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Fr, 15:16 Uhr
27.10.2000

Müllverbrennung im Landkreis Nordhausen? Zweckverband soll Planung forcieren

Nordhausen (nnz). Die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker greift Landrat Joachim Claus erneut an. "Während bei den Versammlungen des Zweckverbandes meist alle Landräte aus den Nordthüringer Kreisen anwesend sind, fehlt unser Landrat Claus dort immer. Da ist es kein Wunder, wenn unsere abfallwirtschaftlichen Interessen hinten runter fallen", erklärt Becker und verweist dabei auch kritisch auf die Bemerkungen des Landrates im Kreistag. Dort hatte der Landrat einige Bürgermeister für ihre Verbandsarbeit in Zweckverbänden kritisiert hat. "Er selbst erledigt seine Arbeit nur mangelhaft", meint Becker. Der Landrat müsse sich für eine gebührenfreundliche Vorbehandlung des Abfalls genauso interessieren wie für Weiterbetrieb der Deponie Netzelsrode über das Jahr 2005 hinaus. "Wir brauchen in Nordthüringen keine Müllverbrennungsanlage", sagte Dagmar Becker zur nnz.
Während sich die Bundesregierung gerade von der gesetzlichen Vorschrift zur Müllverbrennung verabschiede, werde auf der Deponiefläche des Landkreises in Nentzelsrode vom Zweckverband eine Müllverbrennungsanlage geplant. "Wir betrachten diese Entwicklung mit großer Sorge. Dies wäre nicht nur umweltpolitisch ein Fiasko, sondern auch betriebswirtschaftlich", erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Becker. Nach Ansicht der SPD eigne sich der Standort Nentzelsrode durchaus für eine Alternative zur Müllverbrennung. Ein weiterer Standort für eine Müllverbrennungsanlage in Nordthüringen ist Menteroda im Unstrut-Hainich-Kreis. Für diesen Standort ist nach nnz-Recherchen das Raumordnungsverfahren eröffnet worden. In einer sogenannten nachbarlichen Stellungnahme hatte sich die Mühlhäuser SPD in dieser Woche gegen eine Müllverbrennung ausgesprochen. Für den wirtschaftlichen Betrieb einer solchen Anlage müßte Restmüll aus der gesamten Bundesrepublik "importiert" werden. Die Mühlhäuser SPD-Stadtratsfraktion geht nach eigenen Recherchen von einem Verkehrsaufkommen von täglich 75 Fahrzeugen aus.
Autor: psg

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