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Mo, 12:59 Uhr
20.02.2006

Noch mal drauflegen?

Nordhausen (nnz). Mehrere Millionen Euro lässt sich die Nordhäuser Stadtverwaltung die Betreuung der Kleinsten in Kinderkrippen und Kindergärten jährlich kosten. Doch das, was bislang im Haushaltsplatz reingeschrieben wurde, das wird nicht reichen.


Es ist immer noch so, dass die Stadträte über die Gebührenordnung der Nordhäuser Kindertagesstätten entscheiden. Per Beschluss. Und das ist wohl auch angesichts der Zuschusssumme von 4,5 Millionen Euro richtig so, lautet das Motto selbst im sozialen Bereich: wer die Musik bezahlt, der bestimmt was gespielt wird. Im Haushalt 2006 steht diese Summe drin, doch das wird nicht reichen, wenn die Gebühren gleich bleiben sollen.

Die freien Träger werden nichts tun, um den Ausschlag am Dreh der Gebührenschraube zu geben, letztlich sehen die sich durch die Familienoffensive gestärkt. Wenn eine Kommune die Qualität der Kinderbetreuung (siehe dazu mehrfach im nnz-Archiv) beibehalten will, dann muss sie schon ihre Zuschüsse erhöhen. Wie hoch das aussehen wird, das steht noch nicht fest. Die Träger erarbeiten derzeit noch einmal ihren diesjährigen Haushalt. Eigentlich sind es zwei Haushalte. Das erste Halbjahr wird nach den alten Gesetzlichkeiten, das zweite nach den neuen Gesetzlichkeiten aufgestellt.

Es sei damit zu rechnen, dass wir mehr Zuschuss erhalten müssen, sagten Trägervertreter heute der nnz. Möglich sind nun mehrere Varianten: Der Stadtrat kann den fehlenden Zuschuss über die Erhöhung der Gebühren kompensieren oder in der Kämmerei des Rathauses muß neu gerechnet werden, eventuell mit einem Nachtragshaushalt. Es ist aber auch eine parallele Lösung möglich, an beiden Stellen wird nach oben gedreht.

Über eine dritte Alternative denken die freien Träger indes auch nach, es ist eine Option, über die nicht allzu gern geredet wird: Die Qualität der Betreuung wird abgesenkt, sprich, das Personal wird reduziert. Und so könnte all das eintreten, was die vehementen Gegner der Familienoffensive vorausgesagt haben. Es könnte aber auch noch schlimmer kommen: Wenn die Kinder zu Hause statt in einem Kindergarten erzogen werden. Dann muss noch einmal neu gerechnet werden. Ganz im Sinne der Landesregierung.
Autor: nnz

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