Di, 17:55 Uhr
23.09.2025
15 für den Stadtgeburtstag
Die Zeit drängt
Noch rund anderthalb Jahre verbleiben, bis zum großen Stadtgeburtstag, Nordhausen wird 2027 stolze 1.100 Jahre alt. Zum Jubiläumsjahr wird auch der Thüringentag in die Geburtstagsstadt gelegt, aber das ist bei weitem nicht das Einzige, was passieren soll. Erste Überlegungen hat der Beirat heute vorgestellt…
Das Logo für die 1.100 Jahrfeier wurde vom Beirat für das Jubiläumsjahr ausgewählt (Foto: Stadt Nordhausen)
Vor noch nicht ganz 100 Jahren feierte man in Nordhausen Millenium, 1.000 Jahre waren seit der ersten, schriftlichen Erwähnung ins Land gegangen. In etwa anderthalb Jahren hat man Gelegenheit, dem nachzueifern.
Was zum Stadtgeburtstag passieren soll, entscheidet man nicht allein zwischen Rathaus und Stadtrat, für die Vorbereitung wurde ein Beirat ins Leben gerufen, der Ideen sammeln und diskutieren soll, was man im Jubiläumsjahr machen könnte. Begleiten, beraten, fördern und unterstützen lautet die Devise.
Und ein ganzes Jahr voller Feierlichkeiten und Aktionen soll es werden, erklärte Barbara Rinke, die zum Vorstand der 15 köpfigen Gruppe gehört. Erste Überlegungen zum Stand der Ideenfindung und Planung gab man heute im Europazimmer im Rathaus bekannt.
Alle wollen etwas für die Stadt tun, wir haben bereits viel sammeln können, drei volle Seiten an Vorschlägen sind bisher zusammengekommen., sagt Rinke am Nachmittag. Zuviel wolle man noch nicht verraten, auf der Liste an Möglichkeiten stehen größere und kleinere Projekte und die eine oder andere Herausforderung, etwa der Wunsch, den Stadtrundgang entlang der Stadtmauer wieder in voller Länge zu ermöglichen. Man wird sehen müssen, was zu schaffen ist. Wir werden weiter sammeln und wollen im Frühjahr kommenden Jahres zu einem Forum einladen und auch die Ideen und die Kritik der Bürger hören., erläuterte Rinke.
Höhepunkt der Feierlichkeiten soll der Thüringentag werden. Die Thüringer Party findet alle zwei Jahre statt, in diesem Jahr war Gotha Gastgeber. Hier hospitierte das Nordhäuser Rathaus bereits fleißig. Sicher ist, dass man mehr auf die Beine stellen will, als einfach nur ein größeres Rolandsfest. Im Moment sind sechs mögliche Bühnenstandorte im Gespräch, neben Rathausplatz und Petersberg hat man auch den dann wieder bespielbaren Theaterplatz sowie den bis dahin hoffentlich sanierten Blasiikirchplatz im Gespräch. Wir wollen das Nordhausen nach außen wieder glänzen und nach schwierigen Zeiten ein fröhliches Gesicht zeigen kann. Die Stadt soll sich sauber präsentieren und da gibt es an manchen Stellen noch einiges zu tun., so Rinke.
Drei Sitzungen, ein Rundgang und ein Logo
Der Beirat hat bisher drei gemeinsame Sitzungen absolviert und sich bei einem Rundgang durch die Stadt einen Überblick verschafft. Außerdem hatte man bereits eine weitreichende und nicht ganz einfache Entscheidung zu treffen: wie soll das Fest einheitlich präsentiert werden. Nach viel hin und her fand man zu einem Logo, das sowohl das Gold der Aue, das Alter der Stadt, die Schlichtheit der Moderne und die Nordhäuser Zeit repräsentiert. Letzteres ist durchaus buchstäblich gemeint, die Inspiration für das Design der Zahlen hat Uwe Peters - Mitglied im Beirat und der Mann, der 2017 die Sonnenuhr zurück ans Rathaus brachte - direkt dem alten Ziffernblatt der alten Rathausuhr entnommen, die Originale direkt vor Augen.
Die Inspiration zum Logo fand Uwe Peters bei den alten Ziffern der Rathausuhr, die er hier zusammen mit Barbara Rinke präsentiert (Foto: agl)
Diese erste Aufgabe hatte die Verwaltung gestellt, aus den Diskussionen möchte man die politische Ebene aber weitestgehend heraushalten, erläuterte Axel Heck, ebenfalls Vorstand im Beirat. Man wolle den Fokus auf die Anliegen der Bürgerschaft legen und nicht Gefahr laufen, die Dinge unnötig zu zerreden.
Ganz ohne die Entscheidungsebene zwischen Rathaus und Stadtrat geht es aber auch nicht, schließlich wird die 1.100 Jahrfeier den einen oder anderen Euro kosten. So wichtig das Jubiläumsjahr auch sei, man werde nicht alle Kraft auf 2027 konzentrieren können, wenn man 2028 dann blank dastehe, gab Oberbürgermeister Buchmann zu bedenken.
Mit einem Aspekt plant man im Rathaus bereits jetzt und das ist die Sicherheit der Festveranstaltungen. In Gotha konnte man bereits sehen, wie es funktionieren kann, ohne finanziell auszuufern, erläuterte Bürgermeisterin Rieger. Eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, moderne, sinnvolle Barrieren zur Blockade von Fahrzeugen, beherrschbare Größen für die Veranstaltungsareale und praktische Unterstützung, etwa aus Gotha oder auch vom Technischen Hilfswerk in Nordhausen, sind bereits in der Planung.
Es wird einiges los sein zum Stadtjubiläum und was genau, das wird von Tag zu Tag klarer. Wir haben viele Jubiläen zu feiern - 1.100 Jahre Nordhausen, 150 Jahre Bibliothek, 100 Jahre Haus Meyenburg, 35 Jahre Wasserverband, 30 Jahre Hochschule und noch einiges mehr., sagt der Oberbürgermeister und ist sich sicher. Es wird gut werden.
Angelo Glashagel
Autor: red
Das Logo für die 1.100 Jahrfeier wurde vom Beirat für das Jubiläumsjahr ausgewählt (Foto: Stadt Nordhausen)
Vor noch nicht ganz 100 Jahren feierte man in Nordhausen Millenium, 1.000 Jahre waren seit der ersten, schriftlichen Erwähnung ins Land gegangen. In etwa anderthalb Jahren hat man Gelegenheit, dem nachzueifern.
Was zum Stadtgeburtstag passieren soll, entscheidet man nicht allein zwischen Rathaus und Stadtrat, für die Vorbereitung wurde ein Beirat ins Leben gerufen, der Ideen sammeln und diskutieren soll, was man im Jubiläumsjahr machen könnte. Begleiten, beraten, fördern und unterstützen lautet die Devise.
Und ein ganzes Jahr voller Feierlichkeiten und Aktionen soll es werden, erklärte Barbara Rinke, die zum Vorstand der 15 köpfigen Gruppe gehört. Erste Überlegungen zum Stand der Ideenfindung und Planung gab man heute im Europazimmer im Rathaus bekannt.
Alle wollen etwas für die Stadt tun, wir haben bereits viel sammeln können, drei volle Seiten an Vorschlägen sind bisher zusammengekommen., sagt Rinke am Nachmittag. Zuviel wolle man noch nicht verraten, auf der Liste an Möglichkeiten stehen größere und kleinere Projekte und die eine oder andere Herausforderung, etwa der Wunsch, den Stadtrundgang entlang der Stadtmauer wieder in voller Länge zu ermöglichen. Man wird sehen müssen, was zu schaffen ist. Wir werden weiter sammeln und wollen im Frühjahr kommenden Jahres zu einem Forum einladen und auch die Ideen und die Kritik der Bürger hören., erläuterte Rinke.
Höhepunkt der Feierlichkeiten soll der Thüringentag werden. Die Thüringer Party findet alle zwei Jahre statt, in diesem Jahr war Gotha Gastgeber. Hier hospitierte das Nordhäuser Rathaus bereits fleißig. Sicher ist, dass man mehr auf die Beine stellen will, als einfach nur ein größeres Rolandsfest. Im Moment sind sechs mögliche Bühnenstandorte im Gespräch, neben Rathausplatz und Petersberg hat man auch den dann wieder bespielbaren Theaterplatz sowie den bis dahin hoffentlich sanierten Blasiikirchplatz im Gespräch. Wir wollen das Nordhausen nach außen wieder glänzen und nach schwierigen Zeiten ein fröhliches Gesicht zeigen kann. Die Stadt soll sich sauber präsentieren und da gibt es an manchen Stellen noch einiges zu tun., so Rinke.
Drei Sitzungen, ein Rundgang und ein Logo
Der Beirat hat bisher drei gemeinsame Sitzungen absolviert und sich bei einem Rundgang durch die Stadt einen Überblick verschafft. Außerdem hatte man bereits eine weitreichende und nicht ganz einfache Entscheidung zu treffen: wie soll das Fest einheitlich präsentiert werden. Nach viel hin und her fand man zu einem Logo, das sowohl das Gold der Aue, das Alter der Stadt, die Schlichtheit der Moderne und die Nordhäuser Zeit repräsentiert. Letzteres ist durchaus buchstäblich gemeint, die Inspiration für das Design der Zahlen hat Uwe Peters - Mitglied im Beirat und der Mann, der 2017 die Sonnenuhr zurück ans Rathaus brachte - direkt dem alten Ziffernblatt der alten Rathausuhr entnommen, die Originale direkt vor Augen.
Die Inspiration zum Logo fand Uwe Peters bei den alten Ziffern der Rathausuhr, die er hier zusammen mit Barbara Rinke präsentiert (Foto: agl)
Diese erste Aufgabe hatte die Verwaltung gestellt, aus den Diskussionen möchte man die politische Ebene aber weitestgehend heraushalten, erläuterte Axel Heck, ebenfalls Vorstand im Beirat. Man wolle den Fokus auf die Anliegen der Bürgerschaft legen und nicht Gefahr laufen, die Dinge unnötig zu zerreden.
Ganz ohne die Entscheidungsebene zwischen Rathaus und Stadtrat geht es aber auch nicht, schließlich wird die 1.100 Jahrfeier den einen oder anderen Euro kosten. So wichtig das Jubiläumsjahr auch sei, man werde nicht alle Kraft auf 2027 konzentrieren können, wenn man 2028 dann blank dastehe, gab Oberbürgermeister Buchmann zu bedenken.
Mit einem Aspekt plant man im Rathaus bereits jetzt und das ist die Sicherheit der Festveranstaltungen. In Gotha konnte man bereits sehen, wie es funktionieren kann, ohne finanziell auszuufern, erläuterte Bürgermeisterin Rieger. Eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, moderne, sinnvolle Barrieren zur Blockade von Fahrzeugen, beherrschbare Größen für die Veranstaltungsareale und praktische Unterstützung, etwa aus Gotha oder auch vom Technischen Hilfswerk in Nordhausen, sind bereits in der Planung.
Es wird einiges los sein zum Stadtjubiläum und was genau, das wird von Tag zu Tag klarer. Wir haben viele Jubiläen zu feiern - 1.100 Jahre Nordhausen, 150 Jahre Bibliothek, 100 Jahre Haus Meyenburg, 35 Jahre Wasserverband, 30 Jahre Hochschule und noch einiges mehr., sagt der Oberbürgermeister und ist sich sicher. Es wird gut werden.
Angelo Glashagel


