So, 11:12 Uhr
26.02.2006
nnz-Turin-Tagebuch (3)
Nordhausen/Turin (nnz). Seit fast einer Woche ist Alexandra Gärtner in Turin, im Thüringen-Haus im Einsatz. Die 26jährige aus Cottbus studiert an der Fachhochschule und arbeitet parallel als Assistentin der Geschäftsführung der Neue Mitte GmbH. Für die nnz schreibt die junge Frau ihre olympischen Eindrücke in einem Turin-Tagebuch auf.
Freitag: Der Regen nimmt kein Ende
Nach wieder einer langen Nacht im Casa Thüringen wurden wir von prasselndem Regen geweckt. Dieser sollte 24 Stunden anhalten und verwandelte unsere kleines Caravan-Dorf wieder in ein einzigen Schlammtümpel. Aufgrund des schlechten Wetters beschlossen wir die geplante Sightseeingtour zum Olympischen Feuer zu verschieben und machten uns stattdessen einen schönen Nachmittag im Café Evolution. Die Antipasti und die leckeren Nudeln schmeckten wirklich hervorragend und nach dem Cappuccino werde ich mich noch lange sehnen. Überraschenderweise kostete mich das alles gerade mal sechs Euro. Am Abend standen die Italiener wieder einmal Schlange vor dem Casa. Selbst der anhaltende Regen machten den Italienern nichts aus. Vor so viel Geduld ziehe ich echt den Hut.
nnz-Turin-Tagebuch (3) (Foto: nnz)
An diesem Abend war Gunda Niemann-Stirnemann im Casa zu Gast (siehe Bild). Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen und reihte mich in die Reihe der Autogrammjäger ein. Denn wo hat man noch einmal so eine Chance.
Samstag: Olympia neigt sich dem Ende
Nachdem diese Nacht der Regen kein Erbarmen fand, beschlossen wir trotzdem die letzten Souvenirs zu kaufen. Wenn einer meint, dass kann doch nicht so schwierig sein, der hat sich gehörig geirrt, denn der Olympic Store war schon in den ersten Tagen restlos ausverkauft. So mussten wir uns mit Rest zufrieden geben. Für den Nachmittag hatte meine Mitbewohnerin und ich das Glück noch Eisschnelllauf-Karten bekommen zu haben. So hieß es wieder einmal Daumen hoch und mit dem Bus zum Oval, dem Austragungsort der 5.000 Meter Eisschnelllauf der Damen. Die Halle ist echt gigantisch. Umringt von Tausenden niederländischen Fans, ließen wir uns nicht abschrecken und zeigten auch, dass wir Deutsche waren (siehe kleines Foto im Kurztext). Ganz knapp verpasste Claudia Pechstein die Goldmedaille, aber es war trotzdem wieder in irres Erlebnis.
Danach machten wir uns noch zum Olympischen Feuer. Leider kamen wir nicht so dicht ran, wie geplant, da für die Abschlussveranstaltung alles vorbereitet wird. Zurück im Casa erlebten wir gerade den 40.000 Besucher. Wenn das weiter so geht, hat Thüringen bald mit einem italienischen Touristenansturm zu rechnen. Ich hoffe, dann gibt es auch genug Rostbratwürste und Brädel, denn die gehen hier langsam zu Neige.
Autor: nnzFreitag: Der Regen nimmt kein Ende
Nach wieder einer langen Nacht im Casa Thüringen wurden wir von prasselndem Regen geweckt. Dieser sollte 24 Stunden anhalten und verwandelte unsere kleines Caravan-Dorf wieder in ein einzigen Schlammtümpel. Aufgrund des schlechten Wetters beschlossen wir die geplante Sightseeingtour zum Olympischen Feuer zu verschieben und machten uns stattdessen einen schönen Nachmittag im Café Evolution. Die Antipasti und die leckeren Nudeln schmeckten wirklich hervorragend und nach dem Cappuccino werde ich mich noch lange sehnen. Überraschenderweise kostete mich das alles gerade mal sechs Euro. Am Abend standen die Italiener wieder einmal Schlange vor dem Casa. Selbst der anhaltende Regen machten den Italienern nichts aus. Vor so viel Geduld ziehe ich echt den Hut.
nnz-Turin-Tagebuch (3) (Foto: nnz)
An diesem Abend war Gunda Niemann-Stirnemann im Casa zu Gast (siehe Bild). Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen und reihte mich in die Reihe der Autogrammjäger ein. Denn wo hat man noch einmal so eine Chance.
Samstag: Olympia neigt sich dem Ende
Nachdem diese Nacht der Regen kein Erbarmen fand, beschlossen wir trotzdem die letzten Souvenirs zu kaufen. Wenn einer meint, dass kann doch nicht so schwierig sein, der hat sich gehörig geirrt, denn der Olympic Store war schon in den ersten Tagen restlos ausverkauft. So mussten wir uns mit Rest zufrieden geben. Für den Nachmittag hatte meine Mitbewohnerin und ich das Glück noch Eisschnelllauf-Karten bekommen zu haben. So hieß es wieder einmal Daumen hoch und mit dem Bus zum Oval, dem Austragungsort der 5.000 Meter Eisschnelllauf der Damen. Die Halle ist echt gigantisch. Umringt von Tausenden niederländischen Fans, ließen wir uns nicht abschrecken und zeigten auch, dass wir Deutsche waren (siehe kleines Foto im Kurztext). Ganz knapp verpasste Claudia Pechstein die Goldmedaille, aber es war trotzdem wieder in irres Erlebnis.
Danach machten wir uns noch zum Olympischen Feuer. Leider kamen wir nicht so dicht ran, wie geplant, da für die Abschlussveranstaltung alles vorbereitet wird. Zurück im Casa erlebten wir gerade den 40.000 Besucher. Wenn das weiter so geht, hat Thüringen bald mit einem italienischen Touristenansturm zu rechnen. Ich hoffe, dann gibt es auch genug Rostbratwürste und Brädel, denn die gehen hier langsam zu Neige.

