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Fr, 10:36 Uhr
04.08.2006

Kamel durchs Nadelöhr im AKS

Nordhausen (nnz). Es passiert nicht oft, dass mitten im Sommerloch richtige Sensationen bekanntgegeben werden. Aber hier können Sie von einer absoluten Sensation lesen - und Weltpremiere.

Nordthüringen gegen Erfurt
Sensationelles Fußballspiel in Nordhausen


Nach der Wende war die Gründung der ersten Theater-GmbH zwischen dem Theater Nordhausen und dem Loh-Orchester Sondershausen richtungsweisend für eine vernünftige Thüringer Theaterpolitik. Genützt hat dieses vorbildliche Handeln den Nordthüringern beim letzten Streichkonzert der Landesregierung nicht. Dem Haus sollen 3,5 Mio Euro jährlich gestrichen werden.

Eine fußballerische Fusion zwischen den Erzrivalen Wacker Nordhausen und Eintracht Sondershausen schien dagegen bis heute undenkbar. Zu emotional und lokalpatriotisch sind die Fans, zu angestrengt die Bemühungen beider Vereine, den anderen im Derby unbedingt zu besiegen. Prestige und Stolz, Tradition und Kampf um die Vormacht prägten bisher die rassigen Spiele gegeneinander.
Am 23. August um 18.00 Uhr wird alles anders. Im Nordhäuser Albert-Kuntz-Sportpark wird das Regionalligateam des FC Rot-Weiß Erfurt auflaufen und sich einer vereinten Streitmacht aus Nordhäuser und Sondershäuser Fußballern stellen. Was im Südharz niemals für möglich gehalten wurde, aus Solidarität mit dem gemeinsamen Theaterbetrieb wird es für neunzig Minuten Realität. Die Idee der Wacker-Vereinsführung wurde in den beiden Städten von Politikern, Sportlern und Künstlern begeistert aufgenommen. Rot-Weiß Erfurts Manager Stefan Beutel fand die Idee so interessant, dass er spontan vier mögliche Termine benannte, an denen der Kick stattfinden könnte.

Ziel des Spieles ist es, alle Theaterbegeisterten mit den Fußballbegeisterten zu vereinen und in einer friedlichen und sportlichen Atmosphäre klar zu machen, dass die ganze Region gemeinsam gegen den extremen Subventionsabbau der Landesregierung Stellung bezieht.
Der Eintrittspreis hat einen symbolischen Charakter und beträgt 3,5 Euro (Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt). 3, 5 Mio. Euro will das Land jährlich streichen und 3,66 Euro betrüge dann die Pro-Kopf-Kulturzuweisung für die Thüringer Nordprovinzen. Der Reinerlös der Abendkasse kommt dem Spendentopf des Theaters zu gute, aus dem die Kampagne gegen die Kürzungen finanziert werden sollen.

„Das Theater hat in den letzten Jahren fest zu uns gestanden“, sagte Wacker-Vorstand Arndt Forberger, „da wird es Zeit, dass wir in so einer Krisensituation deutlich Flagge zeigen.“ Die Veranstalter hoffen auf mehr als 2.000 Zuschauer, schließlich ist der FC Rot-Weiß Erfurt im ganzen Bundesland ein Zugpferd. Die Sensation des Abends aber wird die gemischte Mannschaft aus den Thüringenligisten Wacker und Eintracht. Die Trainer Uwe Etzrodt und Olaf Glage haben in der Vorbereitung den schwersten Job. Sie müssen entscheiden, welcher ihrer Spieler ins Auswahlteam darf.
Autor: osch

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