eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 11:20 Uhr
26.10.2000

Trouble um die Fiddle - Folkrock-Sextett kommt am Samstag nach Nordhausen

Nordhausen (nnz). Fiddler's Green mit neuem Album auf Tour Am 2. Oktober ist das neue Album des fränkischen Folkrock-Sextetts Fiddler's Green erschienen und parallel startete die Live-Tour zur neuen CD. Am 28. Oktober machen Peter Pathos & Co in Nordhausen als erster Thüringer Station halt. Im Vorfeld zur insgesamt 8. Langspielveröffentlichung hatte nnz-Mitarbeiter Olaf Schulze Gelegenheit mit dem Bassisten der Band, Rainer Schulz, zu sprechen.
nnz: Es gab einigen Trouble um die Besetzung eurer Fiddle. Da waren mehrere "Tobies" im Rennen, wie ist der momentane Stand?
Rainer: Es ist richtig, dass unser ursprünglicher Tobi nicht mehr dabei ist und wir Ersatz brauchten. Der Neue hieß aber nicht Tobias und deshalb trennten wir uns wieder von ihm. Im Sommer sprang dann der "alte" Tobi noch einmal ein und inzwischen haben wir einen wunderbaren neuen Tobias aus Regensburg, der sehr gut zu uns passt.
nnz: Gibt es jetzt gravierende Änderungen im typischen FG-Stil durch den neuen Geiger?
Rainer: Es wird sich schon etwas ändern, aber nicht gravierend. Das ist doch ganz klar, dass der neue Geiger seinen eigenen Stil hat, den er in die Band einbringen wird und es wäre Quatsch, wenn er versuchen würde, seinen Vorgänger einfach zu kopieren.
nnz: Anfang Oktober erschien eure neue CD "Another Sky". Wart ihr wieder in Amerika zum produzieren wie bei dem Vorgängeralbum "Spin Around"?
Rainer: Nein, wir haben im Mai die Rhythmussektionen in einem kleinen Studio bei Neubrandenburg aufgenommen und den Rest dann in Berlin. Wir sind nicht mehr bei einem Majorlabel und mussten unser eigenes Geld in die CD stecken. nnz: Beim Hören von "Another Sky" hatte ich den Eindruck, dass Fiddler's Green alles in allem etwas ruhiger geworden sind. Wie schätzt du das selbst ein? Rainer: Das möchte ich so nicht unterschreiben. Vielleicht ist die neue CD etwas melancholischer, was auch dem ganzen Umfeld geschuldet ist. Immerhin haben wir uns binnen eines Jahres von zwei Plattenfirmen getrennt.
nnz: Ein weiterer Eindruck ist, dass ihr wesentlich mehr als in der "Spin Around" zu den keltisch-irischen Wurzeln zurückgekehrt seid.
Rainer: Ja, wir hatten keinen Zwang von einem großen Label, irgendein Hitschema erfüllen zu müssen, wie es noch bei der "Spin Around" der Fall war. Jetzt konnten wir wieder so musizieren, wie wir wollen und wie es uns Spaß macht.
nnz: Den Spaß an der Musik merkt man euch auf dem neuen Album sofort an. Im letzten Jahr erschein euer Live-Doppelalbum "Stage Box". Jetzt, wo die Fans euer Konzert von CD hören können kommen da weniger Zuschauer in die Konzerte?
Rainer: Nein, absolut nicht. Das Album war eine Standortbestimmung und schon lange von den Fans gewünscht. Es hatte eine gute Resonanz, über die wir uns sehr gefreut haben.
nnz: Im Herbst geht ihr wieder auf Tour mit der neuen CD. Gibt es erwähnenswerte Neuigkeiten bei den FG-Konzerten zu erwarten?
Rainer: Wir setzen auf Bewährtes und stellen die Musik und die Stimmung in den Vordergrund. Großen Bühnenschnickschnack wird es bei uns nicht geben.
nnz: Am 28. Oktober spielt ihr während der aktuellen Tour das erste Mal in Thüringen in Nordhausen beim Jazzfest. Wie wird das Programm aufgebaut sein?
Rainer: Etwa die Hälfte des Konzertes wird aus Titeln der "Another Sky" bestehen, der Rest sind die liveerprobten und beliebten Songs aus früheren Veröffentlichungen, wie sie unsere Fans wünschen und lieben.
nnz: Wir bedanken uns für das Interview und wünschen euch eine erfolgreiche CD und eine Supertour im Herbst/Winter.
Autor: osch

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)