Do, 08:28 Uhr
21.09.2006
Locken mit Geld
Nordhausen (nnz). Mehr Studenten der Nordhäuser Fachhochschule als bisher sollen ihren Erstwohnsitz in der Rolandstadt anmelden. Das spült Geld ins Stadtsäckel und soll deshalb belohnt werden.
Für Studenten der Fachhochschule Nordhausen, die ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Nordhausen haben bzw. ihn anmelden, werden die Semesterbeiträge bis zu einer Höhe von 100 Euro pro Jahr erstattet. Das beschlossen die Stadträte in ihrer gestrigen Sitzung. Diese Regelung soll vorerst ab dem Wintersemester 2006/2007 bis zum Ende des Wintersemesters 2007/2008 erfolgen. Anschließend soll der Stadtrat über das Ergebnis informiert werden und im positiven Falle die Verlängerung neu beschließen.
Die Stadt Nordhausen sei bemüht, dem Titel Hochschulstadt weiter gerecht zu werden und die im Jahr 1997 gegründete Fachhochschule Nordhausen intensiv zu unterstützen, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Derzeit seien rund 1.500 Studierende an der Fachhochschule Nordhausen eingeschrieben.
Im Zusammenhang der Vorhaltung einer notwendigen Infrastruktur für die Studierenden der Fachhochschule Nordhausen würden der Stadt Nordhausen Aufwendungen entstehen, so die Beschlussvorlage. Die entsprechenden finanziellen Zuweisungen vom Land Thüringen, wie Schlüsselzuweisungen, Auftragskostenpauschale, Investitionspauschale, seien jedoch an die Einwohnerzahlen gebunden. Dies bedeute, dass für Studenten, welche sich in der Stadt Nordhausen melderechtlich nicht oder nur mit zweitem Wohnsitz angemeldet haben, die Stadt Nordhausen keine Zuweisungen bekommt. Um diesen Anteil der Finanzeinnahmen zu erhöhen, müsse die Stadt Nordhausen bemüht sein, dass sich Studierende in der Stadt Nordhausen mit Hauptwohnsitz anmelden, begründen die Stadträte ihre Entscheidung.
Die Thüringer Städte Jena, Weimar, Erfurt und Schmalkalden führen dieses Modell bereits durch. In anderen Städten habe man die Einführung einer Nebenwohnsitzsteuer umgesetzt, um den Anteil der mit Hauptwohnsitz gemeldeten Bürger zu erhöhen. In der Stadt Nordhausen soll allerdings auf die Umsetzung einer Nebenwohnsitzsteuer vorerst verzichtet werden, sofern sich die Regelung mit der Erstattung der Semestergebühren als gleichwertiges und in diesem Fall positiveres Mittel abzeichnet, so die Stadträte.
Autor: nnzFür Studenten der Fachhochschule Nordhausen, die ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Nordhausen haben bzw. ihn anmelden, werden die Semesterbeiträge bis zu einer Höhe von 100 Euro pro Jahr erstattet. Das beschlossen die Stadträte in ihrer gestrigen Sitzung. Diese Regelung soll vorerst ab dem Wintersemester 2006/2007 bis zum Ende des Wintersemesters 2007/2008 erfolgen. Anschließend soll der Stadtrat über das Ergebnis informiert werden und im positiven Falle die Verlängerung neu beschließen.
Die Stadt Nordhausen sei bemüht, dem Titel Hochschulstadt weiter gerecht zu werden und die im Jahr 1997 gegründete Fachhochschule Nordhausen intensiv zu unterstützen, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Derzeit seien rund 1.500 Studierende an der Fachhochschule Nordhausen eingeschrieben.
Im Zusammenhang der Vorhaltung einer notwendigen Infrastruktur für die Studierenden der Fachhochschule Nordhausen würden der Stadt Nordhausen Aufwendungen entstehen, so die Beschlussvorlage. Die entsprechenden finanziellen Zuweisungen vom Land Thüringen, wie Schlüsselzuweisungen, Auftragskostenpauschale, Investitionspauschale, seien jedoch an die Einwohnerzahlen gebunden. Dies bedeute, dass für Studenten, welche sich in der Stadt Nordhausen melderechtlich nicht oder nur mit zweitem Wohnsitz angemeldet haben, die Stadt Nordhausen keine Zuweisungen bekommt. Um diesen Anteil der Finanzeinnahmen zu erhöhen, müsse die Stadt Nordhausen bemüht sein, dass sich Studierende in der Stadt Nordhausen mit Hauptwohnsitz anmelden, begründen die Stadträte ihre Entscheidung.
Die Thüringer Städte Jena, Weimar, Erfurt und Schmalkalden führen dieses Modell bereits durch. In anderen Städten habe man die Einführung einer Nebenwohnsitzsteuer umgesetzt, um den Anteil der mit Hauptwohnsitz gemeldeten Bürger zu erhöhen. In der Stadt Nordhausen soll allerdings auf die Umsetzung einer Nebenwohnsitzsteuer vorerst verzichtet werden, sofern sich die Regelung mit der Erstattung der Semestergebühren als gleichwertiges und in diesem Fall positiveres Mittel abzeichnet, so die Stadträte.


