Fr, 07:13 Uhr
07.12.2001
nnz-architektur-auge
Nordhausen (nnz). Wie bereits angekündigt, wird nun der erste Artikel im nnz-architektur-auge erscheinen, in dem es um die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 gehen soll. Klicken Sie sich rein, wenn Sie wissen wollen, wie Sie Energiekosten beim Bauen sparen können.
Wie bereits angekündigt, soll nun der erste Artikel im nnz-architektur-auge erscheinen, in dem es um die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 gehen soll. Nachdem der Entwurf durch die Instanzen gegangen ist und Ende September das Bundeskabinett zugestimmt hat, wird die neue EnEV zum 1. Februar kommenden Jahres in Kraft treten. Mit ihr ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Energiebilanz getan. Sie wird die heutige Wärmeschutz- und Heizungsanlagenverordnung zusammenfassen. Im Zuge der neuen Verordnung wird das heute noch geförderte Niedrigenergiehaus zum Standard. Der Heizenergiebedarf von Neubauten wird um 30 Prozent gegenüber den heutigen Anforderungen gesenkt. In bestehenden Gebäuden schreibt die EnEV eine Nachrüstung vor, insbesondere bei Heizungsanlagen die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden.
Auf dieser Grundlage wird es erstmals möglich, die Effizienz der Anlagentechnik mit in die Bewertung der energetischen Qualität von Gebäuden einzubeziehen. Dabei bleibt es dem Bauherrn und dem Architekt freigestellt, wie er die vorgegebenen Zielwerte erreicht. Dies kann durch verstärkten Wärmeschutz, Anlagentechnik, Einsatz erneuerbarer Energiequellen oder Konzepte zur Wärmerückgewinnung erreicht werden. Ich erwähnte bereits, dass die Förderung gestrichen ist, doch gibt es weitere Förderprogramme, die für den einzelnen Bauherren in Betracht kommen. Die Niedrigenergiehaus-Förderung wird durch die Passivhaus-Förderung ersetzt und die Solarthermie-Förderung leicht gesenkt. Zudem führt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Jahresbeginn das KohlendioxidGebäudesanierungsprogramm ein. Dies ist interessant für Modernisierer, die energetische Verbesserungen planen.
Die auf den Weg gebrachte EnEV ermöglicht nun einen Wettbewerb zwischen einzelnen Energieformen zur Heizung und Warmwasserbereitung. Angesichts steigender Preise bei fossilen Rohstoffen stellt sich für viele Bauherren die Frage nach sinnvollen Alternativen. Die EnEV bietet da verschiedene Wahlmöglichkeiten, für die sich der Bauherr entscheiden kann. Da wären Wärmepumpen, Solaranlagen, Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung oder dezentrale Warmwassersysteme zu erwähnen. (Bild 2einfügen) Bei einer sinnvollen Einsetzung dieser und weiterer Möglichkeiten werden auch die Folgekosten zur Unterhaltung eines Gebäudes gesenkt. In diesem gesamten Zusammenhang wird das Passivhaus immer attraktiver und mit seiner Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung aktueller als bisher.
Dem Leser sollte hiermit ein kleiner Einblick in die neue EnEV geben, um bei möglichen Planungen weiter zu denken als nur unbedingt nötig. Mit der neuen EnEV wird der bauliche Wärmeschutz und effiziente Anlagentechnik integriert. Dies stellt insbesondere Bauherren und Architekten vor neue, interessante Aufgaben. Diese werden in einer weiteren Entwicklung der Architektur zum Ausdruck kommen. In einer weiteren Folge des nnz-architektur-auge soll das Konzept eines Passivhauses vorgestellt werden, damit der interessierte Bauherr noch mehr Energiekosten sparen kann. Also schauen Sie wieder rein, wenn es wieder heißt: nnz-architektur-auge
Detlef Schmidt, Architekt
Autor: nnz
Wie bereits angekündigt, soll nun der erste Artikel im nnz-architektur-auge erscheinen, in dem es um die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 gehen soll. Nachdem der Entwurf durch die Instanzen gegangen ist und Ende September das Bundeskabinett zugestimmt hat, wird die neue EnEV zum 1. Februar kommenden Jahres in Kraft treten. Mit ihr ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Energiebilanz getan. Sie wird die heutige Wärmeschutz- und Heizungsanlagenverordnung zusammenfassen. Im Zuge der neuen Verordnung wird das heute noch geförderte Niedrigenergiehaus zum Standard. Der Heizenergiebedarf von Neubauten wird um 30 Prozent gegenüber den heutigen Anforderungen gesenkt. In bestehenden Gebäuden schreibt die EnEV eine Nachrüstung vor, insbesondere bei Heizungsanlagen die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden. Auf dieser Grundlage wird es erstmals möglich, die Effizienz der Anlagentechnik mit in die Bewertung der energetischen Qualität von Gebäuden einzubeziehen. Dabei bleibt es dem Bauherrn und dem Architekt freigestellt, wie er die vorgegebenen Zielwerte erreicht. Dies kann durch verstärkten Wärmeschutz, Anlagentechnik, Einsatz erneuerbarer Energiequellen oder Konzepte zur Wärmerückgewinnung erreicht werden. Ich erwähnte bereits, dass die Förderung gestrichen ist, doch gibt es weitere Förderprogramme, die für den einzelnen Bauherren in Betracht kommen. Die Niedrigenergiehaus-Förderung wird durch die Passivhaus-Förderung ersetzt und die Solarthermie-Förderung leicht gesenkt. Zudem führt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Jahresbeginn das KohlendioxidGebäudesanierungsprogramm ein. Dies ist interessant für Modernisierer, die energetische Verbesserungen planen.
Die auf den Weg gebrachte EnEV ermöglicht nun einen Wettbewerb zwischen einzelnen Energieformen zur Heizung und Warmwasserbereitung. Angesichts steigender Preise bei fossilen Rohstoffen stellt sich für viele Bauherren die Frage nach sinnvollen Alternativen. Die EnEV bietet da verschiedene Wahlmöglichkeiten, für die sich der Bauherr entscheiden kann. Da wären Wärmepumpen, Solaranlagen, Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung oder dezentrale Warmwassersysteme zu erwähnen. (Bild 2einfügen) Bei einer sinnvollen Einsetzung dieser und weiterer Möglichkeiten werden auch die Folgekosten zur Unterhaltung eines Gebäudes gesenkt. In diesem gesamten Zusammenhang wird das Passivhaus immer attraktiver und mit seiner Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung aktueller als bisher. Dem Leser sollte hiermit ein kleiner Einblick in die neue EnEV geben, um bei möglichen Planungen weiter zu denken als nur unbedingt nötig. Mit der neuen EnEV wird der bauliche Wärmeschutz und effiziente Anlagentechnik integriert. Dies stellt insbesondere Bauherren und Architekten vor neue, interessante Aufgaben. Diese werden in einer weiteren Entwicklung der Architektur zum Ausdruck kommen. In einer weiteren Folge des nnz-architektur-auge soll das Konzept eines Passivhauses vorgestellt werden, damit der interessierte Bauherr noch mehr Energiekosten sparen kann. Also schauen Sie wieder rein, wenn es wieder heißt: nnz-architektur-auge
Detlef Schmidt, Architekt

