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Do, 08:37 Uhr
03.11.2022
Aus der Arbeit der Autobahnpolizei

Rennsportlich unterwegs auf der Autobahn

Die Autobahnpolizei stoppte gestern einen Sportwagen mit über 200 km/h auf Autobahn 9 Richtung Berlin bei Eisenberg. Für den Fahrer aus Sachsen/Anhalt wird das wohl die teuerste Fahrt seines Lebens...

Messfoto mit der Geschwindigkeitsangabe des Fahrzeugs (Foto: Autobahnpolizei) Messfoto mit der Geschwindigkeitsangabe des Fahrzeugs (Foto: Autobahnpolizei)

Am gestrigen Montagvormittag, um 11:26 Uhr, fiel einer Videowagenstreife der Autobahnpolizei Thüringen ein Pkw Audi SQ8 auf. Dieser war auf der A 9 in Fahrtrichtung Berlin, nach der Anschlussstelle Eisenberg, mit deutlich mehr als den zulässigen 120 km/h unterwegs. Die Beamten begaben sich auf die Nachfahrt und maßen den Sportwagen mit einer Geschwindigkeit von 218 km/h.

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Aufgrund der massiven Geschwindigkeitsüberschreitung kann deshalb nicht mehr von einem fahrlässigem Handeln ausgegangen werden. Den 41-jährigen Fahrzeugführer aus Sachsen-Anhalt erwartet nun für sein vorsätzliches Handeln ein Bußgeld in Höhe von 1.400,- Euro. Zudem sieht dieser Bußgeldverstoß ein dreimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg vor.
Autor: red

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Kommentare
JanR.
03.11.2022, 09:05 Uhr
Lächerlich
Dafür das dieser Leib und Leben anderer, wissentlich in Gefahr gebracht hat.
GN24
03.11.2022, 17:44 Uhr
... lächerlich
... ist ihr Kommentar @janR. Wo steht im Bericht, dass der Fahrer auch nur einen einzigen in Gefahr gebracht hat. Er ist auf einer Geschwindigkeitsreduzierten Autobahn viel zu schnell gefahren. Soweit so gut. Dafür ist er meiner Meinung nach hart( zumindest die Geldstrafe)
bestraft worden. Auch so weit so gut. Warum ist er zu schnell gefahren ? Weil er es kann!!!
Jetzt erstmal eine Zeit nicht mehr.
Kobold2
03.11.2022, 20:03 Uhr
Die Geldstrafe
ist in anderen Ländern allenfalls eine Anzahlung.....
Hart geht anders....
JanR.
04.11.2022, 06:23 Uhr
Geldstrafe
Meine Rede, der SQ8 ist gelistet mit 108.000€ Neuwagenpreis, da sind 1.400€ Peanuts für ihn.

Man kann Unfälle verursachen und vermeiden und bei 218km/h ist wenig Spiel für Toleranzen.

2019 gab es 3046 Unfalltote und jene müssten nicht zu beklagen sein, wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten würden.
diddi72
04.11.2022, 07:03 Uhr
Gefährdung anderer
GN24,
natürlich hat der Raser andere in Gefahr gebracht. Nämlich alle, die um ihn rum auf der Autobahn unterwegs waren.
Oder meinen Sie, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung dort nur gilt, um die Protzkistenkutscher zu schikanieren?
Wenn diese Leute etwas zu kompensieren haben, sollen sie das auf Rennstrecken tun.

Gruß
Diddi
GN24
04.11.2022, 11:41 Uhr
...gelistet mit
....wieviel auch immer. Ein Vergehen richtet sich nicht nach dem Kaufpreis des Autos und auch nicht nach der Größe. Da wäre ja ein Golf 3 Fahrer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 100 kmh auf einer 30 kmh reduzierten Spielstraße fast gar nicht zu bestrafen. Der Golf hat ja einen gelisteten Verkaufswert von?. Ja @ Kobold2 in anderen Ländern gelten andere Strafen. Aber wir sind nun mal in Deutschland. Gehört hier gerade nicht her, in anderen Ländern werden auch Atomkraftwerke gebaut. Zu @ diddi72 Behauptung;" er hat andere in Gefahr gebracht " stimmt so nicht , zu mindest geht das nicht aus dem Kommentar hervor. Zum Begriff Protzkistenkutscher kann ich nur sagen,warum fährt er so eine Auto - weil er es kann. PS :sich auch leisten kann.
P.Burkhardt
04.11.2022, 12:57 Uhr
Sagt einiges über..
...den Fahrer des Autos aus.

Nur weil man kann, wie hier immer wieder einer schreibt, muss man nicht. Weder so einen übermotorisierten Panzer kaufen, noch damit sämtliche Verkehrsregeln missachten.

Wenn es danach ginge hätten wir noch viel mehr rasende Möchtegerngeländewagen auf deutschen Straßen. Aber viele, die könnten (kaufen und rasen) tun es nicht ... weil sie es nicht wollen !

Es darf also nicht heißen: "Weil er es kann." sondern: "Weil er es will (und ihm Verkehrsregeln und manch anderes egal sind) !"

Wir dürfen davon ausgehen, dass es viele gibt, die "könnten"... aber eben vernünftig genug sind und die entsprechende Gelassenheit haben es nicht zu tun. Gilt im Übrigen für vieles im Leben.
Mitternacht
04.11.2022, 13:52 Uhr
Dass man wirklich darüber spekulieren muss,
ob jemand, der mit 100km/h zu viel auf der Autobahn unterwegs ist, andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, ist lächerlich.

Ist es ein Unterschied, ob ein Auto im Schritttempo an mir vorbeifährt oder mit 100km/h? Ja.
Ist es ein Unterschied, ob ein Auto mit erlaubten 120 km/h mich auf der linken Spur überholt oder mit 220 km/h? Ja.

Ich selbst bin Motorradfahrer. Wenn mich ein Fahrzeug auf der Autobahn überholt reißt sein Fahrtwind schon an meinem Lenker, wenn er bloß 30 oder 40 km/h schneller ist als ich. Werde ich von jemandem gefährdet, der mit 100km/h an mir vorbeibrettert? Ja.
Wenn ich auf der Autobahn fahre, und alle fahren annähernd mit den erlaubten 100 bis 120 km/h, dann haben wir alle eine relative Geschwindigkeit mit höchstens 20km/h Unterschied zueinander. Werde ich von jemandem gefährdet, der plötzlich statt mit 20 km/h mit 100 km/h in meinem Rückspiegel auftaucht? Ja.

Wenn jemand behauptet, von 100km/h zu viel ginge erstmal ja gar keine potentielle Gefahr aus, sollte derjenige, meiner Meinung nach, zur Nachschulung der Fahrschule.
Wenn jemand als Begründung, warum man mit 100km/h zu viel unterwegs sein muss anbringt, "na, weil er's kann", sollte derjenige, meiner Meinung nach, zur MPU der Fahrschule.
Kobold2
04.11.2022, 14:34 Uhr
Ja GN24
Andere Länder andere Strafen und anderes Empfinden.
Ich bezog mich eindeutig in meinem Kommentar auf das die Aussage, daß de Fahrer eine harte Strafe bekommt.
Dem ist m. M. n. nicht so. Nach meiner langjährigen, täglichen Erfahrung Schrecken die vergleichsweise geringen Strafen hierzulande zu wenig ab.
Vor ungefähr einem Jahr sorgte die Geschichte eines deutschen Fahrers, der ähnliches in der Schweiz veranstaltete, in den Medien für Aufmerksamkeit.
Die erste Handlung der Behörden, war die eidgenössiche Unterkunft im Knast. Was dann noch kam, hab ich nicht weiter verfolgt. Aber das nenne ich harte Strafe.
Mein Bedauern hält sich dabei in Grenzen.
Aber ich weiß, die ständige Beformundung durch Verkehrsregeln ist hierzulande schon furchtbar und noch furchtbarer ist es das die Nichtbeachtung noch geahndet wird.
Guerrillero
04.11.2022, 15:08 Uhr
Sportwagen???
Niemanden stört anscheinend die Bezeichnung "Sportwagen" für den knapp 2,5 t schweren SUV-Panzer. Selbst der mdr vermeldete es gestern so in den Nachrichten. Nur weil er mit seinem 8 Zylinder total übermotorisiert ist, ist es noch lange kein Sportwagen. Diese Art von Fahrer würde auch kein generelles Fahrverbot einbremsen, so wie nun wieder mal von allen Seiten gefordert. Es gibt Leute, für die gelten andere Gesetze, also deren eigene. Das ist eigentlich das tatsächliche Problem, welches angegangen werden muss. Wir müssen uns wieder mehr an die allgemein geltenden Gesetze halten - dann klappt´s auch mit dem Zusammenleben!
MfG und schönes Wochenende wünscht ein echter Sportwagenfahrer (dessen Auto auch mal nur 120 fahren kann)
Kobold2
04.11.2022, 17:43 Uhr
Das liegt wohl
an dem von der Industrie kreierten Begriff für diese Sparte.
Sports Utility Vehicle.... Wie richtig bemerkt, haben die Dinger mit einem Sportwagen so viel gemeinsam, wie eine Kuh mit einem Rennpferd, mit der Praxistauglichkeit eines abgebrochenen Bohrer, wenn man nich grad noch ein Anhänger ziehen möchte....
Ich finde daher Super Unnützes Vehicle passender.
Die im Artikel beschriebene sportliche Fahrweise, kann allenfalls ironisch gemeint sein. Sportlich ist daran gar nichts, sondern unüberlegt und unreif.
henry12
04.11.2022, 20:50 Uhr
So ein phöser Raser
Weiß der etwa nicht, das man sich auf Autobahnen festklebt und nicht rast ? Das ist ja rücksichtslos !
grobschmied56
04.11.2022, 23:30 Uhr
Fragwürdige Beschränkungen ...
... trifft man allenthalben an. Im Gegensatz zum 'Sportwagenfahrer' bewege ich mich eher betulich durch die Landschaft. Mit meinem Spielzeugauto bin ich fast durchweg auf der rechten Spur der Autobahn mit Tempo 110 unterwegs (wenn überhaupt). Trotzdem werde ich in der Statistik als 'Raser' geführt. In einem Tunnel der A 71 mit 14 Km/h zu schnell gewesen! Horridoo!!! Im Tunnel sind normal 80 Km/h erlaubt. Am fraglichen Tag hatte ein (über)eifriger Mensch auf Tempo 60 reduziert, weil 200 Meter hinter dem Tunnel ein PKW auf dem Standstreifen liegengeblieben war. HÖCHSTE GEFAHRENSTUFE! Und dem Grobi, der mit 74 durch den sonst völlig leeren Tunnel RAST, dem verpassen wir ein ordentliches Bußgeld! Wer mal Sonntag um die Mittagszeit A 71 gefahren ist der weiß, wovon ich rede.
Da hat man oft ein bis zwei Autobahnkilometer ganz für sich alleine.
So entstehen Legenden über Raserei auf Autobahnen. Auf der A 71 gibt es vor Sömmerda einen kilometerlangen Abschnitt mit Begrenzung auf 120 Km/h - Grund: Straßenschäden.
Die Fahrbahn ist dort tippi-toppi, glatt wie ein Billardtisch. Worin die Fahrbahnschäden bestehen sollen, hat sich weder mir noch meiner Beifahrerin bisher erschlossen.
Die Piste könnte man ohne jede Gefahr für Leib und Leben mit Tempo 200 befahren.
Aber dann wäre man halt ein 'lebensgefährdender' Raser.
Wie Bitte
05.11.2022, 08:21 Uhr
Was ist ein "f"öser Raser?
Oder habe ich mein Leben lang das Wort "Physik" falsch ausgesprochen?

Ich finde 100km/h zu viel jetzt nicht gerade soooo lustig, und das Herbeigezerre eines Zusammenhanges zu den seltsamen neuen Praktiken von "Klimaschützern" auch nur bedingt witzig.
Paulinchen
05.11.2022, 10:05 Uhr
@Kobold 2...
... darf ich Ihnen helfen? Der Porsche des dtsch. Rasers in der CH ist weg. Der wurde eingezogen und versteigert. Ob das der letzte Stand ist, weiß ich nicht zu 100 Prozent. Denn es war wohl ein Mietwagen. Ob das Fahrzeug vom Raser beim Vermieter noch zu bezahlen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Ch fackelt nicht lange, wenn ein in der CH lebender Ausländer zum zweiten Mal wegen Raserei erwischt wird, muss er mit der Ausweisung rechnen. Das wurde schon häufiger so praktiziert. Da spielt es keine Rolle, auch wenn die Person in der CH geboren wurde, entscheidend ist der Pass. Ein Kosovare ist in der 30er Zone mehrmals übertrieben zu schnell gewesen. Dann kam die Ausweisung für die Dauer von 5 Jahren. Es wäre schön, wenn auch hier bei uns, mit den innerstädtischen Rennfahrern ähnlich verfahren würde. Das erspart uns sehr viel Leid und Mühen. Auto weg und Ruhe ist. Unbelehrbar und ein anderer Pass, tschüss auf eine lange Zeit. Basta.
Kobold2
05.11.2022, 13:44 Uhr
Danke
Für die Bestätigung meines Eingangskommetars. Allerdings richten sich die Strafen im Ausland nicht nur gegen Ausländer. Auch die Einheimischen erwarten entsprechende Strafen. Im vorliegenden Fall ist man den Lappen gleich an Ort und Stelle los und nicht erst, wenn der Brief vom Amt, mit einer weiteren Frist kommt.
Helfen können sie dem Grobschmied und seinen Fans, deren Vorstellung an der eigenen Tachonadel endet, die trotz der Ausführung eines Motorradfahrers, nicht verstehen, warum man an einer Pannenstelle eine Geschwindigkeitsbeschränkung erlässt und für den bei 120km/h eine langegesteckte Bodenwelle topfeben ist, die aber bei höherer Geschwindigkeit zur unsichtbaren Sprungschanze wird und mit entsprechend Seitenwind die Vorstufe zum unfreiwilligen Kunstflug darstellt.
geloescht.20250302
06.11.2022, 07:22 Uhr
Eigene Erfahrungen mit physikalischen Gesetzen?
Wer mal beispielsweise in Northeim (Selbst im "sicheren" Bereich hinter der Linie) am Bahnsteig stand, wenn ein Güterzug durchraste, weiss schon, was Fahrtwind bedeutet.

Vor einigen Jahren berichteten in verschiedenenen Reportagen sowohl der ÖR als auch Privatsender von Menschen, die am Bahnsteig standen (Teilweise betraf das auch Kinderwagen), die vom Luftsog vorbeidonnernder ICE's erfasst wurden.

Ich bin da bei Mitternacht, was an seinem und meinem Beispiel die Rolle der Geschwindigkeit eines Fortbewegungsmittels betrifft und bezüglich Strafen auch bei Kobold2...Ich kann den Beiden ja nicht bei jedem Thema widersprechen ;)

Die Friedhöfe sind voll von Adrenalinjunkies und leider auch deren Opfern.

Wer es braucht, soll meinetwegen beim Fallschirmspringen den "Möllemann-Modus" riskieren und mit Pech oder bei Lebensüberdruss aufs freie Feld stürzen, aber keine Unschuldigen durch irre Verkehrsraserei gefährden oder gar mitnehmen auf seiner Reise ins Licht, Fegefeuer, Dunkel, Harfenkonzert auf der Wolke oder was immer auf der anderen Seite wartet!
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