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Do, 12:45 Uhr
27.04.2006

Psychologie am Arbeitsmarkt

Nordhausen (nnz). Es sind immer wieder Grenzen, die psychologisch wichtig sind. Ob sie nun nach oben oder unter durchschritten werden, es lassen sich immer Begründungen ableiten. Bei den Arbeitslosenzahlen spielte im April eine solche Grenze eine wichtige Rolle.


Mit 29.876 liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit 2002 in einem Monat April wieder unter der markanten Grenze von 30.000. Mit 29.876 zählte die Nordhäuser Arbeitsagentur über 1.400 Arbeitslose weniger als im März. Während im Bereich des SGB II (ARGE) ein Anstieg um rund 300 Männer und Frauen auf 15.982 registriert wurde, konnte die Arbeitsagentur die Zahl der Menschen ohne Job um über 1.700 auf 13.894 reduzieren.

„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt zeigte im April bereits eine positive Tendenz. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist im Wesentlichen der Frühjahrsbelebung zuzuschreiben. Für eine nachhaltige Erholung sind allerdings die Impulse aus der Wirtschaft noch zu schwach“, so die Vorsitzende der Nordhäuser Arbeitsagentur, Dr. Simone Simon. Dank intensiver Beratung und Vermittlung ist es gelungen die Jugendarbeitslosigkeit seit Beginn des Jahres erneut zu senken. Mit 3.261 gibt es fast 700, oder 17,5 Prozent jüngere Arbeitslose unter 25 weniger, als noch vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ging insgesamt von 20,6 Prozent im März auf 19,7 Prozent zurück. Im April 2005 lag sie noch bei 20,7 Prozent. Die deutlichste Verbesserung um 2,0 Prozentpunkte auf 14,8 war im Eichsfeld zu registrieren. Hier haben über 50 Prozent der abgemeldeten Personen ihre Tätigkeit beim ehemaligen Arbeitgeber wieder aufgenommen.

Der Bestand freier Arbeitsstellen ist auch in den letzten vier Wochen weiter angestiegen. Die Arbeitsagentur hält insgesamt 1.443 und damit über 300 freie Arbeitsplätze mehr als vor einem Jahr für ihre Kunden bereit. Vor allem die Stellen im Baugewerbe haben sich mit 289 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Betriebe und Unternehmen meldeten im Berichtsmonat 739 Arbeitsplätze, 455 davon sind versicherungspflichtig, allein 251 kommen aus der Dienstleistungsbranche.

Nachdem der Grundstein für das neue Biodieselwerk in Ebeleben gelegt wurde, wird die Arbeitsagentur das Unternehmen demnächst zielgerichtet bei der Stellenbesetzung unterstützen. 35 neue Arbeitsplätze werden im Jahr 2007 entstehen und den Arbeitsmarkt der Region Kyffhäuserkreis mit entlasten. Für die Baustelle Schmücketunnel haben die Vermittlungsfachkräfte 20 Spezialisten vermittelt. Zur Zeit sucht das Unternehmen noch ausgebildete Sprengfachleute, so genannte Mineure.
Autor: nnz

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