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Mi, 15:11 Uhr
04.06.2025
Thüringer Landesamt für Statistik

Zahl verurteilter Personen in Thüringen gesunken

Nach ersten Ergebnissen der Strafverfolgungsstatistik standen im Jahr 2024 insgesamt 19 629 Personen wegen einer oder mehrerer Straftaten oder Vergehen vor einem Thüringer Gericht...

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Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurden 15 282 Angeklagte rechtskräftig verurteilt, d. h. gegen sie wurde eine Freiheitsstrafe, Geldstrafe oder Strafarrest (bei allgemeinem Strafrecht) bzw. eine Jugendstrafe, Zuchtmittel oder Erziehungsmaßregel (bei Jugendstrafe) verhängt. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Verurteilten um 8,2 Prozent.

In weiteren 574 Fällen entschieden die Gerichte auf Freispruch, in 3 759 Fällen wurde das Verfahren eingestellt oder von einer Strafe abgesehen, gegen 14 Personen wurde eine Maßregel ausgesprochen.
Die Verurteilungsquote lag mit 77,9 Prozent leicht unter der des Vorjahres (2023: 78,7 Prozent). Die Verurteilungsquoten der Jugendlichen (40,2 Prozent) und die der Heranwachsenden (59,7 Prozent) lagen deutlich unter der der Erwachsenen (81,1 Prozent).
Die Verurteilungsquote der Ausländerinnen und Ausländer war mit 81,2 Prozent um 4,3 Prozentpunkte höher als die der deutschen Verurteilten (76,9 Prozent).

Mit 3 479 Personen gab es in Thüringen so viele Verurteilungen von Ausländerinnen und Ausländern wie noch nie zuvor (+6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im Jahr 2024 hatten mit 22,8 Prozent mehr als ein Fünftel aller Verurteilten keine deutsche Staatsbürgerschaft, im Jahr 2023 waren es 19,7 Prozent. Zu beachten ist, dass bei der Zahl der verurteilten Nichtdeutschen auch Personen enthalten sind, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben.

Die meisten Verurteilten (11 534 Personen) hatten gegen das Strafgesetzbuch (-7,9 Prozent) und 3 748 Personen gegen andere Bundes- und Landesgesetze (-9,4 Prozent) verstoßen. Hauptsächlich handelte es sich hier mit 1 337 Verurteilten um Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz. Aller- dings gab es bei diesen Straftaten gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang um 19,0 Prozent.

Am häufigsten mussten sich die Verurteilten wegen Straftaten im Straßenverkehr verantworten. Ein Viertel aller Verurteilten (3 953 Personen) standen deshalb vor Gericht. Gegenüber dem Vorjahr gab es hier einen Rückgang um 4,0 Prozent.
17,8 Prozent der Verurteilten haben Strafen wegen sogenannter „anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte“, insbesondere wegen Betrugs und Erschleichen von Leistungen zu verbüßen und 16,5 Prozent wegen Diebstahl und Unterschlagung.
Aufgrund von Straftaten gegen das Leben wurden in Thüringen im letzten Jahr 18 Personen verurteilt, darunter lediglich vier Personen wegen Totschlags und eine wegen Mordes.
Autor: red

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