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Di, 09:08 Uhr
11.11.2025
CDU für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung

AfD argumentiert bei Windkraft mit Halbwahrheiten

"Die CDU-Fraktion im Kreistag Nordhausen bekennt sich klar zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung auf Basis eines technologieoffenen Energiemixes", postuliert deren Vorsitzender René Fullmann in einer Stellungnahme...

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Dazu gehören auch erneuerbare Energien, zu der auch die Windkraft zählt, als unverzichtbarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Stromerzeugung. „Eine ausschließliche Energieversorgung aus wetterabhängigen Quellen stand für uns nie im Fokus. Durch gezieltes Repowering von Bestandsanlagen lässt sich auf gleicher Fläche deutlich mehr Energie erzeugen. Damit werden zusätzliche Windvorranggebiete überflüssig“, betont der Fraktionsvorsitzende René Fullmann.

Das von der AfD wiederholt geforderte vollständige Verbot von Windkraftanlagen im Wald entbehrt rechtlicher Grundlage. Das Bundesverfassungsgericht hat entsprechende pauschale Verbote im Jahr 2023 als verfassungswidrig eingestuft, weil sie gegen die Länderzuständigkeit und die kommunale Planungshoheit verstoßen. Dies nun der CDU als Mogelpackung in die Schuhe schieben zu wollen, entspricht nicht den Tatsachen. Die CDU geführte Thüringer Landesregierung hat nun mehr auf Grundlage des Urteils festgelegt, dass Windenergieanlagen grundsätzlich nur dort errichtet werden dürfen, wo eine kommunale Bauleitplanung dies ausdrücklich vorsieht. Damit liegt die Entscheidungshoheit bei den Städten und Gemeinden. „Nun liegt es an den Kommunen vor Ort, verantwortungsbewusst zu entscheiden, ob und wo überhaupt Windkraftanlagen im Wald entstehen sollen“, so Fullmann.
Für die erfolgreiche Transformation hin zu einem klimaneutralen Energiesystem brauche es, so die CDU-Fraktion, eine übergreifende Strategie, die eine stabile und ganzjährige Energieversorgung sicherstellt. Dazu zählen der Aufbau eines Wasserstoffkernnetzes, die Nutzung von Biogas sowie der Ausbau von Tiefengeothermie als grundlastfähige und ergänzende Energieformen. „Langfristig auf fossile Energieträger zu setzen, ist weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll“, betont der Fraktionsvorsitzende weiter.

Ebenso entscheidend ist der Ausbau moderner Verteilernetze, um den erzeugten Strom zuverlässig zu den Verbrauchern zu transportieren. Zukunftsfähige Netze schaffen Planungssicherheit für Kommunen, Unternehmen und Netzbetreiber und sind Voraussetzung für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Hier arbeitet die Bundesregierung derzeit mit Hochdruck an der Planung und Umsetzung dieser wichtigen Infrastrukturprojekte.

Ein weiterer zentraler Baustein ist die Steigerung der Energieeffizienz. „Energieeffizienz bedeutet, das gleiche Ziel mit weniger Energie zu erreichen. Das senkt CO2-Emissionen, spart Kosten und eröffnet ebenso neue Wege für innovative Technologien und Geschäftsmodelle. So können deutsche Unternehmen auch international eine führende Rolle einnehmen“, argumentiert der Fraktionsvorsitzende René Fullmann abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Rene Strube
11.11.2025, 12:02 Uhr
Typisch CDU?
Anfangs wunderte ich mich ab 2019 bei Abstimmungen im Kreistag, zum Thema Windenergie über das Abstimmungsverhalten der CDU Fraktion. Aber das Wundern ist lange vorbei. Vor der Wahlen ist eben für die CDU etwas Anderes, als nach Wahlen. Ich kann mich z. B. noch gut an den Landtagswahlkampf 2019 erinnern. Dort war auch der Herr Fullmann sehr aktiv. Ich kann ihm bei nächster Gelegenheit ein Bild zeigen, dass ich am 28.09.2019 am Ortseingang von Bleicherode machte. Ein CDU Großplakat, wie es auch an anderen Stellen im Kreis stand. Motiv war eine Landschaft mit großen Windrädern. Aufschriften: "Windradwahnsinn" "Schluss damit" "Aufbruch 2019" "CDU Thüringen Die Volkspartei". Jetzt also immer größerere Anlagen und womöglich auch im Wald?
Kitty Kat
11.11.2025, 19:12 Uhr
Politik schwarz, gelb, blau, bunt, lila... wurscht
Es geht in der heutigen Zeit nur noch darum, dass einer den anderen unbedingt widerlegt und was wer zuerst gesagt oder getan hat. Manchmal wie in den Kindergartengruppen. Einzig wichtig ist in jeder Partei ein Maurer zum Nachbarn ;-). Es geht viel zu wenig darum, für uns alle als deutsches Volk ein Vorankommen zu erreichen durch ein Zusammenarbeiten aller gewählten Kräfte. Nichts im Leben ist nur gut oder nur schlecht...reden und Kompromisse, das bringt was voran, im Kleinen wie im Großen. Es ist jedenfalls ermüdend, das ganze Gehacke zu verfolgen. Und alle wundern sich über Politikverdrossenheit. Wie da wohl der Zusammenhang sein mag ???
P.Burkhardt
11.11.2025, 20:43 Uhr
Großplakate....
...Herr Strube, darüber sollte die AFD vielleicht besser nicht sooo laut sprechen...

subtiler Hinweis: die CDU zahlt sowas entweder selbst, oder aus gemeldeten und zulässigen inländischen Spenden....

Ich finde es insgesamt gut, dass die Thüringer Landesregierung die Frage nach dem Wo an die Kommunen weiter gegeben hat - diese wissen am allerbesten, wo es geht und wo eben nicht.

Windräder im Wald - also, wenn es noch Wald wäre - sind sicher ein schwieriges Thema. Es gibt Argumente dafür und dagegen. Tatsächlich wird die Natur beeinflusst, andererseits keine Anwohner gestört. Die Frage ist also, was am Ende schwerer wiegt. Thüringen ist im Bundesvergleich sowohl in Anzahl als auch in Dichte der WKA recht weit...naja, sehr weit unten... in der Liste. Also jammern die Gegner auf recht hohem Niveau.
fso2020
11.11.2025, 22:27 Uhr
Herr Fullmann
referiert also mal wieder über alternative Energiequellen und die Versorgungssicherheit in der Zukunft.

Interessant ist, dass er vorgibt zu wissen wie eine zukunftsfähige Energieversorgung aussehen sollte, sich gleichzeitig aber in der Sitzung des Landgemeinderates Bleicherode am 23.10.2025 offen gegen die Installation von Batteriespeichern in der Nähe des Umspannwerkes in Wolkramshausen ausgesprochen hat.
Das ist übrigens nachzulesen in einem Artikel der „Nordhäuser Allgemeine“ vom 03.11.2025.

Dabei sind es gerade fehlende Speichermöglichkeiten für überschüssige Energiemengen aus alternativer Gewinnung, die ein Gelingen der Energiewende hin zu mehr Stromerzeugung aus natürlichen Quellen (Wind & Sonne) maßgeblich ausbremsen und was als Nebeneffekt den Strom für uns alle unnötig verteuert.

Vielleicht sollte Herr Fullmann sich mal mit Spezialisten aus der Energiewirtschaft austauschen, bevor er sich, trotz offenkundiger Wissenslücken, in Sachen Energieversorgung öffentlich zum „Möchtegern“-Energieexperten aufschwingt.
P.Burkhardt
11.11.2025, 23:48 Uhr
ideologiefreie Windkraft...
...ich versuche mal ein an der Kantschen Philosophie orientiertes Statement:

Windräder im Wald sind nur dann vernünftig, wenn ihr Bau nicht im Widerspruch zum übergeordneten Ziel des Klimaschutzes steht. Das bedeutet: Sie dürfen nicht mehr Natur zerstören, als sie durch die Vermeidung fossiler Energie retten helfen.

oder kurz:

Windräder im Wald sind vernünftig, sofern sie unter Bedingungen gebaut werden, die den Schutz der Natur nicht aufheben, sondern ergänzen.

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