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Fr, 08:19 Uhr
24.02.2006

Den letzten Zug schaffen

Nordhausen (nnz). Derzeit läuft die Nichtraucherkampagne „Rauchfrei 2006”. Auch die Thüringer Apotheken werden diese Kampagne unterstützen. Wie? – das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Die Chancen für eine dauerhafte Aufgabe des gesundheitsgefährdenden Lasters steigen, wenn Raucher den ersten Schritt schaffen und für einen Monat den Glimmstengeln entsagen. Dieses Fazit zieht das Deutsche Krebsforschungszentrum aus den Erfahrungen der bisherigen Nichtraucherkampagnen. „Daran wollen wir anknüpfen und unterstützen als Partner die jetzt startende, bundesweite Aktion „Rauchfrei 2006“”, erklärt Apotheker Dr. Lutz Gebert, Vizepräsident der Landesapothekerkammer Thüringen. Genau wie zahlreiche seiner Berufskollegen wird Dr. Gebert in den nächsten Wochen Nikotinabhängige auf dem Weg zur Entwöhnung individuell beraten.

Etwa 18 Millionen Bundesbürger rauchen – allen Rauchverboten in öffentlichen Einrichtungen und Warnhinweisen zum Trotz. Wer mehr als 20 Zigaretten pro Tag verqualmt, gilt als starker Raucher. 35 Prozent aller Nikotinkonsumenten tun dies und leben mit den bekannten Risiken: Chronische Bronchitis und Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Magengeschwüre. Dramatischere und oft tödliche Folgeschäden jahrelangen Tabakmissbrauchs sind u. a. Herzinfarkt, Kehlkopf- und Lungenkrebs. Aber die Lust „cool” zu sein, ist für Jugendliche nach wie vor stärker als alle Fakten. Im Durchschnitt greifen 13-Jährige zum ersten Mal zur Zigarette. Damit beginnen sie wesentlich früher als die Generationen vor ihnen. „Doch je früher jemand vor dem 20. Lebensjahr mit dem Rauchen beginnt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er wieder davon loskommt”, berichtet Dr. Gebert.

Als Apotheker kennt er die erschreckenden Statistiken nur zu genau. Der Impuls zum Einstieg fällt leicht, der Abschied vom Stress-, Genuss- oder Gewohnheitsrauchen dafür umso schwerer. Aus seiner Praxis weiß Apotheker Dr. Gebert: „Das Aufhören gelingt erst, wenn der feste Wille besteht, ab sofort überhaupt nicht mehr zu rauchen. Dann können Nikotinersatzprodukte wie Pflaster und Kaugummi den Entwöhnungsprozess unterstützen.” Nikotin-Kaugummis und –Wirkstoffpflaster lindern Entzugssymptome wie Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen.

„Die Pflaster dürfen in der Regel nicht zerschnitten, nachts nicht entfernt und müssen kindersicher entsorgt werden”, informiert der Apotheker und rät: „Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt. Er kann Ihnen gegebenenfalls Nikotinspray oder alternativ Tabletten verschreiben.” In den Apotheken erhalten Abgewöhnungswillige neben einer individuellen Beratung auch zahlreiche Broschüren zum Thema. „Abstinenz lohnt sich immer, aber im Zeitraum der Aktion „Rauchfrei 2006“ ganz besonders”, so Dr. Gebert. Wer es schafft, vom 1. bis 29. Mai 2006 – also vier Wochen lang – nachweislich nicht zu rauchen, kann 10.000 Euro gewinnen. Die Anmeldekarten inklusive Teilnahmebedingungen liegen ab 1. März in Apotheken aus.
Autor: nnz

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