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Fr, 09:08 Uhr
18.11.2022
Barbara Rinke zur Causa Haushalt

Wieviel Zumutungen will der Stadtrat ertragen?

Wieviel Zumutungen will der Stadtrat ertragen?, das fragt sich Barbara Rinke. Die Stadträte seien Teil der Verwaltung und hätten es verdient entsprechend informiert zu werden. Die jüngsten Vorgänge seien ein "unfaires Spiel" und zeugten von fehlender Wertschätzung...

Was viele Bürgerinnen und Bürger, viele Stadträte und auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung heute in der Presse lesen konnten war für sie ein Schock, denn die Finanzlage der Stadt sah zuletzt eher zufriedenstellend aus. Dass nun die Katze aus dem Sack gelassen wurde, wie es Herr Trump so zutreffend schildert, und damit die höchst prekäre Haushaltslage öffentlich wird, war wohl nicht mehr zu verschleiern.

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Dass nun wiederholt die Stadträte über die Medien davon erfahren, zeigt ein weiteres mal, wie miserabel es um die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen im Rathaus und den Stadträten bestellt ist. Dass noch nicht einmal die Bürgermeisterin in die Problemlage einbezogen ist, bestätigt diese These in beschämender Weise.

Wir gewählten Stadträte sagt Barbara Rinke sind Teil der Verwaltung und uns stehen die entsprechenden Informationen rechtzeitig zu. Es zeugt von einem unfairen Spiel und fehlender Wertschätzung des Stadtrates. Mit diesem Vorgang rund um die prekäre Haushaltslage der Stadt ist viel Vertrauen verloren gegangen. Die Basis einer gedeihlichen Zusammenarbeit wurde zerstört und damit wird die Aufstellung eines Haushaltes für das Jahr 2023 sehr erschwert. Bevor nicht in aller Öffentlichkeit durch den Oberbürgermeister Klarheit geschaffen wird, können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Wir wollen uns mit den richtigen Zahlen beschäftigen und nicht erst warten bis die nächsten Fakten oder Fakes über die Presse lanciert werden müssen. Das ist ein unwürdiges Gezerre in Zeiten, in denen wir alle Kraft für unsere Stadt einsetzen sollten.

Wir erwarten die Vorlage eines diskussionsfähigen Haushaltsentwurfs nachdem die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht hat. Vorher brauchen keine Arbeitsgruppen zu tagen. Die Stadträte sind bereit Verantwortung zu übernehmen aber der Oberbürgermeister muss es auch tun.

Es wird höchste Zeit, dass die demokratischen Spielregeln eingehalten werden auch wenn sie mühsam sind. Reden auf Augenhöhe, Respekt und Wertschätzung gehören unbedingt dazu.
Barbara Rinke
SPD Stadtratsfraktion



Es gibt auch eine Stellungnahme der Stadt zu dem Thema: Rathaus widerspricht dem "Scherbenhaufen"
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
18.11.2022, 10:55 Uhr
Harte Zeiten für die Stadt
Die ehemalige Oberbürgermeisterin mit ihren immer noch guten Kontakten in die Verwaltung gibt eine gute Einschätzung wieder. Es spiegelt das Bild, das seit Jahren hier nach außen dringt.
Südharzmensch
18.11.2022, 11:08 Uhr
Endlich öffentlich! Ehrliche Diskussion braucht Nordhausen grad in schwierigen Zeiten
Frau Rinke hat nicht alles richtig gemacht in ihrer Amtszeit, aber gegnüber uns als (ehemaligen) StadrätInnen herrschte immer frühzeitig Klarheit vor allem auch in Finanzfragen. Das galt auch gegenüber den BürgerInnen.
Sie hat nie hinterm Berg gehalten, wenn sich Schieflagen andeuteten zwischen den Wünschen der Fachbeteiche und den geplanten Mitteln, hat sehr früh und öffentlich auf Probleme hingewiesen ("Nordhausen müsste Insolvenz anmelden"). Das hat zu harten öffentlichen Diskussionen und Konfrontationen mit den BürgerInnen geführt, aber am Ende immer zum Positiven für die Stadt. Eine "Geheimsache" waren die Stadtfinanzen nie, im Gegenteil.
Auch Dr.Zeh kann man mangelnde Information nicht vorhalten, obwohl er praktisch kaum was "zu verteilen" hatte. Auch darüber wurden StadträtInnen rechtzeitig in Kenntnis gesetzt wie auch die BürgerInnen.
"Misstrauen ist der Vater des liberalen Rechtsstaates" und so freue ich mich ausdrücklich als langjährige BürgerIn der Stadt, das es Stadträte sind, die eine öffentliche Diskussion in Gang bringen. Das schafft gerade in diesen Zeiten viel Vertrauen. Öffentlichkeit und Ehrlichkeit sind das Gebot der Stunde!
(Das offenbar die Stellvertreterin von Hr Buchmann, Frau Bürgermeisterin Rieger, nicht in den Prozeß der Haushaltssaufstellung einbezogen wurde, wirft noch mehr Fragen auf und ich halte das für rechtlich und vor allem demokratisch bedenklich. Denn sie wurde vom Stadrat gewählt)
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