Sa, 09:32 Uhr
22.12.2001
nnz-Rückspiegel: 22. Dezember 2000
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Kreistagsausschuß: Aussiedlerheim sollte an gemeinnützigen Träger vergeben werden
Die PDS-Fraktion des Kreistages kann die Verfahrensweise zur Vergabe des Aussiedlerheim am Hüpedenweg nicht mehr nachvollziehen, da es seitens des Sozial- und Gesundheitsausschusses, dessen Vorsitzende Loni Grünwald ist, und auch vom PDS-Mitglied der Vergabekommission die Empfehlung an die Verwaltung gab, dass das Heim an einen gemeinnützigen Träger vergeben werden soll. Gerade in den letzten Tagen machten die Träger der Freien Wohlfahrtspflege des Landkreises mit den Betrachtungen zu ihrer Leistungsfähigkeit deutlich, welch wichtiger Bestandteil sie für den Landkreis sind. Es geht bei der Vergabe des Heimes um Menschen, die sich in unserem Land und unserer Stadt integrieren wollen und dazu sind gerade am Hüpedenweg alle Bedingungen gegeben, so die demokratischen Sozialisten. Wenn auch der Landkreis einige Tausend Mark aufbringen muß, da der bisherige Betreiber nicht das kostengünstigste Angebot unterbreitet hat, muß immer im Interesse der Menschen entschieden werden und das konnten offensichtlich ein Teil der Vergabekommissionsmitglieder nicht, heißt es in einer Pressemitteilung der PDS-Kreistagsfraktion. Welche weiterreichenden Projekte der bisherige Betreiber für die Spätaussiedler noch durchführt und welche Aktivitäten entwickelt wurden und werden, all das sei überhaupt nicht diskutiert und berücksichtigt worden. Aber viele Dinge könne man nur im Zusammenhang sehen. Hier entscheide aber nur das Geld.
Wie wird das weitergehen? Da die bisherigen Träger wissen, zu welchen Kostensätzen sie die Einrichtungen nur betreiben können, werden unsere Träger des Landkreises dann immer das Nachsehen haben und die guten Ergebnisse, die sie auf dem sozialem Gebiet erreicht haben, spielen keine Rolle mehr. Wir erwarten von des Verwaltung des Landratsamtes eine Entscheidung bezüglich der Vergaben der Asyl- und Aussiedlerheime im Landkreis und dies immer im Interesse deren Bewohner, so die PDS abschließend.
KMG übernimmt ab Januar Neanderklinik
Die Neanderklinik Ilfeld wird mit Beginn des neuen Jahres von der Klinik Management Gesellschaft (KMG) übernommen. Unter der neuen Regie werden sich die Klinik vor allem der Seniorenpflege und der Rehabilitation zuwenden. Hierzu stehen 110 bzw. 70 Plätze am Südharz zur Verfügung. Weiterhin sollen der Pflegebereich und die ambulante Physiotherapie ausgebaut werden. Momentan sind in der Neanderklinik rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Durch den im Thüringer Krankenhausplan festgeschriebenen Wegfall der Akutbetten habe die Auslastung der Klinik in den zurückliegenden Monaten starke Defizite aufgewiesen. Die Klinikleitung hatte deshalb versucht, Kooperationsbeziehungen mit dem Südharz-Krankenhaus abzuschließen. Durch die Übernahme könne die Klinik nun von einer starken Gesellschaft profitieren. So sollen Aktupatienten aus KMG-Kliniken künftig zur Rehabilitation in den Südharz geschickt werden.
nnz-Nachtrag: Die Übernahme der Neanderklinik scheiterte, die Ilfelder Einrichtung ist selbständig geblieben.
Dr. Kornmann im Landratsamt nach zehn Jahren verabschiedet
Nach zehn Jahren Tätigkeit als Dezernent in der Kreisverwaltung ist Dr. Dieter Kornmann gestern von Landrat Joachim Claus (CDU) verabschiedet worden. Claus dankte ihm für seine Arbeit und für sein Engagement in einer Zeit, die von vielen Umbrüchen gekennzeichnet war. In der ersten Legislaturperiode war das FDP-Mitglied für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Jugend sowie Veterinär. Und Lebensmittelüberwachung verantwortlich. In den folgenden Jahren kamen die Bereiche Schule, Sport und Kultur hinzu. Sein Aufgabenbereich umfaßte auch die Kreismusikschule, die Kreisvolkshochschule und die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Kornmanns letzter Arbeitstag ist der 29. Dezember 2000.
Landespolitik hinterläßt Finanzloch in Sollstedter Gemeindekasse
Die Vereine der Gemeinde Sollstedt erhalten im kommenden Jahr Zuschüsse in Höhe von 30.000 Mark. Diese Empfehlung soll Bürgermeister Jürgen Hohberg dem Haupt- und Finanzausschuß des Gemeinderate Anfang 2001 unterbreiten. Während der Gemeinderatssitzung informierte Hohberg sowohl über die Auswirkungen des novellierten Kindertagesstättengesetztes als auch über den beschlossenen Landhaushalt und die daraus abzuleitenden Konsequenzen für die Gemeinde Sollstedt. Schon jetzt steht fest, daß es durch die geringeren Zuschüsse bei der Finanzierungen der Kindertagesstätten einen Fehlbetrag im kommenden Haushalt geben werde. Über Varianten eines Ausgleichs soll in der nächsten Gemeinderatssitzung beraten werden, so Hohberg gegenüber nnz.
Autor: nnzKreistagsausschuß: Aussiedlerheim sollte an gemeinnützigen Träger vergeben werden
Die PDS-Fraktion des Kreistages kann die Verfahrensweise zur Vergabe des Aussiedlerheim am Hüpedenweg nicht mehr nachvollziehen, da es seitens des Sozial- und Gesundheitsausschusses, dessen Vorsitzende Loni Grünwald ist, und auch vom PDS-Mitglied der Vergabekommission die Empfehlung an die Verwaltung gab, dass das Heim an einen gemeinnützigen Träger vergeben werden soll. Gerade in den letzten Tagen machten die Träger der Freien Wohlfahrtspflege des Landkreises mit den Betrachtungen zu ihrer Leistungsfähigkeit deutlich, welch wichtiger Bestandteil sie für den Landkreis sind. Es geht bei der Vergabe des Heimes um Menschen, die sich in unserem Land und unserer Stadt integrieren wollen und dazu sind gerade am Hüpedenweg alle Bedingungen gegeben, so die demokratischen Sozialisten. Wenn auch der Landkreis einige Tausend Mark aufbringen muß, da der bisherige Betreiber nicht das kostengünstigste Angebot unterbreitet hat, muß immer im Interesse der Menschen entschieden werden und das konnten offensichtlich ein Teil der Vergabekommissionsmitglieder nicht, heißt es in einer Pressemitteilung der PDS-Kreistagsfraktion. Welche weiterreichenden Projekte der bisherige Betreiber für die Spätaussiedler noch durchführt und welche Aktivitäten entwickelt wurden und werden, all das sei überhaupt nicht diskutiert und berücksichtigt worden. Aber viele Dinge könne man nur im Zusammenhang sehen. Hier entscheide aber nur das Geld.
Wie wird das weitergehen? Da die bisherigen Träger wissen, zu welchen Kostensätzen sie die Einrichtungen nur betreiben können, werden unsere Träger des Landkreises dann immer das Nachsehen haben und die guten Ergebnisse, die sie auf dem sozialem Gebiet erreicht haben, spielen keine Rolle mehr. Wir erwarten von des Verwaltung des Landratsamtes eine Entscheidung bezüglich der Vergaben der Asyl- und Aussiedlerheime im Landkreis und dies immer im Interesse deren Bewohner, so die PDS abschließend.
KMG übernimmt ab Januar Neanderklinik
Die Neanderklinik Ilfeld wird mit Beginn des neuen Jahres von der Klinik Management Gesellschaft (KMG) übernommen. Unter der neuen Regie werden sich die Klinik vor allem der Seniorenpflege und der Rehabilitation zuwenden. Hierzu stehen 110 bzw. 70 Plätze am Südharz zur Verfügung. Weiterhin sollen der Pflegebereich und die ambulante Physiotherapie ausgebaut werden. Momentan sind in der Neanderklinik rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Durch den im Thüringer Krankenhausplan festgeschriebenen Wegfall der Akutbetten habe die Auslastung der Klinik in den zurückliegenden Monaten starke Defizite aufgewiesen. Die Klinikleitung hatte deshalb versucht, Kooperationsbeziehungen mit dem Südharz-Krankenhaus abzuschließen. Durch die Übernahme könne die Klinik nun von einer starken Gesellschaft profitieren. So sollen Aktupatienten aus KMG-Kliniken künftig zur Rehabilitation in den Südharz geschickt werden.
nnz-Nachtrag: Die Übernahme der Neanderklinik scheiterte, die Ilfelder Einrichtung ist selbständig geblieben.
Dr. Kornmann im Landratsamt nach zehn Jahren verabschiedet
Nach zehn Jahren Tätigkeit als Dezernent in der Kreisverwaltung ist Dr. Dieter Kornmann gestern von Landrat Joachim Claus (CDU) verabschiedet worden. Claus dankte ihm für seine Arbeit und für sein Engagement in einer Zeit, die von vielen Umbrüchen gekennzeichnet war. In der ersten Legislaturperiode war das FDP-Mitglied für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Jugend sowie Veterinär. Und Lebensmittelüberwachung verantwortlich. In den folgenden Jahren kamen die Bereiche Schule, Sport und Kultur hinzu. Sein Aufgabenbereich umfaßte auch die Kreismusikschule, die Kreisvolkshochschule und die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Kornmanns letzter Arbeitstag ist der 29. Dezember 2000.
Landespolitik hinterläßt Finanzloch in Sollstedter Gemeindekasse
Die Vereine der Gemeinde Sollstedt erhalten im kommenden Jahr Zuschüsse in Höhe von 30.000 Mark. Diese Empfehlung soll Bürgermeister Jürgen Hohberg dem Haupt- und Finanzausschuß des Gemeinderate Anfang 2001 unterbreiten. Während der Gemeinderatssitzung informierte Hohberg sowohl über die Auswirkungen des novellierten Kindertagesstättengesetztes als auch über den beschlossenen Landhaushalt und die daraus abzuleitenden Konsequenzen für die Gemeinde Sollstedt. Schon jetzt steht fest, daß es durch die geringeren Zuschüsse bei der Finanzierungen der Kindertagesstätten einen Fehlbetrag im kommenden Haushalt geben werde. Über Varianten eines Ausgleichs soll in der nächsten Gemeinderatssitzung beraten werden, so Hohberg gegenüber nnz.

