So, 11:50 Uhr
30.04.2006
Bündnisgrüne im Gespräch
Nordhausen/Bleicherode (nnz). Gestern führten die Bündnisgrünen ein seit langem vorbereitetes Fachgespräch mit Grund- und Regelschullehrerinnen zur bisherigen Schulpolitik und –verwaltung im Blick auf die Realität an den Schulen in der Stadt und im Landkreis durch. Was da besprochen wurde, das hat die nnz ebenso erfahren wie die Stippvisite des Landratskandidatin Heinrich Lorenz in Bleicherode.
Grundsätzliche Übereinstimmung zwischen den Lehrerinnen und der bündnisgrünen Oberbürgermeisterkandidatin Ursula Burkhardt bestand in der Forderung nach gemeinsamen Lernen aller Schüler bis zur 8. Klasse. Dies nicht zuletzt, weil Wissen und Sozialkompetenz sich in der Geborgenheit der vertrauten Klassengemeinschaft über einen längeren Zeitraum zur Persönlichkeitsfestigung wirkungsvoller aufbauen lassen.
Eine zu frühe Selektion von Starken und Schwachen führt zur Störung einer gesunden sozialen Mischung. Die leistungsschwachen und leistungsunwilligen Schüler bleiben zurück. Gleiche unter sich befruchten sich gegenseitig negativ. Es entsteht eine Dynamik, der sich positiv motivierte Kinder nur schwer entziehen können, man spricht von negativer Ansteckung.
Die Politik und die Verwaltung werden ihrer Rolle als Verantwortungsträger für langfristige Schulentwicklung und Schulnetzplanung seit Jahren nicht gerecht, stimmen die Gesprächsteilnehmer überein. Vorsorgen ist auch hier besser als heilen, resümiert Ursula Burkhardt. Lehrer, Eltern und Schüler wollen kontinuierlich an einem positiven Image ihrer Schulen arbeiten. Man muss uns nur lassen, uns die notwendige Unterstützung nicht versagen und vor allem unsere Erfahrung und Kompetenz bei Entscheidungen nicht zurückweisen.
Zum Beispiel investiert die Stadt Millionen in eine Schule und niemand von der Stadtverwaltung oder dem Planungsbüro hat bisher die Vorstellungen, Wünsche und Ideen für eine nachhaltige Schulentwicklung speziell für diese Schule mit Eltern, Lehrern und vor allem mit den Schülern besprochen, so die Lehrerinnen. Und genau das will ich ändern, wenn ich im Rathaus mitbestimmen kann", sagt Ursula Burkhardt..
Sport und Musik sind so genannte Mängelfächer. Zu wenig und nicht immer fachlich gut ausgebildete Musik – und Sportlehrer müssen vielfach den Mangel verwalten. Es ist eine Binsenweisheit, dass Sport und Musik die Lust am Leben wecken und die kindliche Seele festigen sowie die Persönlichkeit entwickeln. Trotzdem kürzt man Musik- und Sportlehrerstellen, so dass die Abwanderung in die alten Bundesländer auch aus dem Landkreis Nordhausen sich immer weiter fortsetzt. Ursula Burkhardt versprach den Lehrerinnen, sich schon bald wieder zu treffen, um nicht nur wie bei diesem 1. Treffen über Defizite und Ärgernisse zu sprechen, sondern unbedingt nach Lösungen zu suchen, damit wir im Südharz dem Negativtrend rechtzeitig entgegensteuern können.
Wahlkampf vor Ort in Bleicherode
Voller Begeisterung berichtet Heinrich Lorenz von seinem Besuch auf dem Markt in Bleicherode. da soll noch einer von Politikverdrossenheit reden!
Die Bürger kommen so zahlreich zum Stand der Grünen an diesem Markttag in Bleicherode, dass er und sein Helfer, Dr. Horst Kox, Mitglied des Kreistages (Grüne) sich sputen müssen, alle Fragen der Männer, Frauen und auch von Schülern aufnehmen und beantworten zu können.
Da wird über den Ärztemangel geklagt, über die Ungerechtigkeit, dass die Autobahnpolizei wieder einmal im Heimatkreis des Ministerpräsidenten angesiedelt werden soll, obwohl Bleicherode der optimale Standort wäre. Das kritisiert auch der Landratskandidat und fordert dies noch zu ändern.
Die Bürger formulieren ihre Ängste, weil in Bleicherode die Perspektiven für die Jugend fehlen, die Angst vor der Schließung des Gymnasiums umgeht. Wie bewahren wir die Stadt vor der Überalterung? Heinrich Lorenz spürt, wie wichtig das Gespräch mit den Bürgern ist.
Aber auch über die Freude, dass die Bode und die Wipper wieder lebendige Flüsse wurden, teilen die Bürger dem Kandidaten mit. Die Grünen müssen sich noch viel mehr einmischen, fordern ihn die Bürger auf. Die Hoffnung auf den Chemiepark sind gekoppelt mit der Forderung nach Transparenz bei der Einlagerung von Abfällen, auch da stimmen Bürger und Politiker überein.
"Dieses Mal haben wir noch keinen Bürgermeisterkandidaten von den Grünen in Bleicherode aufgestellt. Bei der nächsten Wahl sind wir dabei", verspricht Heinrich Lorenz den Bleicherödern.
Autor: nnzGrundsätzliche Übereinstimmung zwischen den Lehrerinnen und der bündnisgrünen Oberbürgermeisterkandidatin Ursula Burkhardt bestand in der Forderung nach gemeinsamen Lernen aller Schüler bis zur 8. Klasse. Dies nicht zuletzt, weil Wissen und Sozialkompetenz sich in der Geborgenheit der vertrauten Klassengemeinschaft über einen längeren Zeitraum zur Persönlichkeitsfestigung wirkungsvoller aufbauen lassen.
Eine zu frühe Selektion von Starken und Schwachen führt zur Störung einer gesunden sozialen Mischung. Die leistungsschwachen und leistungsunwilligen Schüler bleiben zurück. Gleiche unter sich befruchten sich gegenseitig negativ. Es entsteht eine Dynamik, der sich positiv motivierte Kinder nur schwer entziehen können, man spricht von negativer Ansteckung.
Die Politik und die Verwaltung werden ihrer Rolle als Verantwortungsträger für langfristige Schulentwicklung und Schulnetzplanung seit Jahren nicht gerecht, stimmen die Gesprächsteilnehmer überein. Vorsorgen ist auch hier besser als heilen, resümiert Ursula Burkhardt. Lehrer, Eltern und Schüler wollen kontinuierlich an einem positiven Image ihrer Schulen arbeiten. Man muss uns nur lassen, uns die notwendige Unterstützung nicht versagen und vor allem unsere Erfahrung und Kompetenz bei Entscheidungen nicht zurückweisen.
Zum Beispiel investiert die Stadt Millionen in eine Schule und niemand von der Stadtverwaltung oder dem Planungsbüro hat bisher die Vorstellungen, Wünsche und Ideen für eine nachhaltige Schulentwicklung speziell für diese Schule mit Eltern, Lehrern und vor allem mit den Schülern besprochen, so die Lehrerinnen. Und genau das will ich ändern, wenn ich im Rathaus mitbestimmen kann", sagt Ursula Burkhardt..
Sport und Musik sind so genannte Mängelfächer. Zu wenig und nicht immer fachlich gut ausgebildete Musik – und Sportlehrer müssen vielfach den Mangel verwalten. Es ist eine Binsenweisheit, dass Sport und Musik die Lust am Leben wecken und die kindliche Seele festigen sowie die Persönlichkeit entwickeln. Trotzdem kürzt man Musik- und Sportlehrerstellen, so dass die Abwanderung in die alten Bundesländer auch aus dem Landkreis Nordhausen sich immer weiter fortsetzt. Ursula Burkhardt versprach den Lehrerinnen, sich schon bald wieder zu treffen, um nicht nur wie bei diesem 1. Treffen über Defizite und Ärgernisse zu sprechen, sondern unbedingt nach Lösungen zu suchen, damit wir im Südharz dem Negativtrend rechtzeitig entgegensteuern können.
Wahlkampf vor Ort in Bleicherode
Voller Begeisterung berichtet Heinrich Lorenz von seinem Besuch auf dem Markt in Bleicherode. da soll noch einer von Politikverdrossenheit reden!
Die Bürger kommen so zahlreich zum Stand der Grünen an diesem Markttag in Bleicherode, dass er und sein Helfer, Dr. Horst Kox, Mitglied des Kreistages (Grüne) sich sputen müssen, alle Fragen der Männer, Frauen und auch von Schülern aufnehmen und beantworten zu können.
Da wird über den Ärztemangel geklagt, über die Ungerechtigkeit, dass die Autobahnpolizei wieder einmal im Heimatkreis des Ministerpräsidenten angesiedelt werden soll, obwohl Bleicherode der optimale Standort wäre. Das kritisiert auch der Landratskandidat und fordert dies noch zu ändern.
Die Bürger formulieren ihre Ängste, weil in Bleicherode die Perspektiven für die Jugend fehlen, die Angst vor der Schließung des Gymnasiums umgeht. Wie bewahren wir die Stadt vor der Überalterung? Heinrich Lorenz spürt, wie wichtig das Gespräch mit den Bürgern ist.
Aber auch über die Freude, dass die Bode und die Wipper wieder lebendige Flüsse wurden, teilen die Bürger dem Kandidaten mit. Die Grünen müssen sich noch viel mehr einmischen, fordern ihn die Bürger auf. Die Hoffnung auf den Chemiepark sind gekoppelt mit der Forderung nach Transparenz bei der Einlagerung von Abfällen, auch da stimmen Bürger und Politiker überein.
"Dieses Mal haben wir noch keinen Bürgermeisterkandidaten von den Grünen in Bleicherode aufgestellt. Bei der nächsten Wahl sind wir dabei", verspricht Heinrich Lorenz den Bleicherödern.


