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Di, 11:45 Uhr
11.03.2025
Musicalpremiere am Theater

Gefährliche Liebschaften

Ein Klassiker aus den Zeiten der französischen Revolution kommt als Musical auf die Nordhäuser Bühne. In "Gefährliche Liebschaften" geht es um Exzess, Dekadenz und den Sittenverfall unter den oberen Zehntausend am Vorabend der Revolution...

Grundlage für das 2015 für das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz entstandene Musical ist der 1782 veröffentlichte Briefroman »Gefährliche Liebschaften« von Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos.

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Das Werk sorgte am Vorabend der französischen Revolution für größtes Aufsehen, schonungsloser hätten Anstand und Moral des damaligen Adels kaum angeprangert werden können. Mit ihrem Musical schufen der Textdichter Wolfgang Adenberg und der Komponist Marc Schubring ein spannendes Stück Musiktheater mit gefühlvollen Balladen und groß angelegten Tableaus. »Gefährliche Liebschaften« erhielt beim Deutschen Musical Theater Preis 2015 fünf Auszeichnungen, darunter als bestes Musical.

Ivan Alboresi möchte mit seiner Inszenierung den Mikrokosmos einer dekadenten Gesellschaft aufzeigen und das Zynische und Verdorbene dieser bösesten Intrige in der Weltliteratur. Sinnentleert im Luxus lebend, selbstzerstörerisch und zerstörend, haben sich zwei elegante Verbrecher, die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont, ein gefährliches, abgefeimtes Spiel ausgedacht, um ihre Langeweile zu kompensieren.

Dass jeder im Umfeld von den Intrigen und den bösen Spielen des Hochadels wusste, aber niemand diese offenlegte oder gar anprangerte, ist für Alboresi ein Zeichen mehr für den Sittenverfall. Billigend wurde in Kauf genommen, dass das Leben eines jungen Menschen nur zum Amüsement und aus Rache vernichtet wurde.

Das Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning lässt Außenräume in Innenräumen lebendig werden, Tapeten, die die Natur spiegeln, schaffen immer neue Bilder, durch deren Irrgarten uns die Inszenierung führt.

Die Kostüme sind an die Epoche des ausgehenden Ancien Régime angelehnt, zeigen aber spannende Reibungspunkte durch gezielt gesetzte Kontraste.

Die Musik passt gut zu unserem Loh-Orchester Sondershausen fand Dirigent Julian Gaudiano und freut sich bereits auf dieses »unglaublich intensive und emotionale Stück«. Die Premiere findet am 28. März um 19.30 Uhr statt.
Autor: red

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