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Di, 11:46 Uhr
18.04.2006

Kaum zu überbieten

Nordhausen (nnz). Wahlhelfer sind wahnsinnig wichtig. Vor allem, wenn die in der Regierung des jeweiligen Bundeslandes das Sagen haben. Und: die Parteibücher müssen in der Farbe übereinstimmen.


Die nnz hatte bereits im vergangenen Monat über die Flut von Lottomittelbescheiden berichtet, die ausgerechnet vor wichtigen kommunalen Wahlen „plötzlich“ ins Land geschickt werden. Doch der damalige Ist-Zustand wird in den nächsten Tagen quantitativ überboten. So erhielt die nnz-Redaktion allein heute aus der Kreisverwaltung Einladungen zu drei Übergaben von Lottogeldern. Natürlich: Da freut sich ein Reit- und Fahrverein in Kleinbodungen über 2.500 Euro, da freuen sich die Krajaer Sportler über 1.500 Euro und eitel Sonnenschein wird in Windehausen herrschen.

Und damit die Kleinbodunger, Windehäuser und Krajaer auch wissen, wem sie dies alles zu verdanken haben, wird der Landrat des Landkreises, Joachim Claus (CDU), natürlich diese Bescheide höchstpersönlich überbringen. Joachim Claus will schließlich wiedergewählt werden. Auch sein Landrats-Kollege im Unstrut-Hainich-Kreis will am 7. Mai die Wahl gewinnen. Doch im Nachbarlandkreis hält man sich mit Landes-Segnungen in Form von Lottogeldern dezent zurück. Nicht etwa, weil dort weniger Vereine entsprechende Anträge gestellt hätten, nein, Harald Zanker hat einfach das falsche Parteibuch in seiner Tasche.

Und allein aus dieser Tatsache ist die Lottomittel-Übergabe-Flut im Landkreis Nordhausen kaum noch an Peinlichkeit zu überbieten. Ob sie am Ende auch förderlich ist, das bleibt abzuwarten. Auch das Gegenteil könnte der Fall sein...
Autor: nnz

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