikum (Foto: nnz)
Das saß, auch Norbert Lammert hielt kurz inne. Zeit, um zum Ende der Veranstaltung zu kommen und einen Nachtrag in Richtung AfD loszuwerden: “Gegen Verfassungsfeinde ist keine Demokratie gefeit. Die Verantwortung, wohin dieses Land steuert, liegt bei jedem einzelnen Wahlberechtigten.”

Auch bei seinem vierten Besuch in Nordhausen bekam Norbert Lammert die wohlfeile Wegzehrung mit auf den Weg. Der Zuhörer und Autor dieser Zeilen ist gespannt, wie sich die kleine deutsche und die große Weltpolitik bei einem nächsten Besuch darstellen wird? Norbert Lammert hat ehrlich geantwortet, er ist keiner Parteidisziplin, keiner Hierarchie mehr verpflichtet. In die Ostdeutschen hineinversetzen, deren “Seele” und Denken zu erkunden oder zu verstehen, vermochte er bislang nicht oder nur sehr schwer. Dennoch und vielleicht gerade deshalb: Eine Fortsetzung haben diese “Nordhäuser Gespräche” auf jeden Fall verdient.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
nur_mal_so
12.12.2025, 20:19 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Artikel
Piet
12.12.2025, 20:47 Uhr
Er kann nichts dafür,
Ist halt ein Wessis.
Bernd das Brot
12.12.2025, 20:54 Uhr
Mal ein anständiger Beitrag
Es hat ja doch mal geklappt dass Sie einen wirklich anständigen Beitrag geschrieben haben und es nicht nur um die ach so bösen Ausländer geht, Fakt ist der Herr hat recht die AfD darf definitiv nicht an die macht kommen.
Wyatt Earp
12.12.2025, 21:10 Uhr
Tja, so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen
Norbert Lammert ist und war einer der fähigsten Politiker und politischen Denker dieses Landes. Ihm zu unterstellen: "...In die Ostdeutschen hineinversetzen, deren “Seele” und Denken zu erkunden oder zu verstehen, vermochte er bislang nicht oder nur sehr schwer..." ist nicht wahr. Ich bin Ostdeutscher und kann solche Behauptungen nur verneinen. Das ist eine subjektive Meinung die konkrete Beispiele vermissen lässt. Vermutlich ist die parteipolitische "Denke" seines Kritikers meilenweit entfernt vom Spektrum, welches Norbert Lammert abdeckt.
Honsteiner
12.12.2025, 22:01 Uhr
Norbert Lammert und die AfD
Herr Lammert ist ein wahrer Geist, Interviews mit ihm sind immer angenehm an zusehen. Der Umgang mit der Afd ist vermutlich auch ein Generationsproblem. Er hat für sich entschieden, mit der AfD nicht aber wenigsten mit der Linken. In meinen Augen eine wahre Fehleinschätzung. Die Chaoten im Bundestag die ständig mit Kleiderordnung und Bannern auffallen, sitzen nicht bei der AfD. Der Ruhrpott aus dem Lammert kommt hat stark an AfD zugelegt, ja sogar Ämter belegt, die im Osten meist noch verhindert wurden. Der Bürger ist jeden Tag aufs Neue verärgert, weil immer wieder neue Regelungen auf die Deutschen einschlagen, die alle das Portemonnaie ausdünnen oder das Leben immer schwerer machen. Die AfD braucht keine Wahlkampf machen, solange sich die sogenannten "demokratischen" Parteien einen "Dreck" um den Bürgerwillen scheren. Und so werden es die nächsten Landtagswahlen zeigen, welche Partei an das Ruder kommt. Noch hätte die CDU das Zepter in der Hand, in fünf Jahren wohl nur noch als Juniorpartner.
Christian Staifen
12.12.2025, 22:15 Uhr
Lieber..
Lieber wähle ich Leute mit Liebe zur Heimat als SED Mauerschützen und Spalter!!
Gerade die Leute die am meisten die AFD verteufeln haben die meisten Leichen im Keller!
P.Burkhardt
12.12.2025, 22:21 Uhr
ich habe jetzt keine andere Quelle bemüht...
...und verlasse mich einzig darauf, dass PSG hier eine neutrale Berichterstattung abliefert.

Lammert ist das, was Schröder als lupenreinen Demokraten bezeichnet hat, der Mann ist absolut integer und seine demokratische Einstellung ist aus meiner Perspektive nicht anzuzuweifeln.

Wenn er "Die Linke" der "AFD" vorzieht, dann liegt das genau daran...

"Die Linke" ist das klassische Gegengewicht zur reinen wirtschaftsorientierten Politik der CDU und übernimmt damit den Job der SPD, die ja irgendwie raus ist...
Ich mag die Linken nicht sonderlich, ich glaube an Leistung und Belohnung... habe aber Verständnis für die soziale Notwendigkeit Nichtleister eben auch am Leben zu erhalten.

Die AFD steht für Ausgrenzung, Nichtanerkennung von Notwendigkeiten, Rückwärtsgewandtheit und stellenweise menschenverachtende Einstellungen. Das geht in einem entwickelten Land, welches die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, obwohl es tatsächlich im globalen Maßstab klein ist, natürlich nicht ! Wenn wir mithalten wollen, brauchen wir eben eine gewisse Internationalität, Weltoffenheit und Aufgeschlossenheit ! ...genau dagegen wettert die AFD... "Die Linke" ...naja, ist halt das kleinere Problem. Insofern macht die AFD eigentlich genau das, was sie nicht will: Sie treibt die (klar denkende) Gesellschaft weiter nach links - was auf Dauer ja auch nicht wirtschaftsfördernd und damit positiv für alle in Deutschland lebenden sein kann.... Ablehnung und Hass ist halt kontraproduktiv... auch für die AFD.
nur_mal_so
12.12.2025, 22:53 Uhr
Im Artikel wird Herr Lammers zitiert mit:
"(In Richtung AfD): 'Gegen Verfassungsfeinde ist keine Demokratie gefeit.' "
Der Verfasser zieht daraus den Schluss, Herr Lammers verstünde die "Ostdeutsche Seele" nicht.

Ausgerechnet dieses Fazit aus Herrn Lammers Äußerung zu ziehen halte ich für sehr aussagekräftig.
Elfie 20
12.12.2025, 23:07 Uhr
Nichts Neues
Man merkt, dass er im Grunde keine andere Meinung hat wie die anderen "Linken Parteien " hat. Immer auf die AFD. Mal darüber sprechen wie wäre es mit der AFD, um die 27 Prozent nicht zu ignorieren? Immer das gleiche, wie lange noch.
P.Burkhardt
13.12.2025, 00:10 Uhr
jo, Elfi...
es hat sich ja auch an der AFD-Demokratie-Einstellung nix geändert.... insofern haben Sie absolut Recht..
Mike Oxlong
13.12.2025, 06:08 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bleiben sie höflich.
Jäger53
13.12.2025, 07:40 Uhr
Die Linke
Die Linke ist für mich unwählbar weil Sie nur um mittreden zu können immer nur als Stimmenbeschaffer für die Bundes. und Landesregierung gut ist. Sie drehen ihren Kopf immer in die Richtung wo der Wind gerade her wehen tut.
Rene Strube
13.12.2025, 07:55 Uhr
Mitschuldig
Auch er war Merkel treu ergeben. Auch mit an ihm liegt es, wenn ein IS Mann durch Nordhausen laufen konnte, wenn Weihnachtsmärkte abgesagt oder einbetoniert werden müssen. Einsicht - Fehlanzeige!
NDH-Kanne
13.12.2025, 08:37 Uhr
“Die Linke”
Thilo Sarrazin hat Recht "Deutschland schafft sich ab" und Deutschland auf der schiefen Bahn: Wohin steuert unser Land? sein neues Buch ...
Habs sie alle beide gelesen mal !!!
Leser X
13.12.2025, 09:02 Uhr
Aufschlussreich
Zitat: "Entweder, so Lammert, wage die CDU eine Minderheitsregierung oder sie muss den Anschluss auf der linken Seite suchen, weil die “heutige Linke grundlegende Regularien unserer Gesellschaft akzeptiert und mitträgt."

Da steht eigentlich schon alles drin, was man über die heutige Linke wissen muss. Sie ist angekommen, wo sie eigentlich nicht hingehört. Vergessen scheinen die Jahrzehnte, als sie von der CDU mit Schmutz beworfen und auf jegliche Art diskreditiert wurde. Nun scheint sie mitunter geradezu geschmeichelt zu sein ob ihrer plötzlichen "Wichtigkeit", die doch in Wirklichkeit nur eine billige Instrumentalisierung ist.

Wenn dein Feind dich lobt, hast du etwas falsch gemacht.
Wie Bitte
13.12.2025, 09:51 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Inhalt
S.P.Andreas
13.12.2025, 10:36 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bleiben sie höflich.
RWE
13.12.2025, 10:46 Uhr
Leser X, die CDU hat die SPD durch die sogenannte Diffamierung der PDS
lange vor sich hingetrieben und von Macht ferngehalten. Genauso machen es heute die SPD und die Grünen mit der CDU in Hinblick auf die AfD.
Der Unterschied zwischen AfD und Linke ist bzw. war, dass es bei den SED Nachfolgern auch Realpolitiker, vornehmlich aus dem Osten, gibt bzw. gab. Die AfD sollte sich auch bürgerlicher geben.
Inzwischen bewegen sich die Linken unter Heidi Reichinnek wieder stramm Richtung faktenresistenten Linkspopulismus oder gar Linksextremismus. Außer in einigen Großstädten, die es aber auch nicht anders verdienen, wird es sich die SPD heute überlegen mit den Linken zu koalieren. Hoffe ich wenigstens.

Ja, Wenn dein Feind dich lobt, hast du etwas falsch gemacht. Die CDU hat unter Merkel Zustimmung von Wählern der Grünen bekommen. Das war ein warnsignal. Dieser Linksruck hat nur der AfD genutzt.
Übrigens: Die Linke kam das erste Mal in Sachsen Anhalt in indirekte Regierungsverantwortung. Magdeburger Modell.
Nächstes Jahr wird es ein Modell geben müssen. Die CDU MUSS ihre Unervereinbarkeitsbeschlüsse nach rechts und links einhalten und eine Minderheitsregierung eingehen und sich bei jedem Thema eine neue Mehrheit suchen.
Aber: Wenn neben den Grünen (Gott sei Dank!!) und der FDP auch noch das BSW und SPD (beide bei 6 Prozent) scheitern, wird die AFD alleine regieren. Das ist ein Resultat der Ausgrenzungspolitik. Wäre die AfD schon mal in Verantwortung gewesen, hätten sie sich schon lange selber entzaubert.
Beim AfD Landrat in Sonneberg sind die Probleme ja auch geblieben. Zaubern kann nämlich keiner.
Wenn sich die AfD mäßigen würde und ein Partner der CDU werden könnte, dann wäre es auf mindestens 10, 15 Jahre vorbei mit links-grünen Einfluß. Das ist auch der wahre Grund der Brandmauer.
Franz Haarkamm
13.12.2025, 11:55 Uhr
“Gegen Verfassungsfeinde ist keine Demokratie gefeit." @ Rene Strube
Da steht einerseits dieser Satz von Herrn Lammert und drunter dann ein Kommentar des Polizeibeamten und ehemaligen AfD-Landtagskandidaten Rene Strube, in dem es heißt: ..."wenn ein IS Mann durch Nordhausen laufen konnte." Eigentlich gilt in einem Rechtsstaat - bis zur rechtskräftigen Verurteilung - die Unschuldsvermutung. Warum hat Herr Strube das Wort "mutmaßlich" weggelassen? Hält er (als Vertreter des Rechtsstaates) nichts von diesem rechtsstaatlichen Grundprinzip?
Bereits beim Lesen der Kommentare zum Bericht von der Festnahme des mutmaßlichen IS-Mitglieders, wurde mir - aufgrund der Vorverurteilung durch die Kommentatoren - übel, weil ich befürchte, daß wenn Leute, die so gestrickt sind wie diese, es um grundlegende Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit schlecht bestellt ist.
Audio
13.12.2025, 15:18 Uhr
Lieber die AfD als die anderen Parteien !
Warum ? Ganz einfach. Ich liebe Ordnung, Sicherheit und Frieden ! Und ich identifiziere mich nicht mit den Lügen und Hasstiraden, welche die anderen Parteien aus Existenzangst gegen die AfD verbreiten. Was ich auch verurteile, ist, dass die regierenden Politikaster nicht die Interessen des Volkes, sondern nur ihre Profitziele vertreten.
Das wird natürlich Herr Lammert, der durch eine ganz andere Schule gegangen ist als wir "Ossis", nicht verstehen !
diskobolos
13.12.2025, 16:01 Uhr
Grundsätzliches
Aus der Sicht der AFD-Anhänger (also von ganz rechts) sind eigentlich alle anderen Parteien links. Und die werden alle diffamiert und mit Hetze überzogen. Dass die es dann umgekehrt genauso halten, kann wohl niemanden verwundern.

Da die AFD als einzige Machtoption eine Koalition mit den Unionsparteien ansieht, versucht man ständig eine rechtskonservative Mehrheit zu konstruieren. Dabei übersieht man aber, dass eine Mehrheit der CDU-Mitglieder da nicht mitgehen kann: Zu groß sind in den meisten Grundfragen die Unterschiede zwischen beiden Parteien. Sollte der rechte CDU-Flügel umschwenken, könnte dies die CDU zerbrechen.

Natürlich war der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU ein Fehler. Wenn man weder mit der AFD, noch mit den Linken zusammenarbeiten will, geht gar nichts mehr für den Fall, dass diese beiden Parteien zusammen 50 Prozent der Stimmen erreichen.

Wenn die Linke das „Rentenpaket“ passieren lässt, dann gibt es dafür sachliche Gründe. Ein Scheitern der jetzigen Regierung liegt auch nicht in ihrem Interesse, denn nach eventuellen Neuwahlen wäre wohl kaum eine sozialere Politik möglich.
Tom der ungläubige
13.12.2025, 16:20 Uhr
Lammert, Zitatschnipsel..
… ein Nachtrag in Richtung AfD loszuwerden: “Gegen Verfassungsfeinde ist keine Demokratie gefeit. Die Verantwortung, wohin dieses Land steuert, liegt bei jedem einzelnen Wahlberechtigten.”…. Soweit erst mal richtig, was die Wahlberechtigten angeht. Aus meiner Sicht haben aber Wahlberechtigte die Verantwortung, mit ihrer Entscheidung nicht nur für dieses Land, sondern auch für die Politik dieses Landes. Und da erleben wir eigentlich seit Schröder eine Politik, die letztendlich eine Talfahrt für Deutschland bedeutet. Mit einen Friedrich Merz scheinen wir am Ende Angekommen zu sein, in dem Sinne, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, obwohl ich das auch bei der Ampel glaubte,das wurde aber getoppt durch Fritz. Was mich aber fasziniert ist, dass alle auf der AfD rumkloppen, obwohl die noch nie substantiell an der Regierung in Deutschland beteiligt war. Halten wir mal fest. Wir hatten eine CDU geführte Regierung seit Merkel mit Kuschelkurs zu grün und rot mit wechselnden Koalitionspartnern. Danach hatten wir Ampel, d.h. Hardcore SPD plus grün und ein bisschen gelb. Jetzt haben wir eine Verlierer Partei mit der Farbe Rot, grün kommt nicht mehr vor, gelb ist raus, und die Mehrheit Partei CDU übertupft das mit ein paar Klecksen schwarz beziehungsweise christlich. So und in genau diesem Zeitrahmen ging es mit Deutschland nur bergab. Wer wird aber am meisten angegriffen? Das sind diejenigen, die nicht an der Regierung waren, so bundesweit die AfD, die linke, BSW. FDP spielt keine Rolle mehr. Halten wir fest, dass keine der genannten Parteien Regierungsverantwortung hatte und für die Misere nicht verantwortlich ist! halten wir weiter fest, daß die Gülle aber medial über die AfD ausgekippt wird, obwohl sie nie in Regierungsverantwortung war.. Bei den anderen nicht beteiligten Parteien wie BSW, linke, gibt es nicht so viel Gülle , vermutlich weil Fritz sie noch brauchen könnte. Daher rufe ich dazu auf, uns nicht, auch nicht von einem Herrn Lammert ,von der Frage ablenken zu lassen wer eigentlich in den letzten 20 Jahre hier regiert hat und letztendlich politisch das heutige Deutschland zu verantworten hat? (Außer Trump, Putin, CO2, Klima , Ukraine, Krieg… und so weiter, bla, bla)
S.P.Andreas
13.12.2025, 17:27 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Unsinn
A-H-S
14.12.2025, 22:08 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
s.ba
17.12.2025, 14:29 Uhr
@Audio Ich weiß nicht ob Sie bewusst realitätsfern sind,
oder ob Sie das wirklich aus tiefstem Herzen so empfinden?

Von welchen Lügen und Hasstiraden ggü. der AfD sprechen Sie denn bitte? Sind nicht Weidel und Chrupalla genau die, die ständig Lügen im TV verbreiten? Die Parteimänner, welche im Bundestag immer dazwischen schreit, wenn eine andere Partei das Wort hat?

Es ist ein großer Fehler, das politische Live-Sendungen keinen sofortigen Faktencheck über das Gesagte mit einblenden und darbieten, ob die Aussagen der Politikerinnen und Politiker korrekt sind. Und das bezieht sich auf ALLE politischen Personen, die dort auftreten. Problem ist am Ende, das Menschen, die sich dann bzgl. Argumentationen und dem Gesagten nicht weiterbilden oder sich damit nicht weiter thematisch befassen und glauben es am Ende blauäugig. Wie man hier in der Kommentarspalte mal wieder gut sieht.

Interessant ist auch die Aussage "Was ich auch verurteile, ist, dass die regierenden Politikaster nicht die Interessen des Volkes, sondern nur ihre Profitziele vertreten." - ist halt nicht die Absolutheit. Die Behauptung, die „regierenden Politiker“ würden nur Profitziele verfolgen, ist schlicht falsch. Viele Entscheidungen der letzten Jahre waren teuer, oft wirtschaftlich unpopulär und dienten klar der sozialen Stabilität, nicht dem Profit.
Ironischerweise verfolgt ausgerechnet die AfD eine Wirtschaftspolitik, die vor allem Wohlhabenden und großen Vermögen nutzt, etwa durch die Abschaffung von Erbschaft- und Vermögensteuern. Davon haben KMU und der kleine Mann rein gar nichts.

Wer behauptet, die AfD stehe für Ordnung und Frieden, übersieht wohl, dass ihre Politik soziale Spaltung verschärft und wirtschaftliche Unsicherheit erzeugt. Das ist keine Politik für „das Volk“, sondern für eine kleine, wohlhabende Minderheit – verkauft mit lauter Parolen statt belastbaren Konzepten.

Kleiner Reminder am Rande: Die AfD wird aktuell von staatlichen Stellen als rechtsextremistisch eingestuft, mit entsprechenden Beobachtungs- und Verdachtsfällen bis hin zur Einstufung als gesichert rechtsextrem in Teilen der Partei. Das ist keine parteipolitische Meinung, sondern eine offizielle Bewertung auf Grundlage konkreter inhaltlicher und verfassungsrechtlicher Erkenntnisse.
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