eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 08:49 Uhr
03.11.2022
ÖDP fordert TV-Boykott der Fußball-WM in Katar

"Blut an den Fußballschuhen"

„Es klebt Blut an den Fußballschuhen der Teilnehmer bei der Weltmeisterschaft in Katar. Wer dort auf den Platz läuft, spielt und Millionen verdient, macht sich mitschuldig", sagte Helmut Scheel, Zweiter stellvertretender Bundesvorsitzender der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei)...

Denn dieser Gastgeber tritt die Menschenrechte mit Füßen. Das können und dürfen die Profis nicht ignorieren!“, ergänzte der Politiker. Er forderte Konsequenzen von den prominenten Sportlern. Der Weltfußballverband FIFA hat alle Bedenken in den Wind geschlagen. Die drohenden Einschränkungen der Pressefreiheit für die Journalisten aus aller Welt werden zudem in Kauf genommen, denn die Weltmeisterschaft ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Milliardengeschäft. Das soll sie aus Sicht der Funktionäre bleiben.

Anzeige symplr (1)
Sitz der FIFA ist Zürich. Dort ist der Weltfußballverband ausgerechnet als gemeinnütziger Verein im Sinne des Schweizerischen Zivilgesetzbuches im Handelsregister eingetragen. Das hat zur Folge, dass die FIFA im Kanton Zürich eine reduzierte Gewinnsteuer von nur 4 Prozent zahlen muss. „Was bitte ist gemeinnützig an einem Verein, der in nur vier Jahren etwa 6 Milliarden Dollar erwirtschaftet, für die nur ein Bruchteil an Steuern zu zahlen sind?“, fragt Helmut Scheel. Er fordert vom Veranstalter der WM in allen Bereichen mehr Transparenz, also Respekt und Fairness, wie sie die FIFA selbst ja von den Spielern auf dem Platz verlangt.

Katar war als Austragungsort für die WM von Anfang an stark in der Kritik. Schon beim Bau der Spielstätten wurden Abertausende von Arbeits-Migranten ihrer Rechte beraubt. Das hat Amnesty International veranlasst, zusammen mit anderen Menschenrechts-Organisationen eine Petition zu starten, derzeit werden noch Unterschriften dafür gesammelt. Ziel ist die Entschädigung der Arbeiterinnen und Arbeiter für die unsäglichen Sklavenbedingungen. Doch der Arbeitsminister von Katar lehnte am 02.November 2022 diese Forderung grundweg ab. Wie die englische Zeitung Guardian berichtet, sind etwa 6500 Menschen an den Folgen mangelnder Sicherheitsmaßnahmen und schlechter Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen ums Leben gekommen. Andere Quellen wie der Spiegel berichten sogar von bis zu 15000 Toten. Aber auch gegen die eigene Bevölkerung geht Katar gnadenlos vor. Minderheiten werden brutal unterdrückt.

Die ÖDP hat ihren Protest zur Fußball-WM in Katar bereits im August 2021 in einem offenen Brief an den Deutschen Fußballbund formuliert. „Die Menschenrechtsverletzungen bei der Fußball WM, die Einschränkung der Freiheitsrechte von Sportlern, Journalisten und Fans zeigen deutlich, mit welchem System man es in Katar zu tun hat. Dass ausgerechnet unser grüner Wirtschaftsminister Habeck all dies in den Wüstenwind schlägt, bläst dem Fass den Boden aus. Wir wechseln die Abhängigkeit von einem Despoten zum nächsten, statt endlich die ökologische Energiewende umzusetzen. Jeder, der einen Funken Anstand hat und dem Menschenrechte wichtig sind, boykottiert als Fernsehzuschauer diese unselige Veranstaltung auf Kosten von Menschen und Klima,“ so der Zweite stellvertretende Bundesvorsitzende der ÖDP.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Örzi
03.11.2022, 11:11 Uhr
Nicht nur Blut, auch Erdgas
Deshalb dürfte man eigentlich nur noch in so moralisch über allen stehenden Ländern, wie Deutschland, Fußball spielen. Das bisschen Blut, dass durch deutsche Waffen vergossen wurde und wird, kann man da vernachlässigen.
free Gigi
03.11.2022, 11:12 Uhr
da ist wohl nicht von der Hand zuweisen
aber wie sieht es denn dann mit zukünftigen Öl- und Gaslieferungen aus???
Paulinchen
03.11.2022, 11:36 Uhr
Dann hätten..
... ja auch drei Spitzenpolitiker Blut an ihren Händen, seit dem sie die den Scheichs gereicht haben.

So beständig werden die Menschenrechte jetzt gewertet..... Heute geschüttelt und übermorgen zerruettelt. Eine verdammt schnelllebige Zeit, in der wir jetzt leben. Macht zumindest ein wenig Hoffnung auf die Inbetriebnahme der B Leitung von der Nordstream 2.
Mister X
03.11.2022, 12:28 Uhr
Doppelte Moral
Schau sie an, die Moralapostel. Wenn es um Russland geht da sind sich alle einig Sportler/innen und Politiker/innen. Russland verstößt gegen Menschenrechte. Man muss sie von allem ausscheiden. Das mit den Menschenrechten stimmt ja noch, aber muss man da nicht überall vorgehen, wo die so genannten „Menschenrechte „ nicht eingehalten werden? Nehmen wir Katar, hier darf man gegen Menschenrechte verstoßen, oder wie? Wegen Russland sind sich die Sportler/innen und Politiker/innen einig. Geht es aber m Katar, da sagt die Sportelite plötzlich, in Katar geht es um reine Politik, da halten wir uns raus.Ja wenn es um Geld und den eigenen Rum geht, dann sind Menschenrechte auf einmal Sache der Politik. Was für eine Moral?
roni
03.11.2022, 14:03 Uhr
so sieht es aus MisterX
diese "Scheinmoralisten" drehen sich den Wind so wie sie ihn brauchen...einfach nur ekelhaft
Paulinchen
03.11.2022, 15:03 Uhr
So sieht es aus, mit der Demokratie,....
... in ihr hat man ein Demonstrations recht, die große Freiheit und das Mitspracherecht.

Leider ist unsere Demokratie inzwischen längst kein Vorbild mehr auf dem Planeten. Die Mehrheit der Staaten sind fast alle Diktaturen. Somit ist es irgendwie komisch, dass unsere Politiker grundsätzlich vor fremden Türen kehren und am Ende dort noch klingeln,um in ihrer Not zu betteln. Aber wir wollen ja die aller "gutsten" Diktatoren. Ob es die noch gibt? Doch Vorsicht, am Ende sind die sich alle einig....
Strandläufer
03.11.2022, 15:33 Uhr
Doppelmoral
Oder zweierlei Maß?

Man stelle sich, mal rein hypothetisch, vor, Putin hätte in der russischen Botschaft in einem anderen Land, z.B.der Türkei einen Regimegegner zerstückeln lassen...

Die Amerikaner lügen um Angriffskriege (z.B.Irak) zu rechtfertigen, sie zündeln und morden seit Jahrzenten, sie hörten das Handy der Bundeskanzlerin ab, sie verletzen Völkerrecht für jede sich bietendende Möglichkeit um ihre geostrategischen und ökonomischen Ziele zu erfüllen. Sie sagen sogar laut, dass sie Nordstream zu verhindern wissen- und es passiert: NICHTS. Dabei wurden im Vorfeld die höchsten Töne gespukt. Jetzt, wo man weiss wer es wahr ist es ruhig geworden.

Das hätte der Russe sich im Ansatz mal erlauben müssen und nein, ich finde immernoch nicht richtig, dass er die Ukraine überfallen hat, falls irgendein Fernmelder mir was in den Mund legen will.

Aber gut: worüber sprechen wir...Warum in die Ferne schweifen?

Der Eine erinnert sich nicht mehr bei Steuervergehen im großen Stil, die Andere schwindelt, bölk und zündelt als Aussenministerin und der Dritte hat noch weniger Ahnung von seinem Wirtschaftsressort als unser Rhetoriksternchen von Diplomatie.
Wobei letzteres würde ich knapp korrigieren.

Mach das mal als normaler Arbeitnehmer: Im Lebenslauf schwindeln, sich an mutmaßlich begangene Vergehen nicht erinnern und dann noch keine Ahnung vom Job haben...da bekommst alles, aber keine gut bezahlten Posten.

Das funktioniert nur in der Politik. Eine v.d.L.wäre auch schon mind.2x wegen Veruntreuung und Betrug fristlos gekündigt worden. Und wo sitzt sie?
Von der GEZ fange ich gar nicht an...da ist der nächste Sumpf.

Es ist wirklich zum Haareraufen und die werden eh schon dünner.

Aber merke: wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht das gleiche.

Und: der Russe war schon immer der Böse. Never change...ach Schwamm drüber.
Leser X
03.11.2022, 18:07 Uhr
Nach dieser Logik...
Ich stimme diesem Beitrag zu. Aber nach dieser Logik dürften wohl auch keine Sportler mehr an Wettkämpfen z. B. in den USA teilnehmen, wenn man deren Kriege berücksichtigt.

Alles andere ist ein Messen mit zweierlei Maß. Also - wo anfangen und wo aufhören?
Bodo Bagger
04.11.2022, 07:59 Uhr
WM der Wokies...
Am besten Deutschland veranstaltet die WM in Zukunft immer selbst. Die Qualifikation wird durch ein Punktesystem auf der nach oben offenen Wokismusskala bestimmt. Die XXXXschaftsaufstellung und die Anzal der Mitspielenden richtet sich nach dem Diversitätsindex der Bundesregierung und bei engen Spielen gibt es nicht gar ein Elfmeterschießen, weil Schießen ansich ja unwoke ist, sondern die Entscheidung wird je nach ranking auf der Wokistenrangliste ermittelt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)