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Mo, 19:10 Uhr
04.09.2023
Ilfeld erwartet zum 31. Thüringer Wandertag Hunderte Wanderer

Es wird neunmal gewandert

Im schmucken Kurpark des Vorharzortes Ilfeld wurde heute auf einen ganz besonderen Tag eigestimmt, wozu eine Menge Honoratioren angereist waren. Auf neun Wanderungen wollen die Ilfelder ihren Gästen die Schönheiten eines grünen Südharzes zeigen …

Petra Gerlach, Christine Lieberknecht, Andreas Schmidt, Birgit Pommer, Stefan Nüßle und Stephan Klante freuen sich auf den 31. Thüringer Wandertag in Ilfeld (Foto: oas) Petra Gerlach, Christine Lieberknecht, Andreas Schmidt, Birgit Pommer, Stefan Nüßle und Stephan Klante freuen sich auf den 31. Thüringer Wandertag in Ilfeld (Foto: oas)

Christine Lieberknecht, Präsidentin des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine und ehemalige Ministerpräsidentin des Freistaates war ebenso angereist wie Landtagspräsidentin Birgit Pommer, die als Schirmherrin des 31. Thüringer Wandertages am Sonntag, dem 17. September in Ilfeld fungieren wird. Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor sowie Petra Gerlach, Ortschaftsbürgermeisterin von Ilfeld und Andreas Schmidt, Vorsitzender Harzklubzweigverein (HKZV) Ilfeld-Wiegersdorf standen ebenfalls bereit, die Fragen der Journalisten zu beantworten.

Sie freue sich, dass der Wandertag ein zweites Mal im Südharz abgehalten werde, betonte Christine Lieberknecht und sie hoffe, dass damit ein Zeichen für die Region gesetzt werden könne. Wandern wäre im Trend, sagte sie und fügte scherzend an, dass es ja eine klimaneutrale Fortbewegungsart sei. Auch erhofft sie einen touristischen Effekt für die Region.
„Wandern schafft Gemeinschaft und ein Bewusstsein für die natürlichen Lebensgrundlagen. Der 31. Wandertag lädt zum Kennenlernen des Südharzes, seiner Naturschutzprojekte und der ehrenamtlichen Arbeit der Wandervereine ein“, sagte Landtagspräsidentin Birgit Pommer im Anschluss. „Thüringen bietet mit seinen Wäldern, Gewässern, Städten, Dörfern und geschützten Naturgebieten für Einheimische und Gäste abwechslungsreiche Naherholungsmöglichkeiten. Der Schutz der natürlichen Ressourcen ist als Aufgabe des Landes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner in der Verfassung festgeschrieben. Im Jubiläumsjahr der Landesverfassung ist es mir eine Ehre, Schirmfrau des Thüringer Wandertags in Ilfeld zu sein.“

Achttausend Wanderfreunde in Thüringer Vereinen sei eine stattliche Zahl, fand die Politikerin und dankte allen Vorbereiten und Organisatoren vor Ort, die viel Zeit und Kraft investiert hätten.

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Eine gute Vorbereitung konnte Andreas Schmidt, der Chef des Harzklubzweigvereins (HKZV) Ilfeld-Wiegersdorf bestätigen. Auf neun verschiedene Wanderungen werden er und seine Kollegen (auch Wanderführer aus Neustadt, Ellrich und Auleben) die Wanderfreude am Sonntag in einer Woche mitnehmen. Die Wege seien präpariert und die Busse für die Wanderung von Sophienhof zurück nach Ilfeld bestellt. Für alle Wanderungen gilt, dass sich maximal einhundert Teilnehmer anmelden können. Ausgangspunkt ist der Kurpark in Ilfeld, wo sich Naturfreunde am Sonntag noch von 8 bis 9 Uhr registrieren lassen können. Empfohlen wir von den Veranstaltern und dem helfenden Landratsamt jedoch eine vorherige Anmeldung per Internet. Davon haben schon über 300 Menschen Gebrauch gemacht; die Organisatoren hoffen, am Veranstaltungstag bis zu 800 Besucher begrüßen zu dürfen.

Neuer Werbeslogan für die Südharz-Region könnte werden: „Der Harz, wo er noch grün ist“, flaxten die Anwesenden heute sarkastisch, wobei allen deutlich bewusst ist, dass die Zustände im Oberharz eher einem Trauerspiel gleichen. Petra Gerlach, die Ortschaftsbürgermeisterin von Ilfeld berichtete von den zahlreichen Aktivitäten, die es schon im Vorfeld des Wandertages im Ort gibt, denn schon am Freitagabend ist Party, der Samstag ist dem Herbstmarkt vorbehalten, in dessen Verlauf auch wieder einen Suppenkönigin aus Kürbissuppenproduzentinnen gekrönt werden soll.

Der gepflegte Ilfelder Kurpark wird zum Dreh- und Angelpunkt des Wander-Ereignisses (Foto: oas) Der gepflegte Ilfelder Kurpark wird zum Dreh- und Angelpunkt des Wander-Ereignisses (Foto: oas)

Dreißig Stände am und im Kurpark erwarten ihre Kunden und Besucher. „Wir werden eine Menge anbieten an diesem Wochenende. Auch für Kinder gibt es allerhand Spiel und Spaß. Die ganze Gemeinde hat sich mit eingebracht“, freute sich die Bürgermeisterin. Und auch Stephan Klante, der Verwaltungschef von Harztor, war des Lobes voll über die Bereitschaft und Vorbereitung. „Wir freuen uns auf Synergieeffekte“, sagte er und strich noch einmal explizit die Kinderwanderung heraus und das Stempelsystem, das dafür in Anwendung kommt.

Ob die Wanderfreude, wie heute behauptet, nach Corona sogar noch größer geworden ist, soll auch dieser 31. Thüringer Wandertag beweisen, für den eine ganze Region bestens gerüstet scheint. Um 9 Uhr wird das Ereignis am 17. September eröffnet, ab 9.30 Uhr wird gewandert und um 14 Uhr werden die Wanderer zum Rahmenprogramm in Ilfeld zurückerwartet.

Anmeldemöglichkeiten und weitere Informationen finden sich auf Homepage: landkreis-nordhausen.de/thueringen-wandertag-2023
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
05.09.2023, 00:06 Uhr
Wandertag mit Wermutstropfen
Ja, das Wandern liegt im Trend, was wohl noch mehr seit der Corona-Pandemie gilt. Dennoch vermisse ich im obigen Beitrag kritische Einschübe. Etwa, dass "vorsintflutliche" Auschilderungen vieler Südharzer Wanderwege nicht etwa nur Ausnahmen sind.

Dies betrifft vor allem die oft fehlenden, mangelhaften oder unprofessionell unregelmäßig angebrachten Wegzeichen zwischen den Wegweisern, also die grünen, roten oder blauen Striche, Punkte oder Kreuze.

Der Karstwanderweg ist hier eine der wenigen, wohltuenden Ausnahmen.

Es betrifft aber auch die Ausstattung unserer Wege mit Schutzhütten, die diesen Namen verdienen. Leider werden immer mehr dieser wetterfesten Hütten, so am Poppenberg, abgebaut und durch kaum schützende Sitzbalken mit Dach ersetzt.

Ich war vor wenigen Wochen 100 km im Raum Radeburg/Sachsen nonstop wandern und fand eine auffallende Vielfalt zum Teil massiver Blockhütten für Wanderer vor.

Warum funktioniert das in Sachsen und nicht in Nord-Thüringen?

Es gäbe weitere Kritikpunkte, so die weithin vernachlässigte touristische Infrastruktur hinsichtlich Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten, eine fehlende Vernezung des schönen und zugleich ein wandererarmes Schattendasein führenden Karstwanderweg mit dem viel mehr begangenen Hexenstieg und der durch eine profitorientierte, großflächig auf Fichte setzende Forstwirtschaft mit zu verantwortende Waldverlust in vielen Südharzteilen.

Und schließlich wundert mich, dass der fehlende oder viel zu geringe Nachwuchs für die Pflege und die dringend notwendige Verbesserung der Wanderwegsinfrastruktur nicht zur Sprache gekommen ist.

Wenn die letzten Enthusiasten des Harzklubs aus Altersgründen nicht mehr können: Wer soll es dann richten? Hier ist dringend mehr Engagement auch öffentlich Bediensteter gefragt. Und bitte fragt doch auch mal in anderen vorbildlich ausgestatteten Wanderregionen nach.

Mein großes Kompliment geht abschließend an die verbliebenen Macher im Landkreis in Sachen Wandern und Wanderwege für Ihren großen, großen Einsatz, gerade auch für den Karstwanderweg.
Findus
05.09.2023, 08:01 Uhr
Ortsdurchfahrt Ilfeld - der erste Eindruck!
Evtl. könnte man auch mal die Hecke an der Durchfahrtsstrasse in Ilfeld schneiden.
Der erste Eindruck zählt - hier gibt Ilfeld ein jämmerliches Bild ab.
Bitte nicht die Vögel brüten noch...... Andere Orte bekommen auch einen regelmäßigen Formschnitt der Hecken hin.
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