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Mi, 13:00 Uhr
25.10.2000

Neanderklinik für regionale medizinische Versorgung - Kooperation angestrebt

Ilfeld (nnz). Die Belegungszahlen im Reha-Bereich der Ilfelder Neanderklinik sollen in den kommenden Monaten deutlich gesteigert werden. Davon geht Geschäftsführerin Ulrike Gothe in einem Gespräch mit nnz aus. Derzeit seien die Zahlen eher stagnierend. Die rund 130 Betten sind lediglich zu 40 Prozent ausgelastet. Vor allem die Nachfrage nach Kuren sei in den zurückliegenden Jahren deutlich nach unten gegangen.
Die Klinikleitung sucht derzeit nach Alternativen, um die Auslastung wieder in eine profitable Größenordnung zu bringen. So wird eine Kooperation mit dem Nordhäuser Südharz-Krankenhaus angestrebt (nnz berichtete). Patienten, die in Nordhausen ein Akutbehandlung hinter sich gebracht haben, sollten zur Anschlußbehandlung an den Rand des Südharzes geschickt werden. Mit diesen Verhandlungen will die Klinikleitung in Ilfeld auch Stärke gegenüber den Krankenkassen zeigen und verdeutlichen, daß es weitergeht. Noch immer kommt es vor, daß Patienten aus Nordthüringer Krankenhäusern zur Rehabilitation nach Bayern geschickt werden. Hier sollte die Region doch künftig besser zusammenhalten, appelliert Gothe.
In Niedersachsen handhaben Krankenkassen dieses "Regionalprinzip" sehr resolut. So mußten Patienten aus Niedersachsen auf Drängen der dortigen AOK ihre bereits begonnene Rehabilitation in Ilfeld abbrechen und wurden nach Bad Lauterberg gefahren.
Sorgen bereitet den Ilfeldern auch das Aufkommen an Kuren. Obwohl der Gesetzgeber einen Kuranspruch festgeschrieben hat, kommen kaum noch Gäste in den Südharz. "Zur Zeit haben wir nur noch wenige Kurgäste im Haus, vor Jahren waren es bis zu 150, aber wir sind da keine Ausnahme", bilanziert Ulrike Gothe. Gut belegt ist dagegen der Pflegebereich der Neanderklinik. Hier seien die Plätze fast ausgebucht.
Autor: psg

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