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Do, 16:01 Uhr
22.12.2022
Um Überbelastung von Kliniken abzuwenden

Landrat erlässt Notverfügung

Aktuell sind bundesweit die Kliniken stark beansprucht durch heftige Infektionswellen von verschiedenen Atemwegserkrankungen. Dies betrifft auch den Landkreis Nordhausen. Deshalb hat die Landkreisverwaltung eine Verfügung erlassen...

Danach müssen sich Rettungsdienstfahrzeuge aus anderen Landkreisen bei Patiententransporten in Krankenhäuser im Landkreis Nordhausen vorher bei der Zentralen Leitstelle Nordhausen zwingend anmelden.

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Auch im vergangenen Jahr hatte der Landkreis Nordhausen über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel eine solche Allgemeinverfügung veröffentlicht, um eine Überlastung der hiesigen Kliniken entgegenzuwirken. Hintergrund ist, dass sich nun wieder in fast allen Nachbarlandkreisen Krankenhäuser für die Aufnahme neuer Patienten bei der jeweiligen Leitstelle abgemeldet haben.

„Mit dem Südharz Klinikum haben wir das größte Krankenhaus in der Region und als kommunales Klinikum haben wir uns trotz der aktuellen Belastungssituation nicht abgemeldet für Patientenneuaufnahmen. Das ist natürlich eine Herausforderung für die Beschäftigten, gerade an den bevorstehenden Feiertagen. Aber wir haben ein Krankenhaus mit überörtlicher Verantwortung und dieser kommen wir auch nach“, betont Landrat Matthias Jendricke. „Ich finde es völlig inakzeptabel, wenn sich insbesondere private Kliniken über die Leitstellen abmelden und die Aufnahme neuer Patienten verweigern. Um zu vermeiden, dass sich sonst absehbar eine Schlange vor unserer Notaufnahme bildet, haben wir verfügt, dass sich alle Patiententransporte aus anderen Landkreisen vorher bei unserer Leitstelle melden müssen und wir so die Aufnahme von Patienten besser steuern können.“

Jendricke fordert, dass der Regelbetrieb auch in den anderen kleineren Krankenhäusern sichergestellt werden muss und appelliert hier auch an das Land Thüringen. „Das zuständige Sozialministerium muss klare Ansagen auch an private Kliniken machen, dass sich die Häuser nicht ohne weiteres bei den Leitstellen abmelden können. Diese Nachlässigkeit in der Krankenhausplanung und das Wegschauen bei Problemlagen geht zulasten kommunaler Kliniken“, so der Nordhäuser Landrat. „Wir kommen unserer Verpflichtung nach und bewältigen die Anfahrten von Patienten – nicht nur aus unserem Landkreis und den Nachbarkreisen, sondern inzwischen mitunter auch weit darüber hinaus. Das erwarte ich auch von anderen Krankenhäuser, gerade angesichts der Vielzahl an Atemwegsinfektionen und der damit verbundenen massiven Erhöhung der Patientenzahlen – und das auch an Feiertagen.“ Die derzeitige Notlage bei der Patientenversorgung zeigt um so mehr auf, dass das Land Thüringen endlich mit der notwendigen Krankenhausplanung voran kommen muss.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises Nordhausen gilt zunächst bis zum 8. Januar und ist unter https://landkreis-nordhausen.de/allgemeinverfuegung abrufbar.
Autor: red

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Kommentare
76er
22.12.2022, 17:11 Uhr
Notverfügung Personalmangel
Das die Grundversorgung der Menschen im Landkreis Nordhausen im Klinikum sicher gestellt werden soll ist gut, was nützt aber der Krankenhausplanung wenn es an Personal fehlt.
In Krankenhäusern , Altenheimen, mobiler und stationärer Pflege gehen jedes Jahr mehr Pflegekräfte in Rente oder hängen ihren Job an den Nagel, da die Belastung immer höher wird, als neue ausgebildete Pflegekräfte nachkommen. Und um langjährige, erfahrene Pflegekräfte zu ersetzen müssen die Neuen nach der 3 jährigen Ausbildung erstmal ein paar Jahre Erfahrung sammeln um mal so eingesetzt werden zu können, wie Krankenpfleger und Krankenschwestern mit 30 und mehr Jahren Berufserfahrung.
Finanzell muss nachgebessert werden und auch die Arbeitsbedingungen müssen besser werden. Auf Dauer kann es nicht angehen, daß Pflegekräfte bis zur Belastungsgrenze arbeiten und kaum angemessene Freizeit und Gelder für ihre erbrachte Leistungen bekommen. Mit jeder Belastungssituation wächst die Zahl der Berufsausteiger oder Langzeiterkrankten unter den Pflegenden. Solange der Kaufmännischen Bereich der Einrichtungen ihr "Werkzeug"(die Mitarbeiter) nicht pflegt und Wertschätzt, den Hauptaugenmerk nur auf die Gewinnoptimieriung legt und die Nutznießer der Erträge, sprich Teilhaber, Aufsichtsrat, Miteigentümer eher den Zahlen der Finanzen glauben wird sich die Situation in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern nicht ändern. Auch in Nordhausen nicht.
city
22.12.2022, 18:43 Uhr
Mal überlegt….
Der Landrat hätte vielleicht selber etwas tun können um in bestimmten Fällen die eine oder andere Situation zu entspannen.
Aber nein statt dessen werden nun auch noch kurz vor Weihnachten die letzten Bußgeldbescheide für das ungeimpfte Pflegepersonal versendet.
Da gibts bestimmt einige vom Pflegepersonal die sich so sehr darüber ärgern das sie erst einmal keine Kraft mehr haben zum arbeiten. Ein Krankenschein hilft da gewiss. Der hätte nicht sein müssen.
Der Landrat hätte gut auf die Bescheide verzichten können.
Na vielleicht beim nächsten Mal.
Katti 10
22.12.2022, 19:18 Uhr
Regelbetrieb kaum noch aufrecht erhaltbar....
Das Arbeitspensum momentan ist kaum noch zu bewältigen. Es gibt Unmengen an Krankmeldungen im SHK. Alle sind bemüht trotzdem alles am Laufen zu halten. Aber trotz Personalmangel werden an die ungeimpften Mitarbeiter selbst jetzt noch Bußgeldbescheide verschickt- danke Hr Jendricke. Erst werden wir beklatscht und besungen und jetzt gibt es nur noch den Tritt in den Allerwertesten.
Ich,auch gesund und ungespritzt, über 30 Berufsjahre im SHK, habe wie meine gleichgesinnten Kollegen auch bald keine Lust mehr dort zu arbeiten (obwohl wir alle einmal mit Leib und Seele diesen Beruf erlernten und ausüben). Jetzt kriegen wir die Strafbescheide und werden zusätzlich zu unserer körperlich argen Belastung auch noch psychisch fertig gemacht. Es geht an keinem spurlos vorbei,dass wir jetzt auch noch vor Gericht müssen- da wir uns keiner Schuld bewusst sind und deshalb auch nicht willig sind das Bußgeld zu bezahlen( haben gesamte Coronazeit alle standhaft durchgehalten und bis zur Erschöpfung gearbeitet, Überstunden geschrubbt und niemanden gefährdet trotz Spritzenverweigerung)-aber das scheint ja dem Landrat egal. Vielleicht merkt er es ja einmal- wenn sich er oder seine Angehörigen mal ins SHK begeben müssen -wie nötig man auf jeden einzelnen dort oben angewiesen ist-vielleicht ist er ja dann dankbar wenn ihm geholfen wird-dann in der Not darf es ja vielleicht auch ein ungespritzter Arzt oder eine ungeimpfte Pflegekraft sein die ihm hilft.
grobschmied56
22.12.2022, 20:23 Uhr
Erkennt man das Muster? ...
Lockdown, Lockdown, Brücken - Lockdown - social distancing - Maskenball, homescooling, Bestrafung der Unschuldigen, Belobigung der Unfähigen und Böswilligen, Abbau von Intensivbetten und Vergrämen, Vergraulen und Rausekeln der Hilfswilligen durch 'Einrichtungsbezogene Impfpflicht'.
Das alles fällt uns jetzt auf die Füße.
Wundert das Irgendwen? Mich nicht.
Mit völlig untauglichen 'Maßnahmen' hat man ein fernöstliches Virus zum beherrschenden Element unserer Politik gemacht, ständig die falschen Schlüsse gezogen, die falschen Experten zu 'Göttern in weiß' erhoben und katastrophal falsche Entscheidungen getroffen.
Das alles, obwohl man die RICHTIGE VARIANTE DES HANDELNS IN SCHWEDEN stets vor Augen hatte!
Meine Beobachtung:
Wenn jahrelang sogenannte Experten grundsätzlich falsch handeln, entsetzliche Fehlentscheidungen treffen, die Bevölkerung drangsalieren, die Wirtschaft schädigen und das Land in Richtung Abgrund lenken - dann ist was faul im Staate Deutschland!
Schlußfolgerung:
Wenn wir noch mal eine Wahl haben, dann sollten wir besser nicht DIE wählen, die uns bis hierher geführt haben.
Ex-post
22.12.2022, 22:35 Uhr
Egon Primas und Krankenhaus
Kaum ist Egon Primas von der CDU Vorsitzender vom Krankenhaus, da regnet es Bußgeldbescheide und nicht mehr jeder darf ins Krankenhaus. Das hat der Kreistag ja toll hingekriegt den zum Chef zu machen.

Er lies schon damals zu DDR Zeiten Bolzen gucken. Die meisten im Kreistag heute sind ja jung. Die erinnern sich da bestimmt nicht dran. Aber Verantwortung haben sie trotzdem.

Damals regelte das dann der Vorsitzende vom Rat des Kreises Klaus Hummitzsch irgendwie und guckte nicht einfach zu.

Jeder von uns alten Nordhäusern erinnert sich.

Heute schafft es Landrat Matthias Jendricke gerade mal eine Notverordnung für den Kreis Nordhausen zu machen. Bei Klaus Hummitzsch hätten die Leute zum Rapport kommen müssen! Da wäre Alarm gewesen! Der hatte keine Angst den Leuten ihre Verantwortung zu erklären bei sowas, angefangen beim Vorsitzenden Egon Primas!

Es war nicht alles besser. Aber so ein Blödsinn wie Bußgeldbescheide gegen Krankenschwestern gab es nicht und wer krank war, durfte auch zum Krankenhaus.

Und der Oberbürgermeister Kai Buchmann macht gar nichts. Das hätten sich die früheren Bürgermeister nicht bieten lassen.

Was ist da nur los? Und die Zeitungen berichten auch nicht richtig drüber.
altmeister
22.12.2022, 23:20 Uhr
Gewinn?
So lange Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen nur auf Gewinn ausgerichtet arbeiten, wird sich an allen Problemen nichts ändern!
Warum muss an kranken, pflegebedürftigen Menschen soviel Gewinn "erwirtschaftet" werden, dass auch noch Aktionäre und Gesellschafter ihren Anteil abbekommen?
Meine Meinung dazu ist, dass alles, was mit dem Menschen direkt zu tun hat, keiner Gewinnabsicht unterliegen darf!
76er
22.12.2022, 23:27 Uhr
Aufsichtsrat hat nix mit Bußgeldbescheiden zu tun
Weder Herr Primas noch sein Vorgänger Herr Klante haben was mit den Bußgeldbescheiden für ungeimpfte Pflegekräfte zu tun.
Das ist halt leider das noch geltene Gesetz was jede Pflegeeinrichtung, also auch die mobilen Pflegedienste, Pflegeheime usw, umsetzen mussten und diese mussten ihre ungeimpften Mitarbeiter an das Gesundheitsamt melden. Jeder dieser Mitarbeiter hatte die Chance auf eine Impfung, Kündigung oder eben ungeimpft weiterarbeiten und mit den Konsequenzen musste jeder rechnen.
Das Gesundheitsamt vollstreckt nun über das Landratsamt die Bussgelder. Und das wird ja nicht nur in Nordhausen geschehen sondern in ganz Deutschland.
dicker
23.12.2022, 11:49 Uhr
Das System wird Tote produzieren.
Die Probleme im Gesundheits- und Rettungswesen werden mehr Tote produzieren als es Corona je geschafft hat. Schlechte Politik und Bildung, die Verrohung der Gesellschaft, die Unattraktivität sowie die gesellschaftliche Inakzeptanz der Pflegeberufe bringen in Summe eine äußerst gefährliche Mischung. Es werden Menschen sterben. Darauf sollten wir uns Alle gefaßt machen. Und da habe ich noch nicht den Pinsel mit der schwarzen Farbe aus dem Keller geholt, um alles schwarz zu malen. Das ist die bittere Realität. Und zwar im ganzen Land. Schöne Weihnachten.
Trüffelschokolade
23.12.2022, 12:53 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Hass und Hetze
Trüffelschokolade
23.12.2022, 13:48 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kommentarfunktion ist kein Chatraum
Ex-post
23.12.2022, 20:32 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
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