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So, 18:53 Uhr
17.03.2024
Übergeben

Musikalische Solidarität

Die Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis Nordhausen für die Opfer des weihnachtlichen Hochwassers in Windehausen ist immer noch hoch. Das zeigte sich an diesem Wochenende in Neustadt...

Frank Pojtinger war sichtlich ergriffen von dem Ergebnis der Spendensammlungen. (Foto: nnz) Frank Pojtinger war sichtlich ergriffen von dem Ergebnis der Spendensammlungen. (Foto: nnz)
Dort hatte der Chef des Ratskellers, Frank Pojtinger, eine Idee. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war das Konzert des Deep-Purple-Drummers Ian Paice am Freitagabend im großen Festzelt zwischen Ratskeller und Kirche. Die nnz berichtete ausführlich.

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Und wenn so ein Zelt schon mal aufgebaut ist, dann könnte es auch für andere Musik genutzt werden. Frank Pojtinger holte sich Gerald Michael Fähnrich (alle kennen in als Fähni) an seine Seite und dann ging dort die "Post" ab. Unter anderem gaben sich am Samstag mehrere Nachwuchsbands ein musikalisches Stelldichein, auch stand eine Ossiparty auf dem Programm.

Heute Nachmittag gaben sich Chöre der Region in der Neustädter Kirche quasi die Notenblätter in die Hände. Auch hier konnten sich die Organisatoren nicht über mangelnde Resonanz beklagen.

Das Bild vom gemeinsamen Chorfinale in Neustadt (Foto: nnz) Das Bild vom gemeinsamen Chorfinale in Neustadt (Foto: nnz)
So unterschiedlich die musikalischen Angebote der drei Tage auch waren, sie einte ein Gedanke: wir müssen den Menschen in Windehausen helfen. Spenden wurden gesammelt, denn für den Samstag und Sonntag wurde seitens der Veranstalter kein Eintritt verlangt, die Musikerinnen und Musiker verzichteten auf Gagen.

Bürgermeister Matthias Marquardt (rechts) und "Fähni" (Foto: nnz) Bürgermeister Matthias Marquardt (rechts) und "Fähni" (Foto: nnz) Am Nachmittag, kurz vor dem Chor-Finale, wurden Matthias Marquardt, dem Bürgermeister der Landgemeinde Heringen, die eingesammelten Gelder übergeben. Auf einem symbolischen Scheck stand die Summe: 3.000 Euro.

Und so wurde aus der Idee von Frank Pojtinger monetäre Realität. Das Geld, so sicherte Marquardt in seinen Dankesworten zu, kommt denen in Windehausen 1:1 zugute, die es am dringendsten benötigen. Ein gemeinsames Singen aller Chöre beendete nicht nur den Sonntagnachmittag, sondern war der Abschluss einer "Geschichte", auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
G.M.F.
18.03.2024, 10:17 Uhr
Großes Dankeschön
...an alle Beteiligten, die Helfer und Unterstützer aus dem Team vom Ratskeller und besonders ihrem Eigentümer Frank Pojtinger!

Ich müsste hier eine schier endlose Reihe an Namen auflisten... stellvertretend unser Dank an Susi Schickschneit, dem Technik-Team um Kevin Dankwardt und Martin Holzhause!

Ausdrücklich möchte ich auch ner nnz und namentlich auch Peter-Stefan Greiner für die wirklich ausführliche Berichterstattung über die Wochen zuvor uns alle drei Tage herzlich danken!!!
Peter ließ es sich nicht nehmen, selbst die finale Veranstaltung persönlich zu besuchen!
So auch der Bürgermeister von Heringen, der seinen ausdrücklichen Dank den Neustädtern und Hartorern überbrachte.

Auch mir selbst war es ein Herzensbedürfnis, hier meinen bescheidenen Beitrag für eine unmittelbare Hilfe zu leisten!

Vielen herzlichen Dank an die unglaublich vielen edlen Spendern! Und was mich persönlich sehr erfreut hat, die aller, aller meisten haben die Spenden GERN, von Herzen gegeben. Und auch dieses Mal: es waren nicht wenige Leute darunter, denen es finanziell selbst nicht gerade rosig geht - der Grund-Tenor":
"DAS kann jedem von uns passieren - da kann man gar nicht anders als zu helfen!!

Ein kleines, wenn auch hoffnungsvolles Zeichen, das gerade in ziemlich unruhigen Zeiten sehr wohltuend ist!!

Euer Fähni

(Gerald Michael Fähnrich)!
Audio
18.03.2024, 10:19 Uhr
Einfach Klasse !
Wieder einmal mehr ein Beweis dafür, dass bei der regionalen Bevölkerung noch Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität vorhanden ist.
Obwohl wir doch über 40 Jahre unter einer (nach westlichen Begriffen) " fürchterlichen Diktatur, Meinungsunterdrückung und Unfreiheit" gelitten haben. Was z.T. stimmt, aber die Menschen nicht "versaut" hat - im Gegenteil zum Westen, wo Egoismus, Geldgier und Hartherzigkeit das gesellschaftliche Leben bestimmte.
Und was man nicht unter den Tisch kehren sollte: ca. 500 000 Obdachlose in einem der reichsten Länder Europas !
Weiter so, lieber Frank + Freunde !
Anmerkung techn. Support:
Wieviel Zeit haben Sie denn »im Westen« verbracht, um zu dieser Einschätzung zu gelangen?
Leser X
18.03.2024, 10:56 Uhr
Gute Sache
Aber schade, dass die Chöre offenbar anonym gesungen haben. Oder hatten sie doch irgendwelche Namen?
Audio
18.03.2024, 12:07 Uhr
An den "techn. Support"
Meine Mutter ist in den 70-ern nach dem Tod meines Vaters legal in die BRD zu ihrem Bruder übergesiedelt. Ab 1980 konnte ich sie legal lt. Gesetz jährlich zu ihren Geburtstagen besuchen - und das bis zur "Wende".
Während dieser Zeit hatte ich viel Kontakt mit Bundesbürgern und ihren systembedingten , für mich komischen Charaktereigenschaften. Schon damals fühlte ich mich als Mensch 2. Klasse.
Und dass die Menschen in den neuen Bundesländern nach über 30 Jahren Wiedervereinigung immer noch schlechter bezahlt werden als ihre "Brüder und Schwestern" im Westen, ist hinlänglich bekannt und sollte zu denken geben !
Anmerkung techn. Support:
Und aus ein paar Besuchen bei Mutti schließen Sie, dass alle Menschen im »Westen« egoistisch, geldgierig und hartherzig sind? Echt jetzt? Finde ich erschreckend und stimmt mich traurig.
Grundsätzlich gehören persönliche Vorurteile aber nicht zum Thema des Artikels, daher lassen wir die Diskussion an der Stelle.
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