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Do, 11:48 Uhr
18.01.2007

Solidarität? Fehlanzeige!

Nordhausen/Sollstedt (nnz). Bis zum 30. Juni 2007 ist der Erhalt der Sollstedter Schwimmhalle gesichert. Was danach passiert, das steht in den Sternen. Bürgermeister Jürgen Hohberg (pl) will dennoch nicht aufgeben.


Gegenwärtig, so Hohberg, würde ein Gespräch mit Landrat Joachim Claus (CDU) zur Zukunft der Einrichtung vorbereitet. Hohberg allerdings steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß der Landkreis sich „abschmelzend“ an der Finanzierung der Schwimmhalle beteiligen müsse. Ein entsprechender Beschluß sei nicht aufgehoben worden, obwohl das in der letzten Sitzung des Kreistages im vergangenen Jahr geschehen sollte. Also habe die Verwaltung das Recht, das Geld nach Sollstedt rüberzureichen.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere liegt unmittelbar vor der Sollstedter Haustür. Es sind die Kommunen des Umlandes, deren Einwohner vor allem von der Schwimmhalle profitieren. Mit den Meistern und Meisterinnen dieser Bürger hat Hohberg in den zurückliegenden Tagen und Wochen gesprochen. Der Ergebnis ist ähnlich den Resultaten, die bei Unterredungen in der Erfurter oder Berliner Politik zu Buche schlagen. Natürlich, so hört der Sollstedter in Bleicherode, Nieder- oder Obergebra, sei man für die Erhalt der Schwimmhalle. Doch mehr als diese Lippenbekenntnisse sind den Chefs nicht zu entlocken.

Dabei müßte es doch einigen Kommunen (wir lassen mal Bleicherode außen vor) nicht schwer fallen, ihren Obulus zu entrichten. In Niedergebra zum Beispiel will man von einer Eingemeindung nach Bleicherode nichts wissen. Man sei finanziell gut aufgestellt, und werde weder seine Selbstentscheidungsfähigkeit noch sein Geld den Bleicherödern in den gemeindlichen Rachen werfen.

Wer also gut dasteht, der könnte doch auch Solidarität in Euro und Cent mit den Nachbarn üben? Zumal viele Bürger aus Niedergebra gewiß eher nach Sollstedt zum Schwimmen als nach Nordhausen zum Planschen fahren...
Autor: nnz

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