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Do, 09:49 Uhr
21.12.2006

Zwei Termine, ein Mann

Nordhausen (nnz). Wolfgang Tiefensee ist Bundesverkehrsminister und zuständig für den Aufbau Ost. In erster Funktion weihte der Mann gestern den Tunnel der deutschen Einheit im Eichsfeld ein, in der anderen stattete er der Nordhäuser Rathausspitze einen Besuch ab.

Rinke, Tiefensee, Nordhäuser Doppelkorn (Foto: I. Bergmann) Rinke, Tiefensee, Nordhäuser Doppelkorn (Foto: I. Bergmann)


„Brücken bauen, niemanden ausgrenzen oder abschreiben – das wollen wir mit der Organisation von anerkannter und gesellschaftlich sinnvoller Arbeit für Langzeitarbeitslose auf dem öffentlich geförderten Arbeitsmarkt erreichen“, sagte gestern der Bundesminister für Aufbau Ost, Wolfgang Tiefensee, bei einem Gesprächstermin zur Beschäftigungssituation und Problematik der Langzeitarbeitslosigkeit im Nordhäuser Rathaus. "Das Treffen habe dazu gedient, sich über die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt im Südharz und die Wirksamkeit der Instrumente für die Arbeitsmarktpolitik auszutauschen. Dabei sei es vor allem auch um die Möglichkeiten eines momentan diskutierten dritten Arbeitsmarktes gegangen", erklärte die Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.

Der Bundesminister berichtete seine Erfahrungen aus dem in Leipzig gestarteten Lieblings-Pilotprojekt gemeinnütziger Beschäftigung - den Fahrgastbegleitern - und den Möglichkeiten der Übertragbarkeit dieses Modells auf andere Bereiche. Arbeitslosigkeit - vor allem aber Langzeitarbeitslosigkeit - sei insbesondere im Osten ein gravierendes Problem. Deshalb seien neue Wege notwendig, die jedoch nur im Schulterschluss mit den Akteuren vor Ort gegangen werden könnten, sagte Tiefensee.

„Die überwiegende Zahl der Langzeitarbeitslosen will Arbeit. Hier setzen wir an. Wir überbrücken die Zeit der Arbeitslosigkeit und schaffen sozialen Halt. Damit geben wir einigen Arbeitslosen wieder eine Perspektive.“ Die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt gehe in dieser Zeit durchaus weiter, so Tiefensee.

Er werde Anfang des Jahres Oberbürgermeister aus ostdeutschen Städten, die besonders in ihrer Region von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, nach Berlin einladen. „Damit setzen wir den begonnenen Dialog fort“, sagte er abschließend. Schön zu hören von einem Bundesminister, der sich vermutlich auf konkrete Aussagen nicht einließ.
Autor: nnz

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