eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 18:09 Uhr
13.02.2024
Bleicherode

Arkadien erstrahl wieder

Die Restaurierung der Panoramatapeten im Waldhaus Japan geht ins Endstadium. Die Arbeiten begannen vor mehr als zwanzig Jahren. Eine lange Zeit...

Aber: Die schwer lädierte Tapete „Römisches Pferderennen“ wurde erneuert, der Saalbau musste wegen der auch die Tapeten gefährdenden Feuchtigkeitsschäden in den Außenwänden saniert werden, die Beschaffung der Fördermittel war nicht reibungslos.

Anzeige symplr (1)
So konnte die Restaurierung der Tapete „Arkadien“ nach einer längeren Pause erst 2020 beginnen. Die Kreissparkasse ermöglichte den Anfang. Weitere Mittel gewährten das Land Thüringen und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Sie musste 2023 allein finanzieren, weil dem Land die Mittel fehlten. Nun ist die Hälfte der siebzehn Bahnen geschafft, acht Bahnen sind noch zu retten. Für die Restauratorin Andrea Strietzel aus Großwechsungen gibt es immer wieder neue Fachprobleme, bedingt durch massive Zerstörungen und das Alter der Originalfarben.

"Arkadien" im Waldhaus Japan (Foto: Dr. Dirk Schmidt) "Arkadien" im Waldhaus Japan (Foto: Dr. Dirk Schmidt)


Bei den verbleibenden acht Bahnen ergeben sich großflächige und altersbedingte Probleme. Bei einer Besprechung des Landesdenkmalamtes, der Deutschen Stiftung und der Restauratorin am 2.d.M. im Tapetensaal wurde vereinbart, dass diese letzten Bahnen in einem Stück abgenommen und insgesamt in der Werkstatt restauriert werden müssen. 2025 werden sie dann alle wieder aufgehängt. Anschließend, wohl 2026, stehen noch einige Spezialarbeiten an der Gesamttapete an, aber auch die Feier zum Abschluss der Restaurierung.

Gelingt dieser Plan, so hätte Bleicherode den prachtvollsten und wohl auch wertvollsten Festsaal in der Region. Der Tapetensaal in der bürgerlichen Gaststätte „Waldhaus Japan“ dürfte einmalig sein.

Es wird vom Landesdenkmalamt sogar überlegt, die Anerkennung der Tapete „Arkadien“ als Kunstdenkmal von nationaler Bedeutung zu beantragen, weil nach Kontakten mit dem französischen Tapetenmuseum anzunehmen ist, dass es sich weltweit um das einzige noch vorhandene Exemplar dieses Panoramawerkes handelt.
Dirk Schmidt
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Leser X
13.02.2024, 18:27 Uhr
Da ist man als Leser...
... hin- und hergerissen zwischen der Frage der Verhältnismäßigkeit und dem beeindruckenden Ergebnis.
P.Burkhardt
13.02.2024, 19:40 Uhr
ein echtes Kleinod...
...da in Bleicherode. Ich bin jetzt nicht der große Kunstversteher, aber ich finde, dass so ein Wandschmuck unbedingt erhaltenswert ist - gerade, wenn es der vermutlich letzte seiner Art ist - wie es im Artikel angedeutet wird. Auch finde ich es unglaublich, was die Restaurateurin da geleistet hat - auch davon habe ich keine Ahnung - es ist gerade im Vergleich mit der nicht restaurierten Tapete zu sehen, welche Arbeit da geleistet wurde ! Ich denke, da gehört sehr viel Sachverstand und Wissen um den Einsatz der richtigen Arbeitsmittel dazu - es soll ja nichts unwiederbringliches zerstört werden.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)