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Mo, 15:38 Uhr
01.01.2024
DAS GAB ES LANGE NICHT MEHR:

2023: Rekord-Niederschlag

Hitze und Trockenheit machten uns in den letzten Jahren arg zu schaffen. Die Folgen waren nicht zu übersehen: Einst grünende Fichtenwälder rafften sie im Verein mit den gefräßigen Larven des Borkenkäfers dahin. Der Harz hatte besonders zu leiden. Ein weiteres Dürrejahr 2023 hätte ihm weitere Wunden zugefügt. Doch die Natur holte im Vorjahr auf, was sie jahrelang versäumt hatte...

Den „Zorgefall“ beim Stadtpark hörten Besucher weithin rauschen. So einen Anblick hatte man schon lange nicht mehr gesehen. Aktuell fließen hier rund 18 Kubikmeter je Sekunde durch. Zum Vergleich: am 1. Weihnachtsfeiertag waren es 118 Kubikmeter. (Foto: nnz) Den „Zorgefall“ beim Stadtpark hörten Besucher weithin rauschen. So einen Anblick hatte man schon lange nicht mehr gesehen. Aktuell fließen hier rund 18 Kubikmeter je Sekunde durch. Zum Vergleich: am 1. Weihnachtsfeiertag waren es 118 Kubikmeter. (Foto: nnz)
2023 konnte vor allem die Forstwirtschaft nicht über Wassermangel für ihre aufgeforsteten Flächen klagen, zumal bislang die in den Boden gebrachten Setzlinge bei Wiederaufforstungen vielfach an Wassermangel litten und wieder vertrockneten.

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Gemessen in der Unterstadt von Nordhausen ergab das Vorjahr insgesamt 798 Liter Niederschlag. Das ist Rekord! Die durchschnittliche Jahresmenge lag um die 659 Liter, hatte der bekannte Hobby-Metereloge Josef Tauchmann aus Salza in seinen Jahrzehnte langen Aufzeichnungen ermittelt. 798 Liter Jahresniederschlag - auf den Monat aufgeteilt, ergibt das 66 Liter auf den Quadratmeter.

Die monatlichen Niederschläge waren recht unterschiedlich. Der Januar 2023 startete mit 58 Liter auf den Quadratmeter und lag im Mittel der Statistik. Der Februar fiel mit 42 Liter ab, während der März mit 70 Liter/Quadratmeter überdurchschnittlich hoch lag. Der Mai hielt nicht das, was die Bauernregel versprach: „Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauer Scheu und Fass“. Lediglich 27 Liter fielen aus den Wolken.

Der Juni holte mit 67 Liter/Quadratmeter wieder auf, während der Juli mit 26 Liter weit unter dem Mittel (60,5 Liter) lag. Mit rund 114 Liter/Quadratmeter lag der August mit dem Dezember, der es auf 113 Liter brachte, etwa gleich auf. August und Dezember waren die an Niederschlag reichen Monate. Den Rekord aber brachte ein anderer.

Sonnemonat war 2023 nicht etwa der Oktober, dem man dieses Prädikat verlieh, sondern der September. Mit 31 Liter war er zudem der Niederschlag ärmste Monat des Jahres, während es der Oktober auf rekordverdächtige 117 Liter auf den Quadratmeter brachte. Es war der Regen-Rekordmonat 2023. Mit 85 Liter zeigte sich auch der November überaus fleißig.

Die Niederschläge variierten im Landkreis und vielleicht schon innerhalb des Stadtgebietes unterschiedlich. In den Regionen des Harzes und den Höhenlagen lagen sie ungleich höher.
Kurt Frank
Autor: psg

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Kommentare
Kelly
01.01.2024, 20:26 Uhr
Südharzer des Jahres 2023
Das passt zwar jetzt überhaupt nicht hier her, aber ich muß das irgendwie loswerden.
Die Wahl des Südharzers des Jahres 2023 ist zwar längst beendet. Eine Auswertung habe ich bisher nicht gesehen oder darüber gelesen. Warum wohl?
Ich finde, man sollte für das Jahr 2023 eine Sonderregelung treffen.
Zeichnet einen ganzen Ort aus.
Die Windehäuser hätten es wahrscheinlich am meisten verdient, als die "Südharzer des Jahres 2023" bewertet zu werden.
grobschmied56
01.01.2024, 22:01 Uhr
Den Borkenkäfer hätte man nicht ...
... hinnehmen müssen, der war (von einigen 'Experten') politisch gewollt.
P.Burkhardt
01.01.2024, 22:14 Uhr
da bleibt nur eines...
leugnen, leugnen und dann nochmal leugnen...
grobschmied56
01.01.2024, 23:48 Uhr
Nö, liebes Burkhardt, da muß man nix ...
... leugnen. Das kann Jeder so nachlesen:
Zitat:
'Im Nationalpark geht es um den Schutz natürlicher Prozesse, also die freie Entfaltung der Natur. Eine wirtschaftliche Nutzung erfolgt nicht. Deshalb ist der Borkenkäfer hier auch kein Schädling. Indem er die Fichten- Reinbestände befällt, schafft er Platz für eine neue wilde Baumgenerationen und beschleunigt so den Wandel ehemaliger Wirtschaftswälder hin zu wilden Naturwäldern.'

Quelle: Nationalpark Harz.
Artikel: Höchster Schutz für natürliche Prozesse.

Die 'freie Entfaltung der Natur' sieht dann eben so aus - eine Horrorlandschaft mit massenhaft Totholz - idealer Nährboden für großflächige Waldbrände in Trockenperioden.
Grüner Murks eben, wie so vieles andere auch.
Kobold2
02.01.2024, 07:55 Uhr
Eine politisch gewollte
Borkenkäferplage..... ???
Da waren die Grünen wohl schon in der Opposition recht einflussreich.
Das kommt gleich nach einem angedichteten Durchbruch, wenn man nur von der Steigerung des erneuerbaren Energieanteils berichtet und der Behauptung die Lieblingsfeinde des Stammtischs wollten unbedingt für höhere Lebensmittelpreise sorgen.
Im Artikel von einem Ausgleich zu schreiben ist ein wenig einseitig, denn es wird nicht auf den sich immer noch nicht normalisierten Grundwasserspiegel eingegangen.
P.Burkhardt
02.01.2024, 10:36 Uhr
Ich kann mir nicht vorstellen,
...dass jemand so eindimensional denken kann. Also kann es doch nur sein, dass bewusst Tatsachen ignoriert werden:

Ja, liebes Grobschmiedchen, in einem nicht durch Dauerdürre geschädigten Wald ist der Borkenkäfer ein Teil des natürlichen, ökologischen Systems und trägt - wie Sie richtig zitieren - zur Verjüngung und Weiterentwicklung des Ökosystems bei. In einem infolge der Klimaerwärmung, die durch den Menschen wenigstens beschleunigt wurde und wird, geschädigten Wald kommt es zu einer überproportionalen Vermehrung der Borkenkäfer und in der Folge zu einer noch größeren Schädigung des Waldes. Das Gleichgewicht ist keines mehr. Die Ursache ist aber nicht der Borkenkäfer, sondern die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre....deren Ursache eben wieder im (vom Menschen beschleunigten) Klimawandel liegt - und das ist ja das, was Sie immer so vehement leugnen.
RWE
02.01.2024, 11:55 Uhr
Es geht, glaube, ich
um die Frage, um man Totholz im Wald belassen sollte und somit zur Verbreitung des Borkenkäfers beizutragen. Und genau das ist aus ideologischen Gründen im Harz passiert.
Neben dem Klimawandel sind die Nadelwälder im Harz natürlich eher Plantagen als Wälder.
die EINE Ursache gibt es auch hier nicht.
Kobold2
02.01.2024, 13:45 Uhr
Dem Glauben
kann man ganz schnell begegnen, in dem man sich in den einschlägigen Suchmaschinen nach dem Nutzen von Totholz erkundigt.
Harzfreund
02.01.2024, 13:58 Uhr
@ P.Burkhardt
Das ausgerechnet im Nationalpark Harz eine " Dauerdürre " geherrscht hat ist mir neu.
Der Nationalpark Harz hat in unserer Gegend mit Sicherheit die meisten Niederschläge !
RWE
02.01.2024, 16:16 Uhr
Kobold2
ich habe mit Leuten vom Forst gesprochen. Langfristig wird Totholz zu Erde, aber bei so extremen Bedingungen wie in den vergangen Jahren kann eine Zwangsnutzung sinnvoll. Darf man auch gern in Suchmaschinen nachschlagen. Zumal unsere Wälder Wirtschaftswälder und keine Urwälder sind und wir diese auch brauchen. Das Grundübel ist die Monkultur mit Nadelbäumen. Seit Jahren setzt man bei der Aufforstung aber auf Mischwälder, welche aber auch gepflegt werden müssen.
Totholz spielt beim Brandschutz auch eine Rolle. Das hat man ja bei den Waldbränden letztes Jahr gesehen. Da hat ein grüner Politiker viel Prügel einstecken müssen.
P.Burkhardt
02.01.2024, 19:05 Uhr
@Harzfreund
bitte bemühen Sie die real gemessenen Niederschlagsmengen auf Weatheronline. Dort finden Sie u.a. Messwerte aus Braunlage nach Jahr und Monat. Mit etwas Arbeit und Excel werden Sie auch den Trend erkennen können.

Der Harz hat vielleicht die meisten Niederschläge - aber eben nicht genug (gehabt ... in den letzten Jahren)
Kobold2
02.01.2024, 19:37 Uhr
Die Lösung
ist doch einen (bestmöglichen) Kompromiss zu finden und das ist nun mal nicht die grobschmiedscher Einseitigkeit. Totholz ist die Grundlage für viele weitere Lebensformen und Tiere. Gerade weil unsere Wälder auch für die Wirtschaft wichtig, sind muss man mehrere Faktoren und Einflüsse berücksichtigen. Das Totholz muss weg und alles wird gut und die dummen Grünen sind schuld, ist sicher nicht die Lösung und ein nötiger Waldumbau der den klimatischen Veränderungen geschuldet ist, geht nicht über Nacht. Nach offiziellen Erhebungen sind 80 Prozent des deutschen Waldbestands krank, bzw. geschädigt, also entweder bald auf dem Weg zum Sägewerk, oder das nächste Totholz.
Harzfreund
02.01.2024, 20:36 Uhr
@ P.Burkhardt
Danke Herr Oberlehrer, ich wusste natürlich nicht wo ich u.a. die Messwerte finden kann.
Da Sie das akribisch ausgewertet haben, können Sie uns auch sagen wieviel "aber eben nicht genug " ist.
P.Burkhardt
02.01.2024, 22:45 Uhr
@Harzfreund...
...das muss ich gar nicht... fahren Sie in den Harz (gerne mit dem Mountainbike - mach Spaß und hält fit) und dann können Sie sehen, dass es in den letzten Jahren eben zu wenig war... ;-)

Mal im Ernst... Wir alle wissen, dass es in den letzten 3 Jahren viel zu wenig geregnet hat. Wir alle wissen, dass Fichten, wie sie nun mal im Harz stehen, viel Wasser brauchen.... und wir alle wissen, dass der Borkenkäfer vorzugsweise tote und kranke Bäume befällt. Also liegt es doch auf der Hand, dass die durch die Trockenheit geschädigten Bäume dem Borkenkäfer zum Opfer fallen, oder ? Genau das haben wir erlebt ! Leugnen hilft da nicht.

Der Harz wird aufgeforstet und so wie ich das gelesen habe mit Bäumen, die mit der Trockenheit besser umgehen können. Das ist gut und richtig so.

Hoffen wir, dass die aktuellen Regenfälle nicht den ganzen Mutterboden wegspülen...

@Harzfreund - wir wollen Beide das Gleiche... einen schönen und gesunden Harz !
Jaquar
02.01.2024, 23:08 Uhr
Oberharz Waldsterben vor 2018/2019
Soweit ich mich entsinne hat das Waldsterben entlang der B4/242 Braunlage/Königskrug gen Norden westlich der Bundesstraße bereits in den 90er Jahren begonnen. Schaut man sich die toten Wälder dort an, sieht man bereits seit ca.20Jahren abgestorbene Bäume und dazwischen junge grüne Bäume, die definitiv älter sind als 10 Jahre. Im Gespräch mit einem staatlichen Forstarbeiter wurde mir vor 20 Jahren erklärt, dass die Monokultur Fichten bedingt durch Bergbau und zu dichter Aufforstung nach dem 2. Weltkrieg(massenhafte Holzfällung als Reparationsleistung an Großbritannien) die Ursache für den kranken Zustand der Wälder im Oberharz sei. Das die zukünftige Dürre 2018/19 für die Schäden vor 20 Jahren schuld sein soll, hatte der Forstarbeiter nicht behauptet. Es war die Rede von gleichaltriger Monokultur, zu dicht nachgepflanzt, nicht heimisch. Borkenkäfer greifen effizient nur kranke Bäume an. Krank waren diese also auch ohne die Dürre 2018/19.
P.Burkhardt
03.01.2024, 09:25 Uhr
Wahrscheinlich kommt da einiges zusammen...
...Jedenfalls hatten wir im 5 Jahresmittel in den 2020ern gerade Mal 75 Prozent (1.076 Liter/qm und jahr) der Regenmenge von Anfang 1990er (1.416 Liter/qm und Jahr)...
Schaut man sich nur den Trend der letzten 30 Jahre an, ist das (bis auf Ausreißer in 2007 - 2018,3 Liter/qm und Jahr und 1996 - 929 Liter/qm und Jahr) offensichtlich.

Natürlich sind 30 Jahre viel zu kurz um eine klimatische Aussage zu treffen - aber das gaben ja Meteorologen und Wissenschaftler schon hinreichend getan. Ich führe das hier nur als Beispiel an.

Tatsächlich hinkt auch der Vergleich der jährlichen Niederschlagsmengen, da die Menge in den Sommermonaten den größeren Einfluss hat.
RWE
03.01.2024, 12:29 Uhr
kobold2
kein Mensch "dummen Grünen" an allem schuld sind. In vielen stimmt das sogar. Das Hauptproblen ist seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten die Monokultur von Nadelbäumen.
Im Thüringer Wald geht man pragmatischer mit dem Problem um:

Google suche thüringer wald befallene Bäume müssen raus

Natürlich gibt es da auch Monokulturen und große Waldschäden.

Überall sind Mischwälder die Lösung, die dann auch gern bewirtschaftet werden können.
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