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Sa, 14:34 Uhr
29.03.2025
Immer mehr Thüringer sind auf Grundsicherung angewiesen

Altersarmut steigt weiter

Die Armut wächst. Das belegen heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegte Daten zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Erneut ist die Zahl der Empfänger dieser Sozialleistung gestiegen und verzeichnete Ende 2024 mit bundesweit 1,261 Millionen ein Plus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr...

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Diese Entwicklung ist auch in Hessen und Thüringen zu beobachten: Ende 2024 waren in Hessen mehr als 109.000 Menschen und damit so viele wie noch nie seit deren Einführung 2003 auf Grundsicherung angewiesen; in Thüringen stieg die Zahl zur selben Zeit auf 19.505 Personen an, auch das ein Plus gegenüber den Vorjahren. Gut die Hälfte der Beziehenden ist 65 Jahre und älter.

„Immer mehr Menschen haben im Alter so wenig Geld, dass sie zusätzliche finanzielle Unterstützung durch den Staat in Anspruch nehmen müssen“, sagt der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann. „Das ist schlimm genug, aber trotzdem nur ein Teil des Problems: Denn es gibt viele arme Rentnerinnen und Rentner, die aus Scham und Unwissen keine staatliche Unterstützung beantragen, sowie zahlreiche Menschen aus diesem Personenkreis, denen keine Grundsicherung zusteht, die aber ebenfalls kaum noch über die Runden kommen.“

Langfristig sind aus Sicht des VdK gute Arbeit und eine angemessene Entlohnung die wichtigsten Instrumente, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Deshalb fordert der Sozialverband, den Mindestlohn auf 15 Euro zu erhöhen und den Niedriglohnsektor weiter einzudämmen. Um das Rentensystem dauerhaft zu stabilisieren, spricht sich der VdK für eine einheitliche Rentenversicherung aus, in die alle – Arbeitnehmer, Selbstständige, Politiker und auch Beamte – gemeinsam einzahlen. „Die schwierige Lebenssituation vieler älterer Menschen in diesem Land wird allzu oft übersehen“, kritisiert Weimann.
Der VdK-Landesvorsitzende spricht sich auch für die geplante Ausweitung der Mütterrente aus. „Sie ist eine längst überfällige Anerkennung der jahrzehntelangen unbezahlten Sorgearbeit von mehreren Müttergenerationen. Das kommt spät, aber ist eben doch immer noch notwendig.“
Autor: red

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Kommentare
Lautaro
29.03.2025, 14:53 Uhr
Natürlich wächst die Armut !
Wenn ich mich um 5.30 Uhr mit den Menschen an der Straßenbahnhaltestelle unterhalte, stelle ich fest, dass jeder von denen (alles Arbeiter) auf einem Mindestlohnniveau seinen Lebensunterhalt bestreitet.
Wenn dann mal ALG1 oder die Rente fällig wird, werden sie feststellen, dass sie sich fragen, was sie falsch gemacht haben.
DonaldT
29.03.2025, 18:25 Uhr
Altersarmut steigt weiter
Vielleicht nützt es was, den Pass wegwerfen und sich als Einreisender ausgeben.
berlin macht neue Schulden für Unterkünfte - nicht für Einheimische.

Finde den Fehler.
Frau..
29.03.2025, 19:50 Uhr
Arbeit lohnt sich im Alter nicht
Ich gehe arbeiten.
Meine Rente wird so um die 600 sein.
Ich sollte kündigen.
diskobolos
29.03.2025, 21:28 Uhr
Wenn Sie nur 600 € Rente bekommen, hat das
persönliche Ursachen, die Sie sicherlich kennen. Die liegen dann auch kaum am Rentensystem. Selbst mit dem Mindestlohn erreicht man eine deutlich höhere Rente.
Gut zu wissen: Niedriger als Bürgergeld kann man (heute) nicht fallen. Es gibt nur wenige Länder in derWelt, die ein höheres soziales Grundniveau haben. In den allermeisten Ländern muss man sich privat um die Rente kümmern . . .
Germanicus
30.03.2025, 17:06 Uhr
3 Lösungsvorschläge - die nicht neu sind:
1. Sondervermögen „Graue Locke“ - ok Sarkasmus, ich geb’s zu
2. bedingungsloses Zusatz-Grundeinkommen für Menschen ab 35 Berufsjahre i.H.d. Aktuellen Bürgergelds ( Rente+Bürgergeld)
3. ausnahmsloses steuerfreies Rentensystem für Alle ( damit meine ich Alle)

Wie undankbar kann eine Gesellschaft sein, die Ihre Leistungsträger von gestern fallen lässt. Wer hat den Wohlstand dieses Landes aufgebaut? Nein, das war keine Letzte Generation, kein Berufspolitiker und keine - ich verkneife mir Pauschalisierungen -, es waren die jetzigen Rentner (bitte nicht mit Pensionären verwechseln).
diskobolos
31.03.2025, 09:29 Uhr
Lösungsvorschläge?
Zu 1) Tolle Idee, warum sind wir nicht schon früher darauf gekommen, einfach auf Kredit zu leben. Wir hätten uns viel Arbeit sparen können.

Zu 2) Gibt es schon: Für alle, die mindestens 35 Beitragsjahre haben und immer wenig verdient haben, gibt es einen Rentenaufschlag, Grundrente genannt. Für alle Rentner wird das nicht gehen, ist auch gar nicht nötig. Man sollte bei jedem Ausgabevorschlag auch sagen, wer das finanzieren soll.

Zu3) Schon jetzt wird mehr als ein Drittel der Renten aus Steuergeldern finanziert. Aber Sie spielen sicherlich auf die Pensionen an. Da muss ich vor Illusionen warnen: Will man keine Pensionen zahlen, muss man den Beamtenstatus abschaffen. Man dürfte dann keine NEUEN Verbeamtungen mehr machen. Für alle aktuellen Beamten würde sich aber GAR NICHTS ändern, denn die haben einen lebenslangen Vertrag mit dem Staat. Den kann der Staat nicht einfach kündigen.

Mit den Leistungsträgern ist das so eine Sache. Wer viel geleistet hat, hat i. d. R. auch gut verdient und erhält eine entsprechende Rente. Man kann das natürlich auch anders sehen, aber in erster Näherung ist es so. Und Sie haben ja ein steuerfreies, also rein beitragsfinanziertes Rentensystem gefordert.
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