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Do, 13:02 Uhr
29.05.2025
A38

Alles voll am Galgenberg

Der ACE Auto Club Europa hat Mitte Mai die Parksituation für Lkw an ausgewählten Rastplätzen in Thüringen untersucht. Auch an der A38 hat man Halt gemacht...

Im Fokus standen die Rastplätze Hermsdorfer Kreuz West (A9), Eichelborn Nord (A4) und Galgenberg Nord (A38). Die Erhebung wurde am 14. und 15. Mai jeweils gegen 19:30 Uhr mithilfe ehrenamtlicher Helfer des ACE-Kreisclubs Thüringen Nord durchgeführt.

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Das Ergebnis ist eindeutig: Alle untersuchten Rastplätze waren massiv überfüllt, mit teils gravierenden Verkehrsgefährdungen durch falsch parkende Lkw. So zeigte die Analyse am Hermsdorfer Kreuz West eine Auslastung von 97 Prozent. Insgesamt wurden dort 16 Lkw festgestellt, die verkehrswidrig auf dem Seitenstreifen oder in der Fahrspur parkten. Neun weitere Lkw blockierten Pkw-Stellplätze.

Am Rastplatz Eichelborn Nord war die Lage noch angespannter: Die ehrenamtlichen ACE-Kontrollen ergaben eine Überbelegung von rund 60 Prozent. Dort wurden 45 Lkw außerhalb der vorgesehenen Flächen geparkt, darunter 17 auf Pkw-Stellflächen.

Der ACE am Galgenberg Nord (Foto: ACE Auto Club Europa) Der ACE am Galgenberg Nord (Foto: ACE Auto Club Europa)


Auch am Rastplatz Galgenberg Nord war die Situation kritisch. Die Überbelegung lag bei 58 Prozent. Ein Lkw blockierte sogar verkehrsgefährdend den Einfahrtsbereich.

„Unsere Erhebung zeigt ganz klar, dass die vorhandenen Lkw-Stellplätze in Thüringen bei weitem nicht ausreichen“, erklärt Jörg Lorenz, ACE-Kreisvorsitzender Thüringen Nord. „Wenn Lkw mangels Platz in Ein- und Ausfahrten stehen müssen, wird das zur akuten Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer.“

Bernd Klöppel, Mitglied des ACE-Kreisvorstands, ergänzt: „Es ist nicht nur eine Frage der Verkehrssicherheit, sondern auch der Fairness gegenüber Pkw-Fahrern. Wenn Stellplätze für Pkw von Lkw blockiert werden, sorgt das für Frust und Unsicherheit. Wir brauchen dringend den Ausbau sicherer und ausreichend dimensionierter Lkw-Parkmöglichkeiten.“

Der ACE fordert deshalb, den Ausbau von Lkw-Stellflächen entlang der Thüringer Autobahnen zu beschleunigen, um sowohl die Sicherheit als auch die Planbarkeit für Berufskraftfahrer zu verbessern.
Autor: red

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Kommentare
Kobold2
29.05.2025, 18:22 Uhr
Unfairnis
gegenüber PKW Fahrern.... Immer schön das Problem in die gleiche Ecke schieben.
Während die PkW Fahrer an keinerlei Fahrzeiten gebunden sind und sich auch problemlos Alternativen suchen können, werden die wenigen Alternativen für LKW, die man zwangsläufig suchen muss, immer weiter eingegrenzt.
Erst vor Kurzem wurde wieder eine Alternative im Bereich des Erfurter Kreuzes dicht gemacht. Zur Erinnerung möchte ich hier auch nochmal auf die peinliche Entwicklung verweisen, bis es mal zu einem Autohof hier in der Region kam. Man verteilt lieber "ganz fair", Felsbrocken, Maxi- Legosteine, Baumstämme und erklärt Industriegebiete zu LKW Parkverbotszonen.
Wer hat da von der Fairness gegenüber den LKW Fahren gesprochen? Niemand, es wird nur draufgehauen. Die Einstellung wird man hier auch an den anschließenden Reaktionen sehen. Die Konsequenzen solcher " Entscheidungen " werden komplett ignoriert.
Der ACE kann auch ruhig früher kontrollieren, denn schon auf den meisten Parkplätzen ist ab 17- 17.30Uhr alles zu spät. An zahlreichen Autobahnabschnitten findet man nicht mal tagsüber einen entsprechenden Parkplatz.
Eine angemessene Pause trägt auch zur Verkehrsicherheit bei, wenn man ausgeruht in die nächste Schicht starten kann. Aber so weit wollen viele nicht denken.
Waldemar Ceckorr
29.05.2025, 22:14 Uhr
warentransport gehört auf die schiene,
nicht auf die autobahn.

der waldi
KeinKreisverkehr
30.05.2025, 07:56 Uhr
Angebot und Nachfrage
Es gibt 100 Parkplätze. Es gibt 115 LKW die diese Parkplätze nutzen "müssen".

Die Frage ist, verdient Deutschland genug an den LKW um den Bau neuer Parkplätze zu rechtfertigen? Ich würde behaupten Nein. Wenn man Parkplätze baut ist das eine indirekte Subvention von Unternehmen die die billigen Straßen in Deutschland zum Transit nutzen. Ich bezweifle jetzt einfach Mal, dass die LKW Maut kostendeckend ist sonst würden unsere Autobahnen nicht so aussehen wie sie aussehen.

Zie muss es sein Warentransporte auf die Schiene zu bringen. Das schafft man in dem man dort Geld hineinsteckt und nicht noch immer weiter Parkplätze baut so wie es auch hier an der A38 und A71 gemacht wurde. Stichwort indizierte Nachfrage.
Natürlich erreichen wir jedes Jahr die Prognosen zum LKW Verkehr, wir bauen und bauen und bauen ja um mit aller Kraft dort hin zu kommen.

Den Unternehmen muss es endlich richtig weh tun wenn ihre Mitarbeiter falsch parken "müssen". Der LKW Lenker kann da nichts dafür, da bin ich voll bei ihnen. Aber wenn wir jetzt mehr Parkplätze bauen helfen wir nicht den Mitarbeitern sondern nur den Unternehmen.

Es muss kontrolliert werden, es muss bestraft werden und es muss finanziell weh tun. Und zwar beim Arbeitgeber der LKW Fahrer.

Deutschland hat genug Parkplätze für UNSEREN Warenverkehr.
vom-Dorf
30.05.2025, 15:34 Uhr
Rollende Lager
Solange der Lkw eine rollende Lagerkapazität darstellt, die das empfangende Unternehmen einspart, wird sich an der Situation nichts ändern.

Und Kobold - sie wohnen nicht in der Nähe eines von parkenden Lkw (auch am Wochenende) frequentierten Industie-/ Gewerbegebietes. Dort gibt es nämlich keine Toiletten oder Waschmöglichkeiten, meist auch keine Mülleimer. Und ich kann nur sagen, der Hundehaufen ist meist kleiner und liegt nicht mitten auf dem Gehweg (vor allem in der dunklen Jahreszeit super).
Kobold2
30.05.2025, 16:46 Uhr
Falscher Ansatz
Den Dienstleister, für die von der Industrie geforderten Dienstleistungen zu belangen.
Die ständige Wiederholung vom Schienenmärchen habe selbst die Grünen schon lange aufgegeben . Diejenigen die jetzt immer noch danach rufen, sind dann auch diejenigen ,die über die Mehrkosten als erstes jammern, weil sie Zusammenhänge nicht erkennen wollen.
Mitte der 90er war die Bahn schon nicht in der Lage 10 Prozent des damaligen Frachtaufkommens zu übernehmen. Damals war der Güterverkehr noch kontigentiert und es gab Mindestpreise.
Das wurde alles aufgehoben, dann kam die Osterweiterung mit Produktionsauslagerungen und einem rasanten Zuwachs des Strassengüterverkehrs. Einhergehend wurde der Bedarf dafür ignoriert, obwohl auch damals schon an Parkplätzen mangelte. Ignoriert wurde damit auch weiterhin die Wertschätzung der Fahrer und deren Bedürfnisse .
Jeder Geschäft muss Parkplätze für die Kundschaft vorweisen, warum Firmen nicht auch für ihre Lieferanten? Gewerbegebiete habe ebenso Parkplätze für die Lieferanten bereit zustellen und nicht nur für Leute, die dort , meist widerrechtlich ihrer Wohnwagen,
Bootsanhänger, Imbisswagen, usw. abstellen Transporte müssen teuer werden, damit sich Produktionsauslagerungen weniger lohnen, Wege kürzer werden, kurzum, der Bedarf sollte wieder runter gefahren werden. Auch das persönliche Konsumverhalten sollte dabei überdacht werden, ebenso die Einstellung, den LKW Fahrer dafür verantwortlich zu machen , das er lediglich eine geforderte Dienstleistung erfüllt und ansonsten unsichtbar zu sein hat.
Schniedel Castro
31.05.2025, 08:14 Uhr
Wege müssen kürzer werden,
das ist der richtige Ansatz. Der kürzeste Weg ist der vom Lager in die Werkhalle, anstatt nun Parkplätze zu bauen ist es richtiger dafür ein entsprechendes Lager zu schaffen.
Und wenn jetzt der Einwand kommt, Lagerhaltung kostet Geld, richtig, Transport aber auch und es tut nicht Not jede Banane einzeln zu Aldi zu karren und noch einen LKW zu Lidl etc.!
Ich kann nachvollziehen wenn Jemand seinen Job mit Hingabe macht, aber dann muss er sich mit den Gegebenheiten abfinden oder Pizzafahrer werden, dann braucht er sich keinen Rastplatz zu suchen.


euer Schniedel Castro
Teja
31.05.2025, 20:10 Uhr
Parkplätze
Bitte alle mal dran denken,wer hier für unser Wohlergehen in Sachen Warentransport sorgt.Ohne die Trucker würden wir alt aussehen.
Verlagerung von Transporten auf die Bahn,lachhaft,
Wäre dies kapazitiv möglich,wie kommen die Waren vom Bahnhof zum Empfänger?Wieder durch LKW.Also nur eine Umverlagerung des Problemes.
Deutschland liegt nun mal mitten in Europa,da gehen eben viele Transporte durch.
Dankt lieber den Frauen und Männern,die sich diese Sklavenmaloche antun,um uns mit allem zu versorgen,was wir brauchen.
Druck auf Unternehmen oder deren Chefs wird immer nur auf das Personal abgeschoben,ist auch ganz normal,von wegen Demokratie und Freiheit,nein wir leben alle im Kapitalismus,begreift das doch endlich.
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