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Mo, 14:15 Uhr
01.05.2006

Von Würde und Wahlen

Nordhausen (nnz). Mehrere Hundert Menschen kamen heute zur Maikundgebung auf den Nordhäuser Rathausplatz. Dorthin hatten Parteien und Gewerkschaften eingeladen. Mitgebracht hatten sie herrliches Maiwetter und ein Motto, das angesichts der sie umgebenden Bier- und Musikmeile eine doppelzüngige Bedeutung bekam.

Von Würde und Wahlen (Foto: nnz) Von Würde und Wahlen (Foto: nnz)

„Deine Würde ist unser Maß“, so das gewerkschaftliche Motto in diesem Jahr. In der Eröffnungsansprache ging die Nordthüringer IG-Metall-Chefin Astrid Schwarz Zaplinski auf dieses Thema ein. Sie brandmarkte unwürdige Löhne und Gehälter, von denen viele Arbeitnehmer kaum noch leben könnten. Sie verwies auf die menschenunwürdigen Hartz-IV-Gesetzlichkeiten und über die immer mehr zunehmende Armut in Deutschland, von der mittlerweile auch zwei Millionen Kinder betroffen seien.

Gegen diese menschenunwürdigen Umstände müsse man sich wehren, und es sei nur richtig, dass dies seit Jahren die Beschäftigten der Nobas in Nordhausen tun würden. Sie kämpfen für ihnen zustehende, vertraglich vereinbarte Löhne und Gehälter. Für nicht mehr und nicht weniger. Für ihre Würde.

Nach Schwarz-Zaplinski referierte Matthias Altman von der Gewerkschaft Transnet über die Würde, die das Maß sein sollte. Obwohl der Gewerkschafter einige Nordthüringer Splitter mit eingebaut hatte, hätte er seine Rede natürlich auch in Rudolstadt oder Suhl halten können. Ob die Zuhörer sich unbedingt in einem betriebswirtschaftlichen Grundseminar an diesem Vormittag weiterbilden wollte, das sei dahingestellt.

Konkreter wurde es auf jeden Fall bei der Diskussionsrunde, die von Olaf Schulze moderiert wurde. Kommunale Politiker diskutierten über Probleme im Landkreis Nordhausen und boten unaufgeregte Lösungen an. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sowie die Kandidaten Birgit Keller (Linkspartei.PDS), Ursula Burkhardt und Heinrich Lorenz (Bündnis90/Grüne). Für die musikalische Umrahmung sorgten dann „Big Harry und Band“, für die Familien gab es ein Spielmobil sowie die Informationsstände von Parteien und Gewerkschaften. Und natürlich gab es auch Wahlkampf. Nach einigen Stunden löste sich das gewerkschaftliche Treiben nach und nach auf, schließlich war es in die Bier- und Musikmeile eingebettet.
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
1. Mai in Nordhausen (Foto: )
Autor: nnz

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