Sa, 14:58 Uhr
29.07.2006
Richtig Trinken
Nordhausen (nnz). Etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit verliert jeder Mensch am Tag - bei heißen Temperaturen oder Sport kann es sogar noch mehr sein. Diese Verluste müssen ersetzt werden, sonst leidet das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit sinkt. Doch wie viel Flüssigkeit ist genug? Und was ist am besten zum Durstlöschen geeignet: Mineralwasser, Tee, Fruchtsaft, Bier oder doch der Kaffee?
Zwei Liter pro TagDer Mensch besteht überwiegend aus Wasser. Bei Säuglingen beträgt der Wasseranteil rund 70 Prozent, bei Erwachsenen 50 bis 55 Prozent. Etwa fünf Prozent davon verliert jeder täglich - vor allem durch Urin und Schweiß. Für einen Erwachsenen sind das zwei bis drei Liter Flüssigkeitsverlust, bei viel Bewegung, Hitze oder Durchfall sogar mehr. Die Verluste müssen ersetzt werden. Wer zu wenig trinkt, wird meist müde und schlapp. Kopfschmerzen können die Folge sein. Zudem sinkt die Leistungsfähigkeit. Ein bisschen Flüssigkeit produziert der Körper übrigens selbst: Rund 300 Milliliter liefert er als Oxidationswasser, das beim Abbau von Nährstoffen entsteht. Das Essen selbst bringt etwa einen Liter Wasser an Bord. Bleiben anderthalb bis zwei Liter, die ein Erwachsener im Normalfall noch braucht (nur für kleinere Menschen reicht weniger). Dabei kommt es aber auch darauf an, welche Lebensmittel gegessen werden. Obst und Gemüse wie Melone, Gurke oder Orange, bestehen überwiegend aus Wasser – das zählt auch in der Flüssigkeitsbilanz.
Durstgefühl nicht immer verlässlich
Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn der Körper schon viel Flüssigkeit verloren hat. Aber es ist nicht immer verlässlich. Gerade älteren Menschen sollten auch dann trinken, wenn sie noch keinen Durst verspüren. Das gilt auch bei körperlicher Belastung oder bei Hitze, wenn besonders viel Flüssigkeit wichtig ist. Tipp: Trinken Sie also zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch. Im Normalfall reichen anderthalb bis zwei Liter pro Tag. Beim Sport ist es richtig, den Tank vorher zu füllen. Wenn Sie etwa einen Marathon planen, müssen Sie schon am Vortag die Wasserspeicher füllen und reichlich trinken. Direkt vor dem Lauf reicht dann oft schon ein halber Liter. Später sind etwa alle 20 bis 40 Minuten Trinkpausen fällig.
Auch zu viel möglich
Viel Trinken ist wichtig. Doch bei bestimmten Erkrankungen wie Herz- und Nierenleiden muss der Arzt die Flüssigkeitszufuhr bestimmen. Auch von Marathonläufern sind Überwässerungsprobleme bekannt: Die Läufer hatten überreichlich pures Wasser getrunken und daher - relativ gesehen - zu wenig Salz im Körper. Im Extremfall kann das sogar zum Tod führen. Kinderärzte kennen Überwässerung auch bei Babys, wenn diese über längere Zeit zum Beispiel einen Liter Flüssigkeit pro Tag zusätzlich bekommen. Das kann etwa passieren, wenn sie im Übermaß stark verdünnte Flaschennahrung trinken, weil sie sonst nicht satt werden. Aber keine Angst: Diese Fälle sind extrem selten.
Kaffee und Tee zählt
Das Koffein in Kaffee, schwarzem und grünem Tee wirkt akut entwässernd und entzieht dem Körper bei hoher Dosis auch Salz. Aber darauf stellt sich der Körper bei jedem, der Koffein gewohnt ist, ein. Die Wasser- und Salzbilanz im Körper stimmt dann bald wieder. Daher ist es nicht zwingend notwendig, ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken. Tipp: Früchte- und Kräutertee enthält kein Koffein. Wenn Sie bei heißen Temperaturen warmen Tee trinken, kühlen Sie möglicherweise durch das einsetzende leichte Schwitzen sogar ein wenig ab. Trinken Sie aber immer langsam und in kleinen Schlucken.
Trinken und AbnehmenEine ausreichend hohe Flüssigkeitsmenge ist wichtig für Stoffwechsel und Wohlbefinden. Das hilft beim Abnehmen - allerdings nur bei kalorienarmen Getränken wie Wasser oder Kräutertee. Viele verspüren auch weniger Hunger, wenn sie viel trinken – schließlich wird der Magen so immer wieder kurzfristig gefüllt. Tipp: Wenn Sie weniger essen, müssen Sie generell mehr trinken, damit die Nieren die unerwünschten Stoffwechselendprodukte wie üblich ausspülen können. Grund: Es fehlt ein Teil des Wassers, das Sie mit dem Essen zu sich nehmen. Meiden Sie beim Abspecken Alkoholisches. Denn der Körper verbrennt vorrangig Alkohol, bevor er sich ans Fett macht. Zudem regt Alkohol den Appetit an.
Kalorien in Getränken
Viele Durstlöscher sind Dickmacher. Wer einen Liter Cola trinkt, nimmt etwa 450 Kilokalorien zu sich. Das entspricht bereits einem Fünftel an Kilokalorien, die eine Frau pro Tag im Durchschnitt mit Nahrung und Trinken aufnehmen sollte. Ähnliche Zahlen gelten für Orangen- oder Apfelsaft. Die Kalorien bringt der Zucker, egal ob Frucht- oder Haushaltszucker. Süße, zuckerhaltige Getränke löschen den Durst auch nicht so gut. Tipp: Mixen Sie Fruchtsaft lieber mit Mineralwasser. Mit diesen Saftschorlen können Sie die Kalorien immerhin halbieren oder dritteln. Doch Vorsicht: Fertige Fruchtsaftgetränke enthalten zwar mehr Wasser als reiner Saft, dafür aber auch reichlich Zucker. Die Kalorienbilanz ist da nicht besser als für Limonade oder reinen Saft.
Wenig Alkohol
Ein Pils hat etwa so viele Kalorien wie Cola: rund 45 pro 100 Milliliter. Noch dicker kommts bei Rot- und Weißwein: rund 70 Kilokalorien. Diätbier ist übrigens nicht zum Abspecken gedacht. Es hat oft nicht weniger Kalorien als normales Bier, günstiger ist aber alkoholfreies. Alkohol macht aber nicht nur dick: Bei Hitze ist er für den Kreislauf eine zusätzliche Belastung.
Autor: nnzZwei Liter pro TagDer Mensch besteht überwiegend aus Wasser. Bei Säuglingen beträgt der Wasseranteil rund 70 Prozent, bei Erwachsenen 50 bis 55 Prozent. Etwa fünf Prozent davon verliert jeder täglich - vor allem durch Urin und Schweiß. Für einen Erwachsenen sind das zwei bis drei Liter Flüssigkeitsverlust, bei viel Bewegung, Hitze oder Durchfall sogar mehr. Die Verluste müssen ersetzt werden. Wer zu wenig trinkt, wird meist müde und schlapp. Kopfschmerzen können die Folge sein. Zudem sinkt die Leistungsfähigkeit. Ein bisschen Flüssigkeit produziert der Körper übrigens selbst: Rund 300 Milliliter liefert er als Oxidationswasser, das beim Abbau von Nährstoffen entsteht. Das Essen selbst bringt etwa einen Liter Wasser an Bord. Bleiben anderthalb bis zwei Liter, die ein Erwachsener im Normalfall noch braucht (nur für kleinere Menschen reicht weniger). Dabei kommt es aber auch darauf an, welche Lebensmittel gegessen werden. Obst und Gemüse wie Melone, Gurke oder Orange, bestehen überwiegend aus Wasser – das zählt auch in der Flüssigkeitsbilanz.
Durstgefühl nicht immer verlässlich
Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn der Körper schon viel Flüssigkeit verloren hat. Aber es ist nicht immer verlässlich. Gerade älteren Menschen sollten auch dann trinken, wenn sie noch keinen Durst verspüren. Das gilt auch bei körperlicher Belastung oder bei Hitze, wenn besonders viel Flüssigkeit wichtig ist. Tipp: Trinken Sie also zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch. Im Normalfall reichen anderthalb bis zwei Liter pro Tag. Beim Sport ist es richtig, den Tank vorher zu füllen. Wenn Sie etwa einen Marathon planen, müssen Sie schon am Vortag die Wasserspeicher füllen und reichlich trinken. Direkt vor dem Lauf reicht dann oft schon ein halber Liter. Später sind etwa alle 20 bis 40 Minuten Trinkpausen fällig.
Auch zu viel möglich
Viel Trinken ist wichtig. Doch bei bestimmten Erkrankungen wie Herz- und Nierenleiden muss der Arzt die Flüssigkeitszufuhr bestimmen. Auch von Marathonläufern sind Überwässerungsprobleme bekannt: Die Läufer hatten überreichlich pures Wasser getrunken und daher - relativ gesehen - zu wenig Salz im Körper. Im Extremfall kann das sogar zum Tod führen. Kinderärzte kennen Überwässerung auch bei Babys, wenn diese über längere Zeit zum Beispiel einen Liter Flüssigkeit pro Tag zusätzlich bekommen. Das kann etwa passieren, wenn sie im Übermaß stark verdünnte Flaschennahrung trinken, weil sie sonst nicht satt werden. Aber keine Angst: Diese Fälle sind extrem selten.
Kaffee und Tee zählt
Das Koffein in Kaffee, schwarzem und grünem Tee wirkt akut entwässernd und entzieht dem Körper bei hoher Dosis auch Salz. Aber darauf stellt sich der Körper bei jedem, der Koffein gewohnt ist, ein. Die Wasser- und Salzbilanz im Körper stimmt dann bald wieder. Daher ist es nicht zwingend notwendig, ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken. Tipp: Früchte- und Kräutertee enthält kein Koffein. Wenn Sie bei heißen Temperaturen warmen Tee trinken, kühlen Sie möglicherweise durch das einsetzende leichte Schwitzen sogar ein wenig ab. Trinken Sie aber immer langsam und in kleinen Schlucken.
Trinken und AbnehmenEine ausreichend hohe Flüssigkeitsmenge ist wichtig für Stoffwechsel und Wohlbefinden. Das hilft beim Abnehmen - allerdings nur bei kalorienarmen Getränken wie Wasser oder Kräutertee. Viele verspüren auch weniger Hunger, wenn sie viel trinken – schließlich wird der Magen so immer wieder kurzfristig gefüllt. Tipp: Wenn Sie weniger essen, müssen Sie generell mehr trinken, damit die Nieren die unerwünschten Stoffwechselendprodukte wie üblich ausspülen können. Grund: Es fehlt ein Teil des Wassers, das Sie mit dem Essen zu sich nehmen. Meiden Sie beim Abspecken Alkoholisches. Denn der Körper verbrennt vorrangig Alkohol, bevor er sich ans Fett macht. Zudem regt Alkohol den Appetit an.
Kalorien in Getränken
Viele Durstlöscher sind Dickmacher. Wer einen Liter Cola trinkt, nimmt etwa 450 Kilokalorien zu sich. Das entspricht bereits einem Fünftel an Kilokalorien, die eine Frau pro Tag im Durchschnitt mit Nahrung und Trinken aufnehmen sollte. Ähnliche Zahlen gelten für Orangen- oder Apfelsaft. Die Kalorien bringt der Zucker, egal ob Frucht- oder Haushaltszucker. Süße, zuckerhaltige Getränke löschen den Durst auch nicht so gut. Tipp: Mixen Sie Fruchtsaft lieber mit Mineralwasser. Mit diesen Saftschorlen können Sie die Kalorien immerhin halbieren oder dritteln. Doch Vorsicht: Fertige Fruchtsaftgetränke enthalten zwar mehr Wasser als reiner Saft, dafür aber auch reichlich Zucker. Die Kalorienbilanz ist da nicht besser als für Limonade oder reinen Saft.
Wenig Alkohol
Ein Pils hat etwa so viele Kalorien wie Cola: rund 45 pro 100 Milliliter. Noch dicker kommts bei Rot- und Weißwein: rund 70 Kilokalorien. Diätbier ist übrigens nicht zum Abspecken gedacht. Es hat oft nicht weniger Kalorien als normales Bier, günstiger ist aber alkoholfreies. Alkohol macht aber nicht nur dick: Bei Hitze ist er für den Kreislauf eine zusätzliche Belastung.

