Di, 17:10 Uhr
22.08.2006
Überdacht befördert
Nordhausen (nnz). Der Landkreis Nordhausen umfasst flächenmäßig 711 Quadratkilometer von Sophienhof im Norden bis Hainrode im Süden und von Kleinbodungen im westlichen Kreisteil bis nach Görsbach an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Für die Beförderung im Stadt- und Kreisgebiet sind die Verkehrsbetriebe und die von ihr beauftragten Unternehmen mit Bussen und Straßenbahnen zuständig. Und die haben jetzt eine Bilanz des ersten Hlbjahres gezogen.
Das Streckennetz ist im Regionalverkehr 580 km lang, im Stadtgebiet von Nordhausen beträgt es für den Stadtverkehr Bus 83km und im Straßenbahnverkehr 18,1 km (einschließlich der Linie 10 nach Ilfeld). Anhand der verkauften Fahrscheine ist das Unternehmen immer über die Anzahl der beförderten Fahrgäste auf dem aktuellen Stand. Bedenkt man bei der Einwohnerzahl von rund 94.000 Bürgern im Landkreis den hohen Anteil von Kfz-Nutzern, so kann das Verkehrsunternehmen mit knapp 2,2 Mio. beförderten Fahrgästen im 1. Halbjahr 2006 sicherlich zufrieden sein.
Damit blieb die Anzahl der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs nahezu konstant im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2005. Ein Anstieg der Beförderungszahlen ist in jedem Fall aber möglich und wünschenswert, so Marc-Andreas Heinisch, Betriebsleiter Bus. Interessant zeigt sich auch die Aufsplittung auf die einzelnen Verkehrsbereiche. So macht der Beförderungsanteil im Regionalbusverkehr durchschnittlich 45 % aus; beim städtischen Verkehr hat die Straßenbahn mit 45 % der beförderten Fahrgäste gegenüber dem Stadtbus (10 %) klar die Nase vorn.
Die Zahl der verkauften Schülerferientickets, das für 17 Euro 6 Wochen freie Fahrt ermöglicht, ist im 2. Jahr der DB-Aktion auf bisher 112 verkaufte Tickets angestiegen. Einen Wermutstropfen stellt die doch hohe Anzahl von Schwarzfahrern dar. Bei den im vergangenen Monat an neun Tagen stichprobenartig durchgeführten Kontrollen wurden im Schnitt jeden Tag 22 Bürger ohne Fahrausweis ertappt. Diese Gelder fehlen letztlich dem Unternehmen. Das verhängte erhöhte Beförderungsentgelt wird in der Regel jedoch recht zügig bezahlt – auch dank der angebotenen Ratenzahlung.
Bei der kürzlich im Internet durchgeführten nnz-Umfrage Was macht für Sie Nordhausen aus? stellten immhin 15,6 % der Beteiligten fest, dass sie Nordhausen vorwiegend mit dem Begriff Straßenbahn verbinden. Als es dann in einer weiteren Umfrag um Einsparmöglichkeiten bei städtischen Zuschüssen ging, votierten nur 8,8 % der abgegebenen Stimmen für eine Einsparung im Bereich Bus und Straßenbahn.
Was wäre unsere Stadt auch, ohne die fahrende Bimmel und die Busse? Es gibt auch Bürger ohne Auto, ohne Führerschein, ohne freundlichen Nachbarn und solche, die sich trotz Pkw gern fahren lassen. Was die Busse und Bahnen nicht bieten können, ist an Sommertagen die Open-Air-Beförderung. Aber zumindest gedanklich könnte man sich auch die Fahrt in einem Combino Cabrio vorstellen...
Autor: nnzDas Streckennetz ist im Regionalverkehr 580 km lang, im Stadtgebiet von Nordhausen beträgt es für den Stadtverkehr Bus 83km und im Straßenbahnverkehr 18,1 km (einschließlich der Linie 10 nach Ilfeld). Anhand der verkauften Fahrscheine ist das Unternehmen immer über die Anzahl der beförderten Fahrgäste auf dem aktuellen Stand. Bedenkt man bei der Einwohnerzahl von rund 94.000 Bürgern im Landkreis den hohen Anteil von Kfz-Nutzern, so kann das Verkehrsunternehmen mit knapp 2,2 Mio. beförderten Fahrgästen im 1. Halbjahr 2006 sicherlich zufrieden sein.
Damit blieb die Anzahl der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs nahezu konstant im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2005. Ein Anstieg der Beförderungszahlen ist in jedem Fall aber möglich und wünschenswert, so Marc-Andreas Heinisch, Betriebsleiter Bus. Interessant zeigt sich auch die Aufsplittung auf die einzelnen Verkehrsbereiche. So macht der Beförderungsanteil im Regionalbusverkehr durchschnittlich 45 % aus; beim städtischen Verkehr hat die Straßenbahn mit 45 % der beförderten Fahrgäste gegenüber dem Stadtbus (10 %) klar die Nase vorn.
Die Zahl der verkauften Schülerferientickets, das für 17 Euro 6 Wochen freie Fahrt ermöglicht, ist im 2. Jahr der DB-Aktion auf bisher 112 verkaufte Tickets angestiegen. Einen Wermutstropfen stellt die doch hohe Anzahl von Schwarzfahrern dar. Bei den im vergangenen Monat an neun Tagen stichprobenartig durchgeführten Kontrollen wurden im Schnitt jeden Tag 22 Bürger ohne Fahrausweis ertappt. Diese Gelder fehlen letztlich dem Unternehmen. Das verhängte erhöhte Beförderungsentgelt wird in der Regel jedoch recht zügig bezahlt – auch dank der angebotenen Ratenzahlung.
Bei der kürzlich im Internet durchgeführten nnz-Umfrage Was macht für Sie Nordhausen aus? stellten immhin 15,6 % der Beteiligten fest, dass sie Nordhausen vorwiegend mit dem Begriff Straßenbahn verbinden. Als es dann in einer weiteren Umfrag um Einsparmöglichkeiten bei städtischen Zuschüssen ging, votierten nur 8,8 % der abgegebenen Stimmen für eine Einsparung im Bereich Bus und Straßenbahn.
Was wäre unsere Stadt auch, ohne die fahrende Bimmel und die Busse? Es gibt auch Bürger ohne Auto, ohne Führerschein, ohne freundlichen Nachbarn und solche, die sich trotz Pkw gern fahren lassen. Was die Busse und Bahnen nicht bieten können, ist an Sommertagen die Open-Air-Beförderung. Aber zumindest gedanklich könnte man sich auch die Fahrt in einem Combino Cabrio vorstellen...

