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Do, 20:14 Uhr
12.10.2023
Bildungsniveau in Deutschland:

Dramatisch verschlechtert

Das Bildungsniveau in Deutschland hat sich in den vergangenen zehn Jahren dramatisch verschlechtert. Vor allem in den Bereichen Schulqualität, Integration und Bildungsarmut gibt es negative Entwicklungen. Das ist das Ergebnis der Langzeitanalyse im Rahmen des Bildungsmonitors der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)....

Grafik (Foto: INSM) Grafik (Foto: INSM)
Das Fazit der Studienautoren des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): Auf zehn Jahre Fortschritt folgten zehn Jahre mit steigendem Handlungsdruck.

Im aktuellen Ländervergleich schneiden erneut Sachsen, Bayern und Thüringen am besten ab. Allerdings ist auch in Sachsen und Thüringen das Niveau in den letzten zehn Jahren gesunken, in Bayern nur minimal gestiegen. Besonders große Herausforderungen haben die drei Schlusslichter Brandenburg, Berlin und Bremen. Baden-Württemberg, aktuell auf Platz 5 im Ländervergleich, hat gegenüber 2013 am deutlichsten verloren (- 9,6 Punkte, siehe Tabelle).

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IW-Studienautor Prof. Dr. Axel Plünnecke: "Die Kitas und Schulen haben noch keine gute Antwort darauf gefunden, dass die Schülerschaft in den vergangenen Jahren deutlich heterogener wurde, ein steigender Anteil zu Hause nicht Deutsch spricht oder nur wenige Bücher im Haushalt besitzt. Die Folge: Die Ergebnisse von Kindern aus Haushalten mit Migrationshintergrund oder von bildungsfernen Haushalten sind besonders stark gesunken. Leichte Verbesserungen bei der Ganztagsinfrastruktur und den Betreuungsrelationen konnten diese Verschlechterungen der Bildungsergebnisse nicht umkehren. Es fehlt an Qualität beim Ganztag und an gezielter Förderung. Internationale Vergleiche zeigen, dass es anderen Ländern besser als Deutschland gelingt, den Bildungserfolg von der familiären Herkunft zu entkoppeln."

Die Forscher des IW Köln fordern unter anderem einen Ausbau der frühkindlichen Bildung, mehr Schulautonomie, jährliche Vergleichsarbeiten in allen Klassenstufen, gezielte Förderung und bessere Verwaltungsstrukturen. Auch werden mehr hochwertige Ganztagsangebote gebraucht. Das Angebot an Lehrkräften müsse durch zielorientierte Zulagen gesichert werden. Es sollten die Chancen der Digitalisierung besser genutzt sowie demokratische Kompetenzen und Weltoffenheit vermittelt werden.

INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben fordert eine „Zeitenwende in der Bildungspolitik“. Deutschland verliere in vielen Bereichen den Anschluss an die Weltspitze, seit einigen Jahren auch in der Bildungspolitik, so Alsleben: „Bildung ist der Schlüssel, um Deutschland aus der Abwärtsspirale zu holen. Wann handeln Bund und Länder endlich?“ Alsleben sieht es sehr kritisch, dass immer mehr Kinder in der Grundschule nicht ausreichend Deutsch sprechen: „Die Herausforderungen durch massive Zuwanderung haben leider auch viele Schulen überfordert. Die Länder müssen umsteuern und viel mehr in frühkindliche Bildung investieren. Wir brauchen eine Vorschulpflicht für alle, die nicht oder schlecht Deutsch sprechen.“ Schulen mit hohem Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Sprachdefiziten müssten viel besser ausgestattet und die betroffenen Lehrkräfte mehr unterstützt werden, so die Forderung der INSM.
Autor: psg

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Kommentare
Kama99
12.10.2023, 20:26 Uhr
Warum ....
ist das so? Die Lehrer können keine 25 verschiedene Sprachen. Es wird sich nichts ändern, die Lehrkräfte werden eher aufgeben diesen "Mist" noch mit zu machen.
geloescht.20250205
12.10.2023, 20:47 Uhr
Kein Wunder
Davon reden Erzieher und Lehrer schon seid Jahren. Aber auf die Leute an der Basis wird ja nicht gehört. Lieber wird sich in den entsprechenden Ministerien selbst beklatscht und gelobt, wie toll alles ist. Dabei hat sich die personelle Situation nicht verbessert und die Kinder mit Förderbedarf werden immer mehr. Es dauert viel zu lange bis diesen Kindern geholfen wird. Nur tolle Reden helfen nicht weiter und ändern wird sich nichts.
Junge21
12.10.2023, 21:41 Uhr
Und die, die dieses Desaster
..noch mit Herzblut und Engagement aufrechterhalten oder es versuchen, sind diejenigen, die letztlich irgendwann mit Burnout darnieder liegen.
marco-sdh
12.10.2023, 21:47 Uhr
Dass das Bildungsniveau bergab geht...
... betrifft nicht nur die Schulkinder. Den Beweis treten hier häufiger im - nach eigenen Angaben - Rentenalter befindliche Kommentatoren an....Und ich schmiede jetzt mal grob an meiner Nachtruhe....
Komiron
12.10.2023, 21:50 Uhr
Kein Kommentar
Denn die Vorkommentare sprechen Bände.
P.Burkhardt
12.10.2023, 23:05 Uhr
ohne es jetzt quergecheckt zu haben...
...aber in Thüringen, Sachsen und Bayern ist der Anteil an Migranten eher gering, oder ? Könnte es also sein, dass die anderen Länder vielleicht mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen haben ... und damit einen vergleichsweise richtig guten Job machen ?

Ich hab hier (also in der Stadt, in der ich arbeite) einen Migrantenanteil von etwa 70Prozent... davon sind viele seit Jahrzehnten hier... und damit quasi eingedeutscht. Andere sind erst in den letzten Jahren dazu gestoßen... Russen, Ukrainer, Syrer, Afghanen, Nigerer... ach, aus aller Herren Länder....jeder hat irgendwie ein anderes Bild von der Welt, aber alle gleichen sich nach und nach an... und kommen miteinander zurecht...(naja, bis auf ein paar strammstehende Ausnahmen). Das Ganze funktioniert jedoch nur, weil alle - vollkommen egal, wo und warum sie herkommen, das gleiche Recht, welches sie für sich in Anspruch nehmen, auch anderen zugestehen.

Es ist schön zu beobachten, wie Menschen, die aus einer Lehmhütte vor Krieg, wirtschaftlicher Not und Hunger hierher geflüchtet sind, sich engagieren, arbeiten und lernen und voller Dankbarkeit ihrem Mentor von ihrem Taschengeld den Kaffee bezahlen - obwohl sie es sich eigentlich nicht leisten können.

Es ist einfach erstaunlich... da gibt es Menschen aus Schwarzafrika, die ohne nennenswerte Vorbildung hierher geflüchtet sind und dann hier mit Auffassungsgabe, Logik und Verständnis manchen intellektuell überholen, der hier seit Jahrzehnten lernt.

Bevor das hier wieder kommt: Ja, es gibt auch andere, die nix können und nix lernen und nur auf dicke Hose machen - wie überall.
grobschmied56
12.10.2023, 23:46 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – … und gehört nicht zum Thema des Artikel.
Kobold2
13.10.2023, 06:59 Uhr
Das erklärt
Auch die Stimmung in manchen Regionen, die Empfänglichkeit für scheinbar einfache Lösungen und Populismus.
Jäger53
13.10.2023, 07:08 Uhr
Deutschland
Geht in allem den Bach runter, ob es Bildung, Sport, Flüchtlinge oder sonst was ist. Das einzige was noch funktioniert ist sich an Kriegen zu beteiligen, natürlich nur mit Waffen und Geld. Geld könnten wir aber auch gut gebrauchen z.B. für die Bildung.
El loco
13.10.2023, 09:00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Audio
13.10.2023, 11:31 Uhr
Hier könnte (theoretisch) eine Maßnahme Abhilfe schaffen:
Wiedereinführung des DDR-Schulsystems (natürlich ohne das Fach Gesellschaftswissenschaft ) !
Höheres Leistungsniveau, Disziplin, gut ausgebildete Lehrkräfte usw. könnten damit das derzeitige Schulsystem vor dem Absturz retten, wenn - ja, wenn auch die gesellschaftlichen Verhältnisse und die schändliche Einflussnahme der Medien auf das Sozialverhalten der jungen Leute korrigiert werden würde. Diese Argumentation war natürlich nur spekulativ, weil in einem System, in dem das Kapital die Macht hat, kann mein Vorschlag nicht realisiert werden, denn das Profitstreben macht alles kaputt !
Mein reales Fazit: die Bundesdeutschen werden also immer dümmer, die Politiker immer unfähiger und die Produktqualität immer schlechter. Die Lebensniveau wird auf Dauer sinken - und wohin führt das nach Marx: zur Revolution !
Kritiker2010
13.10.2023, 13:29 Uhr
Wenn Ideologie Wissen verdrängt
Neben den bekannten Problemen durch unterschiedliche Sprachen und Bildungsniveaus der Schüler oder schlicht der mangelnden Akzeptanz bestimmter Werte und Normen, sitzt das Problem oft auch am Lehrertisch.

Schuld an der Bildungsmisere tragen auch Lehrkräfte, die in Ihren Fächern versagen und lediglich angelesenes Wissen, zuweilen sogar peinlich falsch, wiedergeben. Das Problem erklärt sich vielleicht dadurch, dass sie selbst als Schüler bereits Opfer dieser Wissensverdrängung waren.

Als Vater nehme ich wahr, dass häufig zusammenhangslose Wissensfragmente vermittelt werden, gelegentlich auch bedeckt mit einer schmierigen Schicht Ideologie. Vom Klimawandel, über Kapitalismus und Kolonialismus bis hin zur Homophobie ist kein Narrativ schräg genug, um damit die Welt zu verklären und wissensnotwendige Fakten zu verdrängen.

Die Verknüpfung von erlangtem Wissen und praktischer Anwendung fällt unseren Kindern zusehends schwer. So bleibt die Welt da draußen ein Labyrinth mit vielen Fragezeichen. Das mangelhafte Gerüst vom Papier auf das iPad zu übertragen, ist keine Lösung und schafft zusätzliche technische und finanzielle Hürden.

Fazit: Es gibt Lehrkräfte, die das obere Ende der Messlatte definieren, Schüler mitnehmen und Wissen nachvollziehbar vermitteln. Aber es gibt eben auch diverse andere Exemplare, die dringend nachsitzen müssten - um fachliche und pädagogische Lücken zu schließen.
Leser X
13.10.2023, 19:11 Uhr
Bildung wird zur Gefahr
Wir leben in einer Zeit, in der es für die Regierenden auch hierzulande immer gefährlicher wird, sich mit einem gebildeten Volk rumzuschlagen. Die kommen nämlich ständig an und stellen unbequeme Fragen.

Also - Deutschland ist auf gutem Kurs und zeigt, dass man gar nicht früh genug damit anfangen kann, zukünftige Erwachsene nicht ausreichend schlau zu machen.
geloescht.20250302
13.10.2023, 20:34 Uhr
Bücher machen schlau!
Früher waren auch die wöchentlichen Nachrichtenmagazine oder dicken Wochenendausgaben mancher Tageszeitungen hilfreich zur Wissenserweiterung und -auffrischung.

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