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Mi, 16:10 Uhr
28.11.2001

nnz-Forum: Großer Zuspruch

Nordhausen/Urbach (nnz). Die Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ präsentierte sich in diesem Jahr auf der 12. Südharz-Messe. nnz veröffentlicht eine Bilanz der BI.


BI auf der Südharz-Messe „Es gab schon einen riesigen Wirbel, daß ihr hier mit einem Stand vertreten seid“, so hörten wir, als unsere BI ihren Stand in Halle 12 auf der Südharz-Messe aufbaute. Der Stadtverwaltung Nordhausen schien es mächtig Unbehagen zu bereiten, das wir wiedereinmal Aufklärung über uns und unser Anliegen betreiben wollten. Doch trotz dieser massiven Behinderungsversuche seitens der Stadtverwaltung zollte selbst der Veranstalter Herr Köhne unserem Stand Respekt, der es sich dann nicht nehmen ließ, und erkunden wollte, ob wir denn die schlimmen „Hetzer“ seien, die nichts weiter wollten als ihre „schöne Aussicht“ retten.

Unser Stand belegte dann auch das Gegenteil und wir hatten ein sehr erbauliches Gespräch. An die „Losung“ hielten sich dann allerdings die „Stadtverwalter“. Bloß nicht zu Nahe an den Stand gehen, um weiterhin gut an ihre Vorurteile glauben zu können, so hatte man manchmal den Eindruck als der eine oder andere sich in Halle 12 „verirrte“. Doch wir haben unseren Informationsstand ja nicht ausschließlich vorbereitet, um die Stadtverwaltung umzustimmen, denn wir wollten den „Acker“, die Goldene Aue vorstellen, dieses Stück Landschaft, das zerstört werden soll. Vorbereitet hatten wir auch eine Fragebogenaktion, die von den vielen Bürger rege genutzt wurde, um uns ihre Meinung über Bürgerinitiativen, Goldene Aue, Industrieansiedlung und nicht zuletzt über unser Arbeit mitzuteilen. Sobald die genaue Auswertung der sehr vielen Bögen beendet ist, werden wir die sehr aufschlussreichen Ansichten veröffentlichen.

Viele Bürger sagten uns aber auch, das wir doch dringend Arbeitsplätze bräuchten und es doch egal sei, wo sie denn entstünden und in der Goldenen Aue doch „nur“ Acker sei, der nicht sonderlich schützenswert wäre. Diese Meinung, die ja bekanntlich auch immer wieder seitens der Stadtverwaltung und des Planungsverbandes vertreten wird, konnte in den meisten Fällen faktisch wiederlegt werden. Das persönliche „sich selbst zu überzeugen“ und sich dann seine Meinung zu bilden ist es dann auch, das einen solchen Stand ausmacht. „Ihr habt ja sogar richtige Konzepte, wie es denn hier weitergehen soll“ sagte uns ein „echter Nordhäuser“ erstaunt. „Das hätte ich ja nicht gedacht“ so sein Ausruf.

Aufklärung und Informationen sind es dann auch, die die Bürger verlangen. Hier hat die Stadtverwaltung und auch der Planungsverband wiedereinmal eine „riesige“ Chance vertan, ihre Argumente und Fakten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Mit einem Stand auf dieser Leistungsschau hätte die Nordhäuser Wirtschaftsförderung ihre Leistungsbilanz vorstellen können. Hätte die Zukunftsideen und ein Konzept präsentieren können, wie man denn eine Fläche von über 100 ha mit Industriebetrieben füllen will, vorstellen können. So aber haftet dieser Verwaltung weiterhin der Ruf an, konzeptlos erst einmal ein Fläche zu beplanen und dann mal sehen, ob denn überhaupt jemand hier investieren will. Die CDU und hier besonders der Heringer Stadtverband haben sich ja für das Industriegebiet unbedingt in der Goldenen Aue ausgesprochen. Vielleicht kann er ja der Wirtschaftsförderung der Stadt Nordhausen sein Konzept leihen, das ja hoffentlich nicht nur die Bereitstellung von Fläche vorsieht, sondern faktisch ein nachweisbares „Anwerbungskonzept“ für Investoren und damit auch den Grund liefert, warum hier ein „Großinvestor“ Arbeitsplätze schaffen soll. Dieses werden wir dann mit Spannung verfolgen und weiterhin mit allen Mitteln gegen dieses Industriegebiet kämpfen, denn wir wissen ja um das Konzept und auch um die Alternativen...
Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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