Di, 09:38 Uhr
22.01.2002
Welche Variante darf es denn sein?
Nordhausen (nnz). Eine kleine Tagesordnung und dennoch eine Mammut-Sitzung. Die Nordhäuser Stadträte machten es sich nicht leicht mit der weiteren Umgestaltung ihrer Stadt.
Der Ausbau der oberen Bahnhofstraße zwischen Arnoldstraße und Neustadtstraße stand im Mittelpunkt der Diskussion im Bürgersaal des neuen Rathauses. Dazu hatte die Verwaltung insgesamt vier Varianten vorgelegt, von denen sich die Variante 2 denn auch noch in drei Untervarianten aufteilte. Dabei ging es sozusagen von der einfachen Lösung, die nur den Bau eines Kreisels im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Neustadtstraße vorsah, bis hin zur Nobelausstattung für das gesamte Quartier. Letztlich entschieden sich 21 Stadträte nach zum Teil emotionalen Diskussionen und einer Auszeit für die Variante 2 c, die von der Verwaltung bereits favorisiert worden war. Sieben stimmen dagegen, sieben Stadträte hatte keine Meinung, sie enthielten sich.
Diese Variante lasse neben dem Ausbau des Straßenzuges, dem Bau eines Kreisels (mit Lichtsignalanlage) möglichst viel Platz zur weiteren Ausgestaltung der Ecke Bahnhofstraße in Richtung Brücke der Einheit. So wird es im Bereich der Nordbrand-Verwaltung eine sogenannte Kapp-Haltestelle geben. Hier könnten sich sowohl zwei Straßenbahnen als auch zwei Busse begegnen. Vorteil für die Fahrgäste: es gibt keine Höhenunterschiede zwischen Bahneinstiegen und der Haltestellenoberfläche. Nachteil für die Kraftfahrer: sie müssen hinter der Straßenbahn oder dem Bus halten und warten, bis Ein- und Ausstieg erledigt ist. Das gesamte Vorhaben wird 1,8 Millionen Euro kosten, ausgebaut wird eine Fläche von insgesamt 8.000 Quadratmeter.
Ein weiteres Novum wird der Rückbau der Rechtsabbiegers auf die B 80 (Arnoldstraße) von der Bahnhofstraße sein. Das wiederum schaffe Platz für eine weitere Ausgestaltung des Eck-Areals. Was dort angesiedelt, wie dieser Bereich gestaltet sein soll, dazu wurden noch keine konkreten Aussagen gemacht. Die CDU-Fraktion plädierte in ihrem Antrag für die von Fraktionschef Thomas Pape favorisierte Variante 3. Mit lediglich 15 Ja-Stimmen hatte der jedoch keine Chance, ebenso wie der Vorschlag der Fraktion der Demokratischen Mitte hinsichtlich der Variante 4.
Zwischenzeitlich schien die Diskussion zu kippen. Christine Wagner (CDU) hatte Beklemmungen und wollte die Beschlussfassung verschieben. Sie fand damit wenig Gegenliebe bei der Verwaltung. Für Stadtrat Bornkessel (SPD) erschien es wichtig entlang der Neuen Bahnhofstraße ein Trinkhäuschen zu etablieren, dieses könnte ja vielleicht von der Nordbrand GmbH gesponsert werden.
Parallel zur Gestaltung der Straße wurde auch die komplette Sanierung der Brücke des Friedens entlang der Bahnhofstraße diskutiert. Hier gab es glücklicherweise nur zwei Varianten. Beschlossen wurde der Neubau der Brücke in der jetzigen Breite (rund 19 Meter). Die Alternative wäre eine verjüngte Oberfläche gewesen (rund 15 Meter). Nach Ansicht der Verwaltung würde eine schlankere Oberfläche das Erlebnis Brücke besser zum Ausdruck bringen. Dem widersprachen Stadträte aus allen Fraktionen, mahnten aber auch eine niveauvolle Gestaltung der neuen Brücke an. Zwei Betonstelzen und eine Platte drauf, das sei zu wenig, brachte es Thomas Pape auf den Punkt. Bislang sehe er wenig Idee für eine Neugestaltung.
Autor: nnzDer Ausbau der oberen Bahnhofstraße zwischen Arnoldstraße und Neustadtstraße stand im Mittelpunkt der Diskussion im Bürgersaal des neuen Rathauses. Dazu hatte die Verwaltung insgesamt vier Varianten vorgelegt, von denen sich die Variante 2 denn auch noch in drei Untervarianten aufteilte. Dabei ging es sozusagen von der einfachen Lösung, die nur den Bau eines Kreisels im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Neustadtstraße vorsah, bis hin zur Nobelausstattung für das gesamte Quartier. Letztlich entschieden sich 21 Stadträte nach zum Teil emotionalen Diskussionen und einer Auszeit für die Variante 2 c, die von der Verwaltung bereits favorisiert worden war. Sieben stimmen dagegen, sieben Stadträte hatte keine Meinung, sie enthielten sich.
Diese Variante lasse neben dem Ausbau des Straßenzuges, dem Bau eines Kreisels (mit Lichtsignalanlage) möglichst viel Platz zur weiteren Ausgestaltung der Ecke Bahnhofstraße in Richtung Brücke der Einheit. So wird es im Bereich der Nordbrand-Verwaltung eine sogenannte Kapp-Haltestelle geben. Hier könnten sich sowohl zwei Straßenbahnen als auch zwei Busse begegnen. Vorteil für die Fahrgäste: es gibt keine Höhenunterschiede zwischen Bahneinstiegen und der Haltestellenoberfläche. Nachteil für die Kraftfahrer: sie müssen hinter der Straßenbahn oder dem Bus halten und warten, bis Ein- und Ausstieg erledigt ist. Das gesamte Vorhaben wird 1,8 Millionen Euro kosten, ausgebaut wird eine Fläche von insgesamt 8.000 Quadratmeter.
Ein weiteres Novum wird der Rückbau der Rechtsabbiegers auf die B 80 (Arnoldstraße) von der Bahnhofstraße sein. Das wiederum schaffe Platz für eine weitere Ausgestaltung des Eck-Areals. Was dort angesiedelt, wie dieser Bereich gestaltet sein soll, dazu wurden noch keine konkreten Aussagen gemacht. Die CDU-Fraktion plädierte in ihrem Antrag für die von Fraktionschef Thomas Pape favorisierte Variante 3. Mit lediglich 15 Ja-Stimmen hatte der jedoch keine Chance, ebenso wie der Vorschlag der Fraktion der Demokratischen Mitte hinsichtlich der Variante 4.
Zwischenzeitlich schien die Diskussion zu kippen. Christine Wagner (CDU) hatte Beklemmungen und wollte die Beschlussfassung verschieben. Sie fand damit wenig Gegenliebe bei der Verwaltung. Für Stadtrat Bornkessel (SPD) erschien es wichtig entlang der Neuen Bahnhofstraße ein Trinkhäuschen zu etablieren, dieses könnte ja vielleicht von der Nordbrand GmbH gesponsert werden.
Parallel zur Gestaltung der Straße wurde auch die komplette Sanierung der Brücke des Friedens entlang der Bahnhofstraße diskutiert. Hier gab es glücklicherweise nur zwei Varianten. Beschlossen wurde der Neubau der Brücke in der jetzigen Breite (rund 19 Meter). Die Alternative wäre eine verjüngte Oberfläche gewesen (rund 15 Meter). Nach Ansicht der Verwaltung würde eine schlankere Oberfläche das Erlebnis Brücke besser zum Ausdruck bringen. Dem widersprachen Stadträte aus allen Fraktionen, mahnten aber auch eine niveauvolle Gestaltung der neuen Brücke an. Zwei Betonstelzen und eine Platte drauf, das sei zu wenig, brachte es Thomas Pape auf den Punkt. Bislang sehe er wenig Idee für eine Neugestaltung.

