So, 08:00 Uhr
26.03.2006
Rückgang auf hohem Niveau
Nordhausen (nnz). Eine positive Nachricht von der Preisfront in Thüringen: Die Statistiker vermelden einen leichten Rückgang der Verbraucherpreise – allerdings immer noch auf Rekordniveau. Die nnz mit den Einzelheiten.
Die Verbraucherpreise in Thüringen gingen im März 2006 im Vergleich zum Februar 2006 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 110,2 zurück (Basisjahr 2000 = 100). Die Hauptursache für diese positive Entwicklung ist nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in der rückläufigen Preisentwicklung für saisonabhängige Waren und Dienstleistungen zu suchen, die im März um 2,1 Prozent preiswerter waren als noch im Februar.
Preisnachlässe ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik u.a. für die Bereiche 'Beherbergung und Gaststättendienstleistungen' (- 1,2 Prozent) sowie 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 0,9 Prozent). Die Verbraucher mussten im März insbesondere für Beherbergungsdienstleistungen (- 5,5 Prozent), für Verbrauchsgüter für Gartenpflege (- 3,8 Prozent) und für Pauschalreisen (- 3,1 Prozent) weniger bezahlen als im Februar.
Dem entgegen steht die Preisentwicklung für andere Waren mit typischem Saisoncharakter. So stiegen die Preise für Obst (+ 0,3 Prozent) und Gemüse (+ 0,7 Prozent). Innerhalb dieser beiden Warengruppen verlief die Preisentwicklung sehr unterschiedlich. Teuerer waren z.B. Bananen (+ 5,1 Prozent), Kiwis (+ 4,4 Prozent) und Apfelsinen (+ 2,1 Prozent), preiswerter Weintrauben (- 8,0 Prozent) und Zitronen (- 7,4 Prozent). Im Gemüseregal wurde die höchste Teuerung u.a. für Lauch, Blatt- und Stielgemüse (+ 17,8 Prozent), Speisemöhren (+ 9,8 Prozent) und Kartoffeln (+ 8,8 Prozent) festgestellt. Deutlich preiswerter als im Februar 2006 waren u.a. Gurken (- 22,3 Prozent), Blumenkohl (- 20,4 Prozent) und Tomaten (- 4,7 Prozent).
Mit der Umstellung auf die Frühjahrskollektion zogen auch die Preise für Bekleidung insgesamt um 0,6 Prozent an. So mussten die Damen u.a. beim Kauf von Blusen (+ 8,0 Prozent), Mänteln (+ 7,3 Prozent) und Röcken (+ 1,5 Prozent) tiefer in die Tasche greifen. Preisnachlässe gab es dagegen für Stoffhosen (- 3,7 Prozent) und Hosenanzüge (- 2,7 Prozent). Moderater dagegen die Preisentwicklung für Herrenbekleidung. Mäntel wurden im März um 1,5 Prozent, Sakkos um 1,3 Prozent und Stoffhosen um 0,9 Prozent teuerer. Straßenanzüge lagen um 0,5 Prozent unter dem Preisniveau vom Februar.
Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, stieg der Verbraucherpreisindex in Thüringen von März 2005 bis März 2006 um 2,0 Prozent. In den Monaten Januar und Februar 2006 lag die Jahresteuerungsrate bei 2,3 bzw. 2,4 Prozent.
Die Preistreiber sind weiterhin die Mineralölprodukte. So wurde allein im letzten Monat extra leichtes Heizöl um 1,3 Prozent teuerer. Binnen Jahresfrist stieg der Preis für extra leichtes Heizöl um mehr als ein Fünftel (+ 21,4 Prozent), der von Kraftstoffen um 9,4 Prozent. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Jahresteuerungsrate 1,5 Prozent betragen.
Auch die Preise für andere Haushaltsenergien verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich. So musste im März 2006 u.a. für die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme 21,4 Prozent, für Gas 17,5 Prozent und für Strom 5,3 Prozent mehr gezahlt werden als im März 2005.
Wesentlichen Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte aber auch die Preisentwicklung der anderen, im Zusammenhang mit der Wohnung stehenden Kosten. Spitzenreiter sind die Gebühren für die Müllabfuhr. Sie lagen im März um rund ein Fünftel (+ 19,7 Prozent) höher als vor Jahresfrist. Im gleichen Zeitraum stiegen die Kosten für die Wasserversorgung um 7,9 und für die Abwasserentsorgung um 4,9 Prozent.
Die Preisentwicklung bei o.g. einzelnen Bestandteilen führte dazu, dass das Wohnen binnen Jahresfrist um 3,7 Prozent teuerer wurde. In Anbetracht dessen, dass mehr als 30 Prozent aller Ausgaben der Haushalte auf den Bereich 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' entfallen, spiegelt sich solch eine Entwicklung deutlich in der Ausgabenstruktur wider.
Über der Gesamtjahresteuerungsrate von 2,0 Prozent lag die Preisentwicklung des letzten Jahres auch in den Bereichen 'Verkehr' (+ 3,5 Prozent) und 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' (+ 3,3 Prozent).
Autor: nnzDie Verbraucherpreise in Thüringen gingen im März 2006 im Vergleich zum Februar 2006 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 110,2 zurück (Basisjahr 2000 = 100). Die Hauptursache für diese positive Entwicklung ist nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in der rückläufigen Preisentwicklung für saisonabhängige Waren und Dienstleistungen zu suchen, die im März um 2,1 Prozent preiswerter waren als noch im Februar.
Preisnachlässe ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik u.a. für die Bereiche 'Beherbergung und Gaststättendienstleistungen' (- 1,2 Prozent) sowie 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' (- 0,9 Prozent). Die Verbraucher mussten im März insbesondere für Beherbergungsdienstleistungen (- 5,5 Prozent), für Verbrauchsgüter für Gartenpflege (- 3,8 Prozent) und für Pauschalreisen (- 3,1 Prozent) weniger bezahlen als im Februar.
Dem entgegen steht die Preisentwicklung für andere Waren mit typischem Saisoncharakter. So stiegen die Preise für Obst (+ 0,3 Prozent) und Gemüse (+ 0,7 Prozent). Innerhalb dieser beiden Warengruppen verlief die Preisentwicklung sehr unterschiedlich. Teuerer waren z.B. Bananen (+ 5,1 Prozent), Kiwis (+ 4,4 Prozent) und Apfelsinen (+ 2,1 Prozent), preiswerter Weintrauben (- 8,0 Prozent) und Zitronen (- 7,4 Prozent). Im Gemüseregal wurde die höchste Teuerung u.a. für Lauch, Blatt- und Stielgemüse (+ 17,8 Prozent), Speisemöhren (+ 9,8 Prozent) und Kartoffeln (+ 8,8 Prozent) festgestellt. Deutlich preiswerter als im Februar 2006 waren u.a. Gurken (- 22,3 Prozent), Blumenkohl (- 20,4 Prozent) und Tomaten (- 4,7 Prozent).
Mit der Umstellung auf die Frühjahrskollektion zogen auch die Preise für Bekleidung insgesamt um 0,6 Prozent an. So mussten die Damen u.a. beim Kauf von Blusen (+ 8,0 Prozent), Mänteln (+ 7,3 Prozent) und Röcken (+ 1,5 Prozent) tiefer in die Tasche greifen. Preisnachlässe gab es dagegen für Stoffhosen (- 3,7 Prozent) und Hosenanzüge (- 2,7 Prozent). Moderater dagegen die Preisentwicklung für Herrenbekleidung. Mäntel wurden im März um 1,5 Prozent, Sakkos um 1,3 Prozent und Stoffhosen um 0,9 Prozent teuerer. Straßenanzüge lagen um 0,5 Prozent unter dem Preisniveau vom Februar.
Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, stieg der Verbraucherpreisindex in Thüringen von März 2005 bis März 2006 um 2,0 Prozent. In den Monaten Januar und Februar 2006 lag die Jahresteuerungsrate bei 2,3 bzw. 2,4 Prozent.
Die Preistreiber sind weiterhin die Mineralölprodukte. So wurde allein im letzten Monat extra leichtes Heizöl um 1,3 Prozent teuerer. Binnen Jahresfrist stieg der Preis für extra leichtes Heizöl um mehr als ein Fünftel (+ 21,4 Prozent), der von Kraftstoffen um 9,4 Prozent. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Jahresteuerungsrate 1,5 Prozent betragen.
Auch die Preise für andere Haushaltsenergien verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich. So musste im März 2006 u.a. für die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme 21,4 Prozent, für Gas 17,5 Prozent und für Strom 5,3 Prozent mehr gezahlt werden als im März 2005.
Wesentlichen Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte aber auch die Preisentwicklung der anderen, im Zusammenhang mit der Wohnung stehenden Kosten. Spitzenreiter sind die Gebühren für die Müllabfuhr. Sie lagen im März um rund ein Fünftel (+ 19,7 Prozent) höher als vor Jahresfrist. Im gleichen Zeitraum stiegen die Kosten für die Wasserversorgung um 7,9 und für die Abwasserentsorgung um 4,9 Prozent.
Die Preisentwicklung bei o.g. einzelnen Bestandteilen führte dazu, dass das Wohnen binnen Jahresfrist um 3,7 Prozent teuerer wurde. In Anbetracht dessen, dass mehr als 30 Prozent aller Ausgaben der Haushalte auf den Bereich 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' entfallen, spiegelt sich solch eine Entwicklung deutlich in der Ausgabenstruktur wider.
Über der Gesamtjahresteuerungsrate von 2,0 Prozent lag die Preisentwicklung des letzten Jahres auch in den Bereichen 'Verkehr' (+ 3,5 Prozent) und 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' (+ 3,3 Prozent).

