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Do, 08:27 Uhr
21.09.2006

Wieder Arbeit für die Birne

Nordhausen (nnz). Im nächsten Jahr sollen in Nordhausen weitere Wohnblöcke der beiden großen Wohnungsunternehmen der Abrissbirne zum Opfer fallen. Die nnz kennt die Standorte.


Auch im Jahr 2007 wollen die Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) und die Wohnungsbaugesellschaft eG Südharz (WBG) Wohnblöcke wegen zu hohem Leerstand abreißen. Die Stadtratsmitglieder stimmten den durch die Eigentümer vorgesehenen Abrissmaßnahmen zu. Die Verwaltung wird beauftragt, für die Rückbaumaßnahmen die erforderlichen Bewilligungsanträge zu stellen zur Förderung aus dem Bund-Länder-Programm der Thüringer Städtebauförderung Stadtumbau Ost/Rückbau.

Im Einzelnen betrifft das die SWG-Objekte: „Hinter der Alten Mühle“ mit den geraden Hausnummern 2 – 12, 18 – 46 mit 151 Wohnungen und die WBG- Wohnblöcke Johannes-Thal-Straße 2-5 mit 47 Wohnungen. Rückbaumaßnahmen stehen in Übereinstimmung mit dem Stadtentwicklungsplan zum Stadtumbau bis 2010. Mit dem Rückbau dieser Wohnblöcke hat der Stadtrat Nordhausen seit 2002 dem Abriss von insgesamt 1630 Wohnungen zugestimmt. Bisher abgeschlossen ist der Abriss von 928 Wohnungen.

Mit Beschluss des Amtsgerichtes Nordhausen ist der SWG mbH Nordhausen das gesamte Grundeigentum der Wohnungsgesellschaft Gutsweg mbH mit insgesamt 5,4 ha Fläche, u.a. mit 322 Wohnungen, 54 Garagen, einer Kleingartenanlage im Rahmen der Zwangsversteigerung zugeschlagen worden. Der Zustand der Wohnungen „Hinter der Alten Mühle“ sei äußerst desolat, heißt es in dem Beschluss. Und gesunde Wohn- und Lebensverhältnisse seien an diesem Standort nicht mehr nachweisbar.

In den insgesamt sechs Wohnblöcken, die zwischen 1965 und 1975 erbaut wurden, seien nach aktuellen Angaben der SWG noch 20 Wohnungen bewohnt. Mit den betroffenen Mietern sei seitens der SWG gesprochen worden und ihnen würden Wohnungen aus dem Unternehmensbestand mit unterschiedlichen Standards sowie Unterstützung beim Umzug angeboten. Der Abriss der Gebäude ist für 2007 vorgesehen.

Der Stadtrat hatte bereits im November 2005 dem Abriss der ersten 171 Wohnungen im Quartier zugestimmt. Deren Abriss kann nun durch den erfolgreichen Erwerb seitens der SWG mbH sowie die Inaussichtstellung der Rückbauförderung aus dem Programm 2006 des Freistaates Thüringen bis Jahresende erfolgen.

Die Wohnblöcke der Johannes-Thal-Straße 2 – 5 stehen bereits zu 30 % leer. Die verbliebenen Mieter sind vom geplanten Abriss informiert. Sie werden mit Hilfe der WBG in andere kurz vor der Modernisierungsfertigstellung stehende WBG-Objekte gelenkt. Der Freizug ist voraussichtlich bis zum Jahresende 2006 abgeschlossen. Der Abriss des 1984 errichteten 5-geschossigen Plattenbaus soll 2007 geschehen. Die Herrichtung des Areals erfolgt als Grünfläche.
Autor: nnz

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