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Mo, 21:00 Uhr
28.11.2022
Justus-Jonas Preis verliehen

Das neue Jahr beginnt mit Ehren

Die evangelische Kirche leutete heute das neue Kirchenjahr ein. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch der "Justus-Jonas Preis" verliehen und in diesem Jahr gleich doppelt, weil man noch etwas nachzuholen hatte...

Da man wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr keine Preisverleihung vorgenommen hatte, wollte man dies nun nachholen und so gab es am Abend den "Justus-Jonas Preis" im Doppel.

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Benannt ist die Auszeichnung nach dem Nordhäuser Justus Jonas, ein enger Freund und Vertrauter Luthers. Seit 2017 ehrt der Kirchenkreis in seinem Namen verdiente Initiativen und Einzelpersonen. "Aus der Freundschaft der beiden Männer ergab sich das Motto des Jubeljahres 2017 im Südharz „Luthers Freunde“. Ausgehend von den vielen guten Erfahrungen, die wir mit diesem umfassenden Motto gemacht haben, sollte die Freundschaft weiter unser Thema bleiben“, erläutert Superintendent Andreas Schwarze. Doch nicht nur sie, auch die „Weitergabe des Evangeliums“, der sich Jonas verschrieben hatte, ist ein Kriterium für die Bewerbung. Projekte und Initiativen die eine der beiden Überschriften, oder vielleicht sogar beide, beinhalten sind eingeladen sich zu bewerben.

Zum Beginn des neuen Kirchenjahres verlieh der evangelische Kirchenkreis heute den "Justus-Jonas-Preis" (Foto: agl) Zum Beginn des neuen Kirchenjahres verlieh der evangelische Kirchenkreis heute den "Justus-Jonas-Preis" (Foto: agl)

Dotiert ist der Preis mit 1.500 Euro, eine Teilung ist möglich. Wer die Ehrung erhält, entschied wieder eine fünfköpfige Jury, die aus dem der Präses Dr. Uwe Krieger, Superintendent Andreas Schwarze, dem Leiter des Kreiskirchenamtes Ralf Rüdiger, sowie Thomas Müller und Steffen Mund bestand

Ausgezeichnet

Mit dem Justus-Jonas Preis bedacht wurden die "Evangelische Allianz" und der "Kirchwanderweg Ellrich".

Die Evangelische Allianz
Evangelische Kirchgemeinden und Freikirchen in Nordhausen laden traditionell zur "Allianz-Gebetswoche" im Januar ein. Das gemeinsame Gebet über die Grenzen der eigenen Traditionen hinweg ist ein wichtiges Anliegen der Allianz. Evangelische Christen aus den unterschiedlichen Kirchen und Gemeinschaften Nordhausens treffen sich eine Woche lang jeden Abend, um über verschiedene Themen nachzudenken und miteinander zu beten für unsere Stadt, unser Land und die Menschen weltweit. Wer in dieser Woche mitbetet, begibt sich auch auf den Weg mit Christen, die anders geprägt sind als man selbst.

Die "Evangelische Allianz" ist der weltweit älteste überkonfessionelle Zusammenschluss, und von Anfang an hatte das gemeinsame Gebet der Gläubigen einen hohen Stellenwert als Zeichen der Einheit und der Zusammenarbeit für unsere Stadt.
Die Laudatio hielt Ralf Rüdiger, Leiter des Kreichkirchamtes

Kirchwanderweg Ellrich
27,5 km lang und als markierter Rundweg in beide Richtungen begehbar (und auch mit dem Rad erkundbar), verbindet er in schönster Natur dauerhaft alle Kirchen im Pfarrbereich Ellrich.

Sein Wanderzeichen ist eine blaue Sonne mit weißem "E", wobei die Sonnenstrahlen auch als Kirchtürme gedeutet werden können und der Innenkreis die Gemeinschaft der Orte symbolisiert. Der Wanderweg ist ein überkirchliches und ökumenisches Projekt, an dem sich neben den ev. Kirchengemeinden im Pfarrbereich Ellrich auch die katholische Kirchengemeinde Ellrich und die städtische Hospitalkirche beteiligen.

Angelehnt an die Idee der Harzer Wandernadel finden sich in der Nähe aller Kirchengebäude zum Teil sehr kunstvoll gestaltete Stempelkästen. Wer sich in den Gemeinden bzw. im Pfarrbüro eine Stempelkarte besorgt, kann unterwegs zehn unterschiedlich farbige Sonnen-Stempel sammeln. Bei Vorlage dieser Stempelkarte im Pfarrbüro Ellrich können Wanderfreunde sich ab Herbst 2021 dann einen Wanderstocknagel mit dem Wanderzeichen des Kirchenwanderweges erwerben. Ein umfangreiches Wanderbegleitheft orientiert nicht nur über den Weg, sondern informiert auch über interessante Orte am Wegesrand und natürlich über die einzelnen Kirchen.

Der Ellricher Kirchenwanderweg ist ein Gemeinschaftsprojekt aller beteiligten Kirchengemeinden und konnte mit tatkräftiger Unterstützung von Wegewart Andreas Heise, dem Harzklub-Zweigverein Ellrich, der kirchlichen Jungen Gemeinde Ellrich, der Stadt Ellrich, dem Kirchenkreis Südharz und der Kreissparkasse Nordhausen gestaltet werden

Mehr als nur ein Preis

Neben der Auszeichnung nutzte man die Gelegenheit auch, um das Projekt "Künster unterstützen" vorzustellen und einen Blick auf die "Hoffnungsträger" der Gemeinden St. Blasii und Frauenberg aus Nordhausen zu werfen.


Künstler unterstützen
Mit der Corona-Pandemie kam ab dem 13. März 2020 das öffentliche Leben zum Stillstand. Das wirkte sich sehr schnell auf Kunstschaffende aus, die darauf angewiesen sind, ihre Kunst öffentlich zu präsentieren.

Mit dem Wegfall von Konzerten, Auftritten und Aktionen blieb auch das Geld aus und brachte so manche Künstlerin oder Künstler in eine echte Notsituation. Der christliche Liedermacher und Songautor Christoph Zehendner hat gemeinsam mit zwei anderen Kollegen die Aktion „Künstler unterstützen“ auf den Plan gerufen. Im November 2020 wurde die Initiative gegründet und bereits eine Woche nach Start konnten die ersten 7.000 Euro Spende verzeichnet und an Kunstschaffende weitergereicht werden.

Im Namen des ökumenischen Stadtkonventes Nordhausen haben Conny Heise und Michael Goos die Initiative aufgegriffen und an den Kirchenkreis herangetragen. Ein Button auf der Homepage des Kirchenkreises und ein eingerichtetes Spendenkonto ermöglichten einen finanziellen Beitrag von insgesamt 6.202 Euro. Mit der gesamten Aktion konnten über 90 Kunstschaffende mit mehr als 146.000 Euro unterstützt werden.

v.l.: Präses Dr. Uwe Krieger, die Preisträger Conny Heise und Michael Goos, Superintendent Andreas Schwarz (Foto: agl) v.l.: Präses Dr. Uwe Krieger, die Preisträger Conny Heise und Michael Goos, Superintendent Andreas Schwarz (Foto: agl)

Für das Engagement im Kirchenkreis Südharz und die dadurch entstandene Verbindung mit anderen Kunstschaffenden verleihen wir nachträglich den Sonderpreis 2021 an Frau Conny Heise und Herrn Michael Goos. Die damit verbundene Dotierung von 500 stellen wir der Initiative „Künstler unterstützen“ zur Verfügung. Auf Nachfrage per Email, ob es die Aktion noch gibt, antwortete Herr Zehendner: „vielen Dank für Ihre Mail und das Angebot. Beides kommt sozusagen exakt zur passenden Zeit, fast könnte man es als „Geschenk des Himmels“ bezeichnen. Konkret: Ein Künstler hat massive Probleme mit seinem Auto (das halt wie viele Künstler-Vehikel schon viel tausend Kilometer auf dem Buckel hat) und braucht dringend unsere Unterstützung. Von einem anderen habe ich gerade erfahren, dass er aus seiner Wohnung raus musste, nichts Neues fand und jetzt in einer Garage haust - auch den würden wir gerne beschenken.

Unsere Initiative hat zwar einige Monate nur auf „Sparflamme“ vor sich hingeköchelt, jetzt aber scheint sie wieder ganz neu nötig zu sein. Danke, dass Sie an uns gedacht haben und uns beim Unterstützen unterstützen!
Superintendent Andreas Schwarze übernahm die Ehrung .

Zwei Gemeinden als Hoffnungsträger
Im März 2021 schrieben sie auf der Homepage des Kirchenkreises: „Seit mehr als einem Jahr ist unser Leben geprägt durch die Corona-Pandemie. Menschen sind gestorben, andere kämpfen mit Spätfolgen der Krankheit. Und wir alle müssen mit den Einschränkungen klarkommen, die uns der Schutz vor dem Virus abverlangt. Der Weg durch diese Zeit ist lang und oft beschwerlich. Wie kann da Hoffnung wachsen und gedeihen?

Wir möchten in doppelter Weise - Menschen zu Hoffnungsträgerinnen und -trägern machen: in und vor der Blasiikirche gibt es ab sofort kleine hoffnungs-grüne Armbändchen mit der Aufschrift „Du bist HoffnungsträgerIn“. Sie können Wegbegleiter, Segensbändchen und Hoffnungszeichen sein zum Selbertragen oder zum Verschenken.

Aber dieses Bändchen trägt noch etwas Besonderes in sich: Blumensamen! Es kann nach dem Tragen oder sofort - in die Erde gelegt werden und mit etwas Warten, genug Zuversicht und einem Quäntchen Glück wachsen daraus Sommerblumen. Und über die Blumen freuen sich dann Menschen, Bienen, Schmetterlinge und Insekten!

Helfen Sie uns, Hoffnung weiterzutragen: sichtbar am Arm, am Rucksack oder der Autoscheibe - oder auch als ganz privater „Hoffnungsträger“ am Spiegel oder am Kühlschrank zuhause! Es gibt so viele Orte, wo wir Hoffnung weitertragen und weitergeben können: durch einen Gruß im digitalen oder analogen Briefkasten, einen gemeinsamen Spaziergang, ein Telefonat, ein Geschenk, einen Besuch, ein Gebet. Lasst uns lebendige Zeichen sein, dass HOFFNUNG möglich ist!
Und dann: lasst uns Zuversicht säen! Irgendwann z.B. in der Woche vor Ostern! legen wir unsere Hoffnungsbänder in die Erde. In der festen Zuversicht, dass daraus etwas Neues wachsen wird. Gehen Sie mit auf dem Weg der Hoffnung. Gott geht mit!“
Die Rede des Laudators Thomas Müller findet sich hier .
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises Südharz (Foto: agl)
Autor: red

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