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Sa, 16:17 Uhr
10.06.2023
Der FSV Wacker 90 steigt definitiv in die Landesliga ab

Kein Husarenstück im Husarensportpark

FC Grimma - FSV Wacker 90 Nordhausen 1:0 (0:0)

Im Endspiel nach dem Endspiel standen sich heute am letzten Spieltag der NOFV-Oberliga Süd die Tabellen-Kellerkinder Grimma und Wacker gegenüber. Für die Nordhäuser ging es um ein Strohhälmchen und sie wollten einen Auswärtssieg landen …

Auch Lennart Liese (im blauen Trikot) konnte seine Mannschaft nicht vor dem Abstieg bewahren  (Foto: FSV Wacker 90) Auch Lennart Liese (im blauen Trikot) konnte seine Mannschaft nicht vor dem Abstieg bewahren (Foto: FSV Wacker 90)

Wacker-Trainer Dentz hatte gleich vier A-Junioren in den Kader berufen, mit Kevin Schlesier stand einer sogar in der Startelf. Ob dies bereits ein Fingerzeig für die nächste Saison ist, kann jeder Wacker-Fan für sich selbst spekulieren. Es ging (wieder einmal) um alles oder nichts. Die Nordhäuser begannen druckvoll, hatten nach vier Minuten den ersten Abschluss, aber Vopels Kopfball nach h Eckball von Liese verfehlte das Grimmaer Tor. Nach einer Viertelstunde übernahmen die sächsischen Hausherren das Zepter und kamen zu einigen Chancen, bei denen sich auch Wackers Keeper Sabri Vaizov auszeichnen konnte. Bis zur Halbzeitpause hatten die Nordhäuser nur noch einen Mini-Chance durch Robert Knopp, der den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle bringen konnte. Mit dem Pausenpfiff war Wacker weit weg von der Relegationshoffnung, denn der direkte Konkurrent um den eventuell rettenden 14. Platz, der FC An der Fahner Höhe, lag bereits mit 2:0 in Front.

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Nach dem es in der Pause nicht nur in beiden Kabinen Gewitter gab, sondern auch auf dem Platz ein ordentlicher Starkregen niederging, war es erneut der russische Torhüter Vaizov in Wacker-Diensten, der seine Elf vor einem Rückstand bewahrte, als er in der 51. Minute die nächste Großchance der Gastgeber vereitelte. Die mussten jetzt etwas für einen eigenen Sieg tun, um nicht selbst auf den relegationsgefährdeten 14. Rang abzurutschen, denn Fahner Höhe führte zu diesem Zeitpunkt schon mit 3:0 gegen Rudolstadt.

Letztlich war es der eben eingewechselte Louis Walter der den Husarensportpark in Wallung brachte, denn er schoss die Gastgeber nach 64 Minuten mit 1:0 in Führung. Gleich darauf setzte der starke Regen wieder ein und mit dem Guss begann Wacker eine Schlussoffensive, um den winzigen Strohhalm zum Klassenerhalt nicht fortspülen zu lassen. Doch gute Möglichkeiten in der 75., 78., 80. Minute konnten nicht genutzt werden und alles Anrennen gegen aufopfernd verteidigende Grimmaer war vergebens.

Der FSV Wacker 90 ist heute definitiv in die Landesliga abgestiegen, wenn nicht ein oder zwei oder drei Vereine aus der Oberliga ihr Team zurückziehen zur neuen Saison. Doch danach sieht es nicht aus. An dieser letzten Niederlage war bezeichnend, dass auch in dieser Partie wieder von der Ersatzbank keinerlei Impulse kamen und lediglich ein Wechsel (Routinier Riemekasten für Youngster Schlesier) durchgeführt wurde. Wie man im Abstiegskampf seine Hausaufgaben erledigt hat dagegen der FC An der Fahner Höhe gezeigt, der mit einem überlegenen 5:1-Sieg gegen Rudolstadt alles klar machte.

In Nordhausen ist nun Wunden lecken angesagt und es werden viele Fragen beantwortet werden müssen, ehe es mit neuem Elan in der Spielzeit 2023/24 in die Verbandsliga Thüringen geht. Der Trost an dieser traurigen Tatsache ist, dass es hier gegen Rivalen aus der Region geht; es zu zwei Derbies mit Sondershausen kommen wird und auch Heiligenstadt, Struth, Mühlhauen und Bad Langensalza zu einer samstäglichen Auswärtsfahrt einladen. Denn an den treuen Fans, die auch heute wieder mit einem Sonderbus angereist waren, hat es diese Spielzeit wirklich nicht gelegen.

Tor: 1:0 Walter (64.)

FSV Wacker 90: Vaizov - Pietsch, Kohl, Gorges, Alsela, Vopel, Schwerdt, Schmidt, Liese, Knopp, Schlesier (56.Riemekasten)
Autor: red

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Kommentare
Sachlich
10.06.2023, 16:44 Uhr
Enttäuscht
Eine grauenhafte Saison ist zu Ende. Wacker ist abgestiegen und es gibt mit Abstand viel auf zuarbeiten. Auch als Rentner war ich bei jedem Wetter vor Ort und muss klar und deutlich sagen was den Zuschauern spielerisch geboten wurde war unterstes Niveau mit wenigen Ausnahmen. Alles was angesprochen wurde ob Einlass, Gastronomie, Ordnung und Sauberkeit wurde von den Verantwortlichen ignoriert und belächelt. Ohne Wenn und Aber ein radikaler Neuanfang auf allen Ebenen vom Vorstand bis zur Mannschaft.
hb54
10.06.2023, 16:50 Uhr
Endlich
Das hätte man schon eher haben können. Da wäre viel Geld gespart worden. Wahrscheinlich geht es weiter nach unten, wo die Qualität des Vereins hingehört. Schade wie man so einen Verein abtrudeln lässt.
nordfreak
10.06.2023, 17:03 Uhr
Zeit für einen Neuaufang
Endlich spielt Wacker nun da, wo es hingehört: in die Landesliga. Wären nicht die chaotischen Corona-Jahre gewesen, würden wir schon längst dort spielen. Doch in jedem Abstieg ist auch eine Chance für einen Neubeginn gelegt. Ich hoffe, dass der sich ständig selbst überschätzende Präsident nun endlich selbst von der Bühne abtritt. Es müssen Männer (wegen mir auch Frauen) an die Spitze, die nicht nur Ahnung von Fußball haben, sondern auch in der wirtschaftlichen und politischen Region vernetzt sind. Ohne Moos ist selbst bei Wacker nichts los. Der Umbruch muss her - jetzt oder es hat sich erledigt mit der Tradition an der Parkallee.
Blue
10.06.2023, 18:00 Uhr
Das traurige Ende
einer Misswirtschaft von drei Jahren. Da sieht man das es nicht geht wenn man nur mit Nachwuchs spielen will. Andere Mannschaften haben auch nicht das Geld aber die spielen besseren Fußball. Vielleicht ein neues Präsidium und es kommen auch wieder kleinere Geldgeber! So kann es nicht weiter gehen
Kobold2
10.06.2023, 20:19 Uhr
Das beste der Region
Ist in der Realität angekommen....
Glückwunsch.
coco66
10.06.2023, 20:23 Uhr
Sie haben...
die ganze Saison um den Abstieg gebettelt, endlich hat sie der Fußballgott erhört, für mich sind die Spieler nicht an den Pranger zu stellen, die Vereinsführung hat total versagt, leider aber wahr.
Und die anderen Vereine der Thüringenliga werden nun staunen,was hier im AKS für ein Prunkstück errichtet wurde,am Ende für nichts.
Hayden 69
12.06.2023, 15:27 Uhr
Kein Sommermärchen
Es wird Zeit das mal richtig aufgeräumt wird und zwar ganz oben angefangen. Präsidium inkl. Präsident weg, nicht jeder Zweitklassiger Fußballer eignet sich in einer Führungsrolle und für was braucht so ein kleiner Ferein einen Präsidenten da bekommt man nur Höhenflüge wie man auch an der Entwicklung von Wacker sieht ständig nur abwärts und auch Spieler die für die Region stehen und keine Legionäre.
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