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Di, 15:06 Uhr
28.02.2023
NABU Thüringen fordert sachlichen Umgang mit den Beutegreifern

"Keine Hetzjagd auf Wölfe!"

In den vergangenen Monaten erreichten den NABU Thüringen wiederholt Meldungen zu Warnschildern mit vermeintlichen Hinweisen, die vor der Anwesenheit von Wölfen oder Wolfshybriden warnen sollen...

Wolf mit erbeutetem Opfer (Foto: Jürgen Borris) Wolf mit erbeutetem Opfer (Foto: Jürgen Borris)

Die letzte derartige Meldung stammt vom 26. Februar 2023 aus der Region Branchewinda/Wipfratal bei Arnstadt. Hier wurden mehrere Din-A4-Blätter mit vermeintlichen Sicherheitshinweisen an das Schwarze Brett der Gemeinde in Branchewinda anschlagen. Unterschrieben hat offenbar ein Jäger, der in der Region ein Jagdrevier gepachtet hat. In den Ausführungen wird vor Wölfen und Wolfshybriden gewarnt. Es ist von Vertuschung durch die Behörden, von „gechipten und entwurmten“ Wölfen, sowie von Wolfshybriden die Rede. Außerdem wird in den Ausführungen durch vorgetäuschte Sorge um Reh und Muffelwild und vermeintliche Gefahren für Menschen, die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht propagiert.

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„In den unsachlichen Darstellungen geht es offensichtlich darum, rechtlich geschützte Wildtiere wie den Wolf, als lästige Jagdkonkurrenten zu verunglimpfen und am liebsten wieder los zu werden“, sagt Silvester Tamás vom NABU Thüringen. Reh und Muffelwild gehören zum Nahrungsspektrum von Wölfen. Genauso jagen Jäger Wildtiere, um das Fleisch und Fell zu nutzen. „Es braucht aus unserer Sicht vor allem eine Versachlichung der Diskussion zum Thema Wolf. Ein großes Problem, das dabei nicht wegdiskutiert werden darf, ist der illegale Abschuss von Wölfen. Mit den beschriebenen Warnplakaten schürt man nur unnötigen Hass auf ein ursprünglich durch die Jagd ausgerottetes Wildtier. Hier braucht es noch viel Aufklärungsarbeit aber keinesfalls die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht“, so Tamás.

In Thüringen sind Wölfe immer noch selten. Der NABU Thüringen sieht dies als einen kleinen Erfolg für den Artenschutz, den es zukünftig noch weiter auszubauen gilt. „Darum wünschen wir uns deutlich mehr Einbeziehung der Jäger, wenn es um das Monitoring und die Akzeptanzförderung zu Wolf und Luchs geht“, so Silvester Tamás. Der NABU Thüringen hat hierzu eigens Informationen auf seinen Internetseiten bereitgestellt, mit sachlichen Hintergründen und Argumenten, warum der Wolf nicht ins Jagdrecht gehört.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
12.03.2023, 18:22 Uhr
Es kommt darauf an,...
... wem das Tieropfer gehört, welches Isevrim gerissen hat. Reißt er ein Tier eines Schäfers, zahlt der Steuerzahler, reißt er das Pferd von der Kommissionspraesidentin aus Brüssel, zahlt Isegrim mit seinem Leben.

Somit gibt es gleiche und gleichere Opfer. Oder wie soll man das verstehen?? Nur wie macht man das dem Wolf klar, damit er sich irgendwie vor der Kugel des Jägers schützen kann?
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