Di, 08:20 Uhr
26.09.2006
Abschied von Siegfried Dembeck
Nordhausen (nnz). Im Musical Anatevka hatte er gleich zu Beginn seiner Arbeit am Theater eine Rolle als Statist – kein Wunder, denn wer hätte anders als er einen Popen so echt darstellen können. Doch wegen dieser Statistenrolle war der jetzt 63jährige nicht am Theater Nordhausen gelandet. Es war sein Beruf als Maler.
Abschied von Siegfried Dembeck (Foto: nnz)
Im November sind es genau elf Jahre her, als der gebürtige Nordhäuser die Nachricht erhielt. Er war gerade arbeitslos und hatte kaum Hoffnung auf einen neuen Job. Doch sein Arbeitsvermittler konnte helfen: im Malsaal des Theaters wurde eine tüchtige Kraft gebraucht, eine Kollegin war in den Ruhestand gegangen. Für Siegfried Dembeck war es zunächst erst einmal eine ABM-Stelle. Nach einem Jahr wollte das Theater auf ihn nicht mehr verzichten und aus dem einen Jahr wurden elf. Elf Jahre, die Siegfried Dembeck nicht mehr missen möchte.
Wenn er von seiner Arbeit im Malsaal erzählt, kommt er ins Schwärmen. Was besseres hätte ihm nicht passieren können, erzählt er. Und er erinnert sich auch noch daran, als er mit seiner Frau zum ersten Mal dann ganz aufgeregt im Theater saß und seine eigenen Bilder auf der Bühne sah.
Für Siegfried Dembeck war es auch eine ganz andere Erfahrung, im Theater zu arbeiten. Die Arbeit unterschied sich schon von der eines normalen Malers. Für die Prospekte – darunter versteht man riesige Leinwände, überdimensionale Bilder für die Bühne – sind Kreativität gefragt, Farbverständnis, Ideen und deren künstlerische Umsetzung. In seinem Chef vom Malsaal, Carsten Stürmer, hatte er einen hervorragenden Meister, so dass es dem 63jährigen nicht schwer fiel, sich einzuarbeiten. Überhaupt seien die Kollegen insgesamt ein Top-Team. Das wird er sicher ein bisschen vermissen, wenn er in den wohlverdienten Ruhestand Ende September geht. Doch wenn mal Not am Mann im Theater ist, die Kollegen wüssten, wo sie ihn finden. Und dann ist ja auch noch die Weihnachtszeit – beim Adventskalender des Theaters hat er schon so manchmal den Weihnachtsmann vertreten.
Auch wenn er dann nicht mehr zum Team unmittelbar zählt, kämpfen will er um jeden Preis mit, das Nordthüringen sein einziges Theater auch behalten kann.
Autor: nnz
Abschied von Siegfried Dembeck (Foto: nnz)
Im November sind es genau elf Jahre her, als der gebürtige Nordhäuser die Nachricht erhielt. Er war gerade arbeitslos und hatte kaum Hoffnung auf einen neuen Job. Doch sein Arbeitsvermittler konnte helfen: im Malsaal des Theaters wurde eine tüchtige Kraft gebraucht, eine Kollegin war in den Ruhestand gegangen. Für Siegfried Dembeck war es zunächst erst einmal eine ABM-Stelle. Nach einem Jahr wollte das Theater auf ihn nicht mehr verzichten und aus dem einen Jahr wurden elf. Elf Jahre, die Siegfried Dembeck nicht mehr missen möchte.
Wenn er von seiner Arbeit im Malsaal erzählt, kommt er ins Schwärmen. Was besseres hätte ihm nicht passieren können, erzählt er. Und er erinnert sich auch noch daran, als er mit seiner Frau zum ersten Mal dann ganz aufgeregt im Theater saß und seine eigenen Bilder auf der Bühne sah.
Für Siegfried Dembeck war es auch eine ganz andere Erfahrung, im Theater zu arbeiten. Die Arbeit unterschied sich schon von der eines normalen Malers. Für die Prospekte – darunter versteht man riesige Leinwände, überdimensionale Bilder für die Bühne – sind Kreativität gefragt, Farbverständnis, Ideen und deren künstlerische Umsetzung. In seinem Chef vom Malsaal, Carsten Stürmer, hatte er einen hervorragenden Meister, so dass es dem 63jährigen nicht schwer fiel, sich einzuarbeiten. Überhaupt seien die Kollegen insgesamt ein Top-Team. Das wird er sicher ein bisschen vermissen, wenn er in den wohlverdienten Ruhestand Ende September geht. Doch wenn mal Not am Mann im Theater ist, die Kollegen wüssten, wo sie ihn finden. Und dann ist ja auch noch die Weihnachtszeit – beim Adventskalender des Theaters hat er schon so manchmal den Weihnachtsmann vertreten.
Auch wenn er dann nicht mehr zum Team unmittelbar zählt, kämpfen will er um jeden Preis mit, das Nordthüringen sein einziges Theater auch behalten kann.

