Di, 12:18 Uhr
18.04.2006
Was steckt dahinter
Nordhausen (nnz). Immer wieder werden die Mitglieder des Fördervereins in Limlingerode gefragt, was denn die Dichterin Sarah Kirsch ganz im Detail in diesem und jenem Gedicht aussagen will. Das werden Poeten selbst nicht gern gefragt, denn sie vertrauen dem Lesenden, daß er mit seiner Lebenserfahrung einen Weg in die Dichtung findet. So auch bei Sarah Kirsch?
Da es jedoch Dichterfreunde und Literaturwissenschaftler gibt, die Interpretationen zur Lyrik Sarah Kirschs öffentlich machten, werden am Samstag, dem 29. 4. 2006, also im Geburtstags-monat der Autorin, mehrere Gedichte aus ca. 40 Schaffensjahren in der Dichterstätte ab 14.30 Uhr vorgetragen und gleichzeitig die Interpretationsvorschläge angeboten. Darunter ist auch das Gedicht, Die Entrückung aus dem Band Katzenleben, 1984 herausgegeben, das von Karin Kisker eingehend befragt wurde.
Da die Dichterstätte drei Monate wegen eines erheblichen Schadens an der Westwand des Veranstaltungsraumes und weiterer intensiver Risse an den anderen Wänden, die leider bereits kurz nach der Eröffnung Ende 2002 auftraten, keine Kunstausstellung zuließ, kann die bereits für Januar angekündigte Ausstellung der in Nordhausen lebenden Ilse Spangenberg erst jetzt am 29. 4. eröffnet werden. Die vielseitige Künstlerin besuchte von 1947 bis 1949 die privaten Mal- und Zeichenschulen von Renate Niethammer und Martin Domke in Nordhausen. Es schloß sich ein Studium an der Hochschule für Architektur und Bildende Kunst in Weimar an. 1951 wechselte sie an die Hochschule für Bildende Kunst nach Dresden, und sie beendete das Studium 1953 mit dem Diplom. Seit 1956 lebt Ilse Spangenberg als freiberufliche Künstlerin in Nordhausen.
In den Ausstellungsvitrinen in der Bibliothek der Dichterstätte wird an Alfred Ebert erinnert, den Maler und Grafiker aus Halle, der am 26. 4. 2006 seinen 100. Geburtstag hätte. Dieser Künstler gehörte zu den einprägsamen Gestalten in der Kunstlandschaft der Saalestadt und bald weit darüber hinaus. Es freut uns, auch vier originale Ebertgrafiken zeigen zu können, die der Dichterstätte für kurze Zeit als Leihgabe gegeben wurden.
Sarah Kirsch kannte Ebert aus mehreren Begegnungen, und in einem Interview sagte sie, wie es zu ihrem Gedicht Der Maler Ebert gekommen ist: Es wird um 1954 gewesen sein, als der Dichter Erich Arendt und Heinz Czechowski zu mir in die Rathausstraße in Halle kamen. Wir tranken Kaffee und gingen den Maler Ebert besuchen. Umsonst, wie es im Gedicht steht, das ich hinterher schrieb. Die Dichterstätte in Limlingerode bietet also am 29. 4. drei interessante Begegnungen an, zu denen herzlich eingeladen wird.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzDa es jedoch Dichterfreunde und Literaturwissenschaftler gibt, die Interpretationen zur Lyrik Sarah Kirschs öffentlich machten, werden am Samstag, dem 29. 4. 2006, also im Geburtstags-monat der Autorin, mehrere Gedichte aus ca. 40 Schaffensjahren in der Dichterstätte ab 14.30 Uhr vorgetragen und gleichzeitig die Interpretationsvorschläge angeboten. Darunter ist auch das Gedicht, Die Entrückung aus dem Band Katzenleben, 1984 herausgegeben, das von Karin Kisker eingehend befragt wurde.
Da die Dichterstätte drei Monate wegen eines erheblichen Schadens an der Westwand des Veranstaltungsraumes und weiterer intensiver Risse an den anderen Wänden, die leider bereits kurz nach der Eröffnung Ende 2002 auftraten, keine Kunstausstellung zuließ, kann die bereits für Januar angekündigte Ausstellung der in Nordhausen lebenden Ilse Spangenberg erst jetzt am 29. 4. eröffnet werden. Die vielseitige Künstlerin besuchte von 1947 bis 1949 die privaten Mal- und Zeichenschulen von Renate Niethammer und Martin Domke in Nordhausen. Es schloß sich ein Studium an der Hochschule für Architektur und Bildende Kunst in Weimar an. 1951 wechselte sie an die Hochschule für Bildende Kunst nach Dresden, und sie beendete das Studium 1953 mit dem Diplom. Seit 1956 lebt Ilse Spangenberg als freiberufliche Künstlerin in Nordhausen.
In den Ausstellungsvitrinen in der Bibliothek der Dichterstätte wird an Alfred Ebert erinnert, den Maler und Grafiker aus Halle, der am 26. 4. 2006 seinen 100. Geburtstag hätte. Dieser Künstler gehörte zu den einprägsamen Gestalten in der Kunstlandschaft der Saalestadt und bald weit darüber hinaus. Es freut uns, auch vier originale Ebertgrafiken zeigen zu können, die der Dichterstätte für kurze Zeit als Leihgabe gegeben wurden.
Sarah Kirsch kannte Ebert aus mehreren Begegnungen, und in einem Interview sagte sie, wie es zu ihrem Gedicht Der Maler Ebert gekommen ist: Es wird um 1954 gewesen sein, als der Dichter Erich Arendt und Heinz Czechowski zu mir in die Rathausstraße in Halle kamen. Wir tranken Kaffee und gingen den Maler Ebert besuchen. Umsonst, wie es im Gedicht steht, das ich hinterher schrieb. Die Dichterstätte in Limlingerode bietet also am 29. 4. drei interessante Begegnungen an, zu denen herzlich eingeladen wird.
Heidelore Kneffel

