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Mi, 14:30 Uhr
28.05.2025
Reparaturen abgeschlossen

Adieu Erdfall

Die Reparaturarbeiten an der Kreisstraße K37 nach dem Erdfall werden heute Nachmittag vorfristig fertiggestellt. Damit ist die Verbindungsstraße zwischen Buchholz und Steigerthal wieder befahrbar...

Der Erdfall entstand im vergangenen August und hatte zum damaligen Zeitpunkt einen Durchmesser und geschätzte Tiefe von jeweils etwa fünf Metern. Deshalb musste die Kreisstraße voll gesperrt werden. Gemeinsam mit einem Bodengutachter und dem TLUBN konnten die Ursachen für den Erdfall lokalisiert werden: ausgelaugter Anhydrit, der in der Tiefe einen Hohlraum und in dessen Folge einen Erdfall verursachte – ein Phänomen der hiesigen Gipskarstlandschaft.

Die Straßenreparatur am Erdafll zwischen Steigerthal und Buchholz ist abgeschlossen (Foto: Pressestelle Landratsamt) Die Straßenreparatur am Erdafll zwischen Steigerthal und Buchholz ist abgeschlossen (Foto: Pressestelle Landratsamt)


Drei Rammkernsondierungen trafen auf Gipsstein, eine Rammkernsondierung wurde in einer Tiefe von 13 Metern abgebrochen. Deshalb war eine Detailerkundung erforderlich, um einen weiteren Hohlraum auszuschließen. Daraufhin wurde Ende März eine Kernbohrung bis in eine Tiefe von 25 Metern ausgeführt. Ein Primärhohlraum wurde hierdurch nicht erschlossen, so dass sich nun die Straßensanierung anschließen konnte.

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Der Sanierungsvorschlag des Bodengutachters beinhaltete die Ausräumung und Verfüllung des Erdfalls selbst, den teilweisen Rückbau der angrenzenden Straße links und rechts des Erdfalls, den Einbau eines tragfähigen Geogitters mit Einbindebalken sowie den Neuaufbau des Straßenkörpers in diesem Bereich. Mit der Ausführung der Bauarbeiten wurde die Firma KEMNA beauftragt, die Ende April mit den Arbeiten vor Ort begannen. Nun konnten die Arbeiten vorzeitig, rund einen Monat vor dem ursprünglich anberaumten Fertigstellungstermin Ende Juni. Die Abnahme der Bauleistung fand gestern statt. Noch ausstehende Markierungsarbeiten folgen aufgrund der aktuellen Regenfälle nächste Woche. Um die Straße aber bereits jetzt für den Verkehr freigeben zu können, werden Hinweisschilder aufgestellt, welche auf die fehlenden Markierungen hinweisen.

„Die beschleunigte Fertigstellung der Kreisstraße und deren Freigabe ist uns ein wichtiges Anliegen“, teilt Dirk Schimm, 2. Beigeordneter des Landkreises mit. „Denn die Kreisstraße war die einzige Verbindungsstraße zwischen Buchholz und Steigerthal. Pflegedienste, Anwohner, Liefer- und Transportdienste jedweder Art und der ÖPNV mussten zum Teil großräumige und damit kostenintensive Umleitungen nutzen, um zu den Zielorten zu gelangen.“ Im Zuge der Baumaßnahme wurden daher auch zwei Fahrbahnsenken in Richtung Buchholz beseitigt.
Autor: red

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Kommentare
Baldur
28.05.2025, 15:49 Uhr
Prima !
Prima, daß morgen der Landkreis eine Veranstaltung an der Obergrasmühle angesetzt hat.
Kritiker2010
28.05.2025, 16:32 Uhr
Waren die Angsthasen gerade im Urlaub?
Man könnte sagen: Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Dass Experten jedoch Monate brauchen, um herauszufinden, dass es am ausgelaugten Anhydrit lag (hier in einem Karstgebiet), stimmt schon nachdenklich. Auch hätte eine einzige Bohrung unter die Einsturzstelle vermutlich sehr viel früher Licht ins Dunkel bringen können. Im Übrigen ist schätzen auch besser, als messen, denn sonst wäre der Krater vermutlich nicht fünf, sondern nur zwei Meter tief gewesen.

Nun hoffen wir, dass diejenigen, die hieraus gern ein noch größeres Ding gemacht hätten, nicht allzu sehr enttäuscht sind. Aber oft ist ein Erdfall eben einfach nur ein Loch im Boden. Und so ein Loch verschließt man vorzugsweise mit Schotter. Phantasien aus "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" helfen da eher nicht weiter.
Hoffen wir also, dass beim nächsten Erdfall nicht so lange phantasiert, sondern früher sondiert wird.

Zum Glück wurde dieses Problem nun aber doch schnell und erwartungsgemäß gelöst. Vielen Dank dafür.
Marino50
28.05.2025, 18:34 Uhr
Thema Erdfall erledigt
Mich freut es ganz für die Anwohner, dass sie die gewohnte Strecke wieder fahren können. Da muss man nun nicht noch groß diskutieren. Seid doch ganz einfach froh darüber.
P.Burkhardt
28.05.2025, 20:43 Uhr
Alles richtig gemacht...
...das Problem analysiert und dann die richtige Entscheidung getroffen.

Ich habe tatsächlich keine Ahnung, wie lange so eine Analyse zu dauern hat, gehe aber davon aus, dass alles notwendige und mögliche getan wurde... natürlich kann man böswillig auch vom Gegenteil ausgehen - aber, wir alle sind keine Geologen und haben, wenn wir ehrlich sind, keine Ahnung. Also warum nicht einmal in die Kompetenz der handelnden Personen vertrauen ?
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