Fr, 09:09 Uhr
07.12.2001
Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 7.12.2001
Die amerikanischen Aktienmärkte haben gestern uneinheitlich tendiert. Der Höhenflug der letzten Tage konnte nicht fortgesetzt werden. Zum Einen fielen die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung wesentlich höher als erwartet aus und zum Anderen wurden die Zahlen für die Arbeitsproduktivität stark nach unten revidiert. Dies zeigt eigentlich eindeutig in welcher Problematik sich die Anleger zur Zeit befinden. Die zählbaren und nachweisbaren Wirschaftsdaten in den USA zeigen immer noch ein trübes Bild der amerikanischen Konjunktur und die rein gefühlsmäßigen Zahlen, wie der NAPM Index oder das Konsumentenvertrauen, spiegeln den grenzenlosen Optimismus der Amerikaner wieder. Hoffen wir, dass der Optimismus im nächsten Jahr recht behält. Der Dow Jones 30 Index schloss in New York mit 0,16 Prozent im Minus bei 10.098,38 Punkten. Der marktbreite S&P 500 Index fiel ebenfalls geringfügig um 0,28 Prozent auf 1.167,04 Zähler. Gewinner und Verlierer hielten sich in etwa die Waage. Der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index Index schloss am Donnerstag mit 0,36 Prozent im Plus bei 2.054,27 Zählern.
Auch der deutsche Aktienmarkt hat gestern schon angedeutet, dass sein weiteres Kurspotential begrenzt ist. Bei jedem Versuch die 5300er Marke im Dax zu überspringen, setzten Verkäufe ein, die den ganzen Tag versucht haben den Dax in Richtung 5250 zu bewegen. Die Pattsituation spiegelte sich aber dadurch wieder, dass sobald der Dax sich ins negative Kursniveau bewegte, die Käufer wieder in Erscheinung traten. Der Schlusskurs im Dax spiegelt dieses wieder, denn er lag dort, wo wir am Mittwoch schon geendet hatten. Auch heute morgen liegt die erste Indikation im Dax bei 5265 nur unwesentlich unter den Schlusskursen der letzten beide Tage. Da heute Freitag ist und die Unterstützung bei 5220 und der Widerstand bei 5350 gestern sehr gut gelegen haben, bleibe ich heute bei meiner Handelsbreite von gestern. Ich sehe für heute keine große Bewegung und keinen großen Umsatz. Ein Auge sollten wir aber immer auf die Rentenmärkte haben, denn das was dort gestern passiert ist, sollte uns zum Nachdenken anregen. Eine so drastische Zinserhöhung am langen Ende kann nicht positiv für den Aktienmarkt sein. Aus all diesen Gründen bin ich heute eher negativ gestimmt und hoffe, dass die Marke bei 5220 im Dax zum Wochenende Bestand haben wird. Sollte dies nicht der Fall sein, so fallen wir wieder in die alte Handelsbreite von 4900 zu 5220 Punkten im Dax zurück.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnz
Die amerikanischen Aktienmärkte haben gestern uneinheitlich tendiert. Der Höhenflug der letzten Tage konnte nicht fortgesetzt werden. Zum Einen fielen die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung wesentlich höher als erwartet aus und zum Anderen wurden die Zahlen für die Arbeitsproduktivität stark nach unten revidiert. Dies zeigt eigentlich eindeutig in welcher Problematik sich die Anleger zur Zeit befinden. Die zählbaren und nachweisbaren Wirschaftsdaten in den USA zeigen immer noch ein trübes Bild der amerikanischen Konjunktur und die rein gefühlsmäßigen Zahlen, wie der NAPM Index oder das Konsumentenvertrauen, spiegeln den grenzenlosen Optimismus der Amerikaner wieder. Hoffen wir, dass der Optimismus im nächsten Jahr recht behält. Der Dow Jones 30 Index schloss in New York mit 0,16 Prozent im Minus bei 10.098,38 Punkten. Der marktbreite S&P 500 Index fiel ebenfalls geringfügig um 0,28 Prozent auf 1.167,04 Zähler. Gewinner und Verlierer hielten sich in etwa die Waage. Der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index Index schloss am Donnerstag mit 0,36 Prozent im Plus bei 2.054,27 Zählern.Auch der deutsche Aktienmarkt hat gestern schon angedeutet, dass sein weiteres Kurspotential begrenzt ist. Bei jedem Versuch die 5300er Marke im Dax zu überspringen, setzten Verkäufe ein, die den ganzen Tag versucht haben den Dax in Richtung 5250 zu bewegen. Die Pattsituation spiegelte sich aber dadurch wieder, dass sobald der Dax sich ins negative Kursniveau bewegte, die Käufer wieder in Erscheinung traten. Der Schlusskurs im Dax spiegelt dieses wieder, denn er lag dort, wo wir am Mittwoch schon geendet hatten. Auch heute morgen liegt die erste Indikation im Dax bei 5265 nur unwesentlich unter den Schlusskursen der letzten beide Tage. Da heute Freitag ist und die Unterstützung bei 5220 und der Widerstand bei 5350 gestern sehr gut gelegen haben, bleibe ich heute bei meiner Handelsbreite von gestern. Ich sehe für heute keine große Bewegung und keinen großen Umsatz. Ein Auge sollten wir aber immer auf die Rentenmärkte haben, denn das was dort gestern passiert ist, sollte uns zum Nachdenken anregen. Eine so drastische Zinserhöhung am langen Ende kann nicht positiv für den Aktienmarkt sein. Aus all diesen Gründen bin ich heute eher negativ gestimmt und hoffe, dass die Marke bei 5220 im Dax zum Wochenende Bestand haben wird. Sollte dies nicht der Fall sein, so fallen wir wieder in die alte Handelsbreite von 4900 zu 5220 Punkten im Dax zurück.
Jörg Dechert, Aktienhandel


