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Mi, 15:45 Uhr
28.11.2001

Ämterabbau in der Stadtverwaltung

Nordhausen (nnz). Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres greift in der Nordhäuser Stadtverwaltung eine neue Struktur - statt bisher 14 wird es nur noch 11 Ämter geben. Wie die „Struktur der Zukunft“ aussehen wird, das verrät Ihnen die nnz.


Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) kommentierte: „Mit der weiteren Konzentration der Aufgaben richten wir uns noch moderner aus; der Informationsfluss wird sich verbessern, Aufgaben, die thematisch zusammengehören, sind jetzt auch unter dem Dach eines Amtes vereint. Damit erreichen wir ein weiteres Ziel: Ein effektiver Dienstleister für unser Publikum zu sein. Ein Dienstleister, dessen Organisationsstruktur zum Beispiel eine rasche Zusammenarbeit in ämterübergreifenden Projekten möglich macht.“

In allen drei Dezernaten des Nordhäuser Rathauses entstehen ab dem 1. Januar neue Ämter: Im Dezernat 1 ein „Amt für Finanz- und Vermögensverwaltung“, im Dezernat 2 arbeitet ab dem 1. Januar ein „Ordnungs- und Brandschutzamt“ und ein „Amt für Kultur, Soziales und Bildung“; im Dezernat 3 ein „Amt für Umwelt und Grünordnung“.

„Die Arbeit der Ämter, die mit einem anderen zusammengelegt werden, verliert damit allerdings keineswegs an Bedeutung“, betonte die Nordhäuser Oberbürgermeisterin. Mit der Zusammenlegung der Finanz- und Vermögensverwaltung wird es eine engere Zusammenarbeit von zwei Bereichen geben, die „Schwergewichte“ innerhalb der Stadtverwaltung sind. Die Fusion von Ordnungs- und Brandschutzamt bot sich wegen des engen Bezuges der Aufgaben beider Bereiche an; die städtische Berufsfeuerwehr wird trotz dieser Zusammenlegung bestehen bleiben.

Beim „Amt für Kultur, Bildung und Soziales“ stand eine noch bessere Verzahnung der drei - inhaltlich eng aufeinander bezogenen - Aufgabenbereiche unter einem Dach im Vordergrund; das „Amt für Umwelt und Grünordnung“ soll zum einen die Landesgartenschau 2004 vor- und nachbereiten und zum anderen die Arbeiten im Rahmen des Agenda-21-Prozesses an die Landesgartenschau anbinden.

Mit der Strukturveränderung kommt eine weitere Personalreduzierung über das Angebot der Altersteilzeit als sozialverträglichste Maßnahme. Und dieses Angebot, so die Nordhäuser OB, werde von vielen Mitarbeitern auch angenommen. Bis 2012 sollen 60 Stellen eingespart werden; bereits von 1994 bis heute hatte die Stadtverwaltung ihre Mitarbeiterzahl um 110 reduziert. Gleichzeitig möchte die Stadt Nordhausen aber auch immer wieder den eigenen Auszubildenden die Chance für die Übernahme geben, und damit auch zu eine „Verjüngung“ der Belegschaft kommen.

Der aktuelle Strukturumbau in der Stadtverwaltung wird nicht der letzte sein: Nach der Landesgartenschau 2004 soll es weitere Veränderungen geben und im Jahr 2006 wird eines der derzeit noch existierenden drei Dezernate wegfallen.
Autor: nnz

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