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Fr, 07:21 Uhr
07.12.2001

nnz-Rückspiegel: 7. Dezember 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Assistenzarzt ab heute wegen Mißbrauchs vor Gericht
Heute beginnt am Landgericht Mühlhausen der Prozeß gegen einen ehemaligen Assistenzarzt einer Rehabilitationsklinik in Sülzhayn. Ihm wird mehrfacher sexueller Mißbrauch zur Last gelegt. Der Angeklagte war in Sülzhayn als Stationsarzt beschäftigt und hatte dadurch Kontakt zu einem achtjährigen Jungen, den er später mehrfach mißbrauchte. Im Dezember 1999 sowie im April und Juni 2000 soll er dem Kind in seiner Wohnung Schlafmittel eingeflößt und es dadurch in einen Tiefschlaf versetzt haben. In diesem Zustand soll er den Jungen vor laufender Videokamera mißbraucht haben, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten wurden 130 CD-ROM und Videokassetten mit kinderpornographischem Inhalt gefunden. Der 37jährige sitzt seit Juni in Untersuchungshaft, er hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gestanden.


Diskussion zum geplanten Gipsabbau am Winkelberg
Der geplante Gipsabbau am Winkelberg steht heute zur Diskussion während einer Bürgerversammlung in der Turnhalle von Petersdorf. Nach Ansicht von Bürgermeister Tilo Große werde der Rohstoffabbau nicht nur das Leben der Einwohner der kleinen Gemeinde, sondern die gesamte Südharz-Region nachhaltig negativ beeinflussen und nicht korrigierbar verändern. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Lichtbildervortrag über den derzeitigen Naturbestand, danach informiert der Gemeinderat über seine Bemühungen zum Erhalt des Winkelberges. Zu dieser Veranstaltung sind nicht nur die Bürger der Kommune eingeladen. Erwartet wird auch das Interesse von Gemeinde- und Stadträten, Landtagsabgeordneten und Kreistagsmitgliedern.


Theaterleitung zog positive Spielzeit-Bilanz
Die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH beendete die vergangenen Spielzeit 1999/2000 mit einem positiven Geschäftsergebnis. Durch den Lohnverzicht der Theatermitarbeiter konnten einmalig Einsparungen in Höhe von über 227.000 DM erzielt werden. Im August 1999 hatte die neue Geschäftsleitung das Unternehmen mit über die Jahre hinweg angesammelten Verlusten in Höhe von 247.000 Mark übernommen. Diese Belastung durch die Intendanz von Christoph Nix konnte durch die breite Unterstützung der Belegschaft in einem gemeinsamen Kraftakt mit der neuen Leitung des Hauses beseitigt werden. „Damit ist das Theater Nordhausen nach nur einem Jahr unter der Intendanz von Dr. Monika Pirklbauer vollständig entschuldet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses.
Das Nordhäuser Theater beendete das Geschäftsjahr 1999/2000 mit schwarzen Zahlen. Es weist zudem einen Bilanzgewinn von 27.000 Mark aus. Ermöglicht wurde dieses positive Geschäftsergebnis durch einen außerordentlichen Kraftakt der Mitarbeiter des Hauses. Diese hatten im Rahmen eines Haustarifvertrages auf einen Großteil ihres 13. Monatsgehaltes verzichtet und so wesentlich zu dem Ergebnis beigetragen. Flankiert durch eine strikte Kostenpolitik konnten weitere Einsparungen realisiert werden. Schließlich konnte der tariflich bedingte Anstieg der Personalkosten durch einen Anstieg der anteiligen Finanzierung durch das Land Thüringen aufgefangen werden. „Die Existenz des Theaters Nordhausen wird zukünftig vollständig von der Frage abhängen, ob das Land und Kommunen die jährlichen Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst übernehmen werden. Ein weiterer Personalabbau hätte unwiederbringlich die Schließung einer oder mehrerer Sparten zur Folge“, heißt es abschließend aus dem Theater.


Zweiter COMBINO ging heute auf seine Jungfernfahrt
Kurz vor 10 Uhr war es, als der zweite COMBINO zu seiner Jungfernfahrt aus dem Depot der Nordhäuser Straßenbahnen rollte. Im schicken Gelb einer hiesigen Bank hatte der neue „dreiteilige Niederflur-Gelenktriebwagen“ bereits einige Kilometer quer durch Nordhausen absolviert. Testfahrten waren in dieser Woche mehrfach angesagt. Kurz nach 10 Uhr stieg an der Haltestelle gegenüber dem Depot dann auch noch der Nikolaus in den COMBINO ein. Der verteilte (nicht nur an Kinder) kleine Geschenke. Für die Stadtwerke und für die Nordhäuser hat sich die Entscheidung für die Siemens-Fahrzeuge bislang gelohnt. Der erste seiner Art hat seit dem diesjährigen Rolandsfest bereits rund 30.000 Kilometer absolviert und das ohne jegliche Beanstandungen. Der „COMBINO 102“ wurde innerhalb weniger Tage in Betrieb genommen. Und die Vorteile für die Fahrgäste liegen doch quasi „auf dem Fuß“: Bequemes Ein- und Aussteigen, angenehmes Sitzen - sprich viel Komfort. Die nächsten beiden Fahrzeuge sollen dann im Jahr 2002 nach Nordhausen kommen.
Autor: nnz

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