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Sa, 16:53 Uhr
27.09.2025
Exkursion im Südharz setzt Zeichen für Zukunft und Ressourcenschutz

Junge Menschen erkunden bedrohte Gipskarstlandschaft

Gestern und heute haben 13 junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 26 Jahren aus Thüringen und Sachsen-Anhalt die Südharzer Gipskarstlandschaft erkundet...

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Die Exkursion wurde von BUNDjugend Thüringen und BUNDjugend Sachsen-Anhalt organisiert und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Rohstoff Gips und den Konflikten zwischen Abbau, Natur- und Anwohnerschutz auseinanderzusetzen.

Die Südharzer Gipskarstlandschaft ist weltweit einzigartig: Dolinen, Höhlen und Bachschwinden prägen die Region, über 100 seltene Pflanzenarten sowie Tiere wie Wildkatze, Luchs und gut 20 verschiedene Fledermausarten sind hier zuhause. Doch die Landschaft ist massiv bedroht. Allein in Niedersachsen und Thüringen sind rund 1.000 Hektar Gipskarst zum Abbau genehmigt – ein Großteil davon in Buchenwald.

Für junge Menschen, die mit der Realität endlicher Ressourcen aufwachsen, ist diese Bedrohung ein zentraler Konflikt. „Wir als junge Generation müssen uns ganz besonders damit beschäftigen, wie wir zukünftig mit knappen Ressourcen umgehen und wie wir durch den Rohstoffabbau gefährdete Landschaften schützen wollen. Die Gipskarstlandschaft ist ein Naturerbe und Lebensraum von unschätzbarem Wert. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie für wirtschaftliche Interessen geopfert wird, während gesunde und umweltfreundliche Baustoffe eigentlich schon lange auf dem Markt verfügbar sind", sagt Timon Eick, Mitglied der BUNDjugend Thüringen.

Die Exkursion knüpfte an ein vorbereitendes Webinar vom 22. September an, bei dem die Biologin Ursula Schäfer Grundlagen zum Gipskarst und den aktuellen Abbaukonflikten vermittelte. Vor Ort konnten die jungen Menschen das theoretische Wissen mit eigenen Eindrücken verbinden, die Landschaft erleben und mit Fachleuten und Betroffenen diskutieren.
Autor: red

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